An die von Dir beschriebenen Zeiten kann ich mich noch bestens erinnern. Ist
es doch gerade mal 65 Jahre her, als wir Buben nur mit kurzen Hosen
herumliefen, und im Winter trugen wir dazu dann gestrickte, kratzige lange
Wollstrümpfe.
Vor 3 Wochen habe ich mir ein neues Fahrrad mit Rücktrittbremse (natürlich
auch noch mit 2 Felgenbremsen) und Nabenschaltung (immerhin 7 Gänge)
zugelegt, aber bis in die Schweiz werde ich vermutlich nicht mehr radeln.
Hallo Lotte, hallo Schnuffel
Diese verdammten Kratzdinger wurden bei mir gehalten von Leibchen und Strapsen !!!!
Dann gab es im Winter noch die sogenannten Leib- und Seelhosen (Unterhemd mit Ärmel und langer Unterhose, an einem Stück). Vorne geknöpft, unten geschlitzt und hinten mit geknöpfter Klappe.
3 Jungs und die Mutter teilten sich 1 (in Worte: eins) Damenfahrrad (Fabr. Rixe, mit wöchentlicher Rate von 2,00 D-Mark abbezahlt) mit Rücktrittbremse und nie richtig funktionierender Handbremse (Gummiblock der mittels Handhebelgestänge am Lenker auf den Vorderreifen gedrückt wurde). Das Rad war im Dauereinsatz. 3-Gang-Nabengangschaltung gab es schon, war aber unbezahlbar. Die Beleuchtung über Dynamo am Vorderrad war ewig defekt. Keiner fühlte sich für eine Reparatur zuständig.
Damit fuhr ich auch schon zu meinen weiter entfernten Pilzplätzen.
Wir haben alle überlebt.
Im „Halbstarkenalter“ hatte ich mit diesem Fahrrad allerdings nur geringe Chancen bei den Mädchen, die Mopedfahrer waren gefragter.
Mit rückblickendem Gruß aus der Pfalz
Dieter