Re: Frage
bei meinen Funden von E. cartilaginea habe ich bislang keine Sporenauswüchse
und erhebliche Streuungen in der Sporenlänge ausmachen können. Die Sporen
waren nicht stark gebogen.
Hallo Uschi,
gemeint habe ich solche Auswüchse der Sporen bei E. cartilaginea wie sie in der Zeichnung von H. Maser auf S. 96 der Flora Ba - Wü Bd. 1 abgebildet sind.
Wobei ich nach Durchsicht meiner Blätter festgestellt habe, dass ich solche Sporen auch selten gefunden hatte.
Beim jetzigen, von mir als E. villosa bezeichneten Fund habe ich 11,5 - 13 x 3,5 - 4,5 µm gemessen.
Bei Pilát 1957 (Übersicht der europäischen Auricularis und Tremellales ...) kommt man im Schlüssel ohne Schwierigkeiten zu E. villosa (ohne die Zuhilfenahme der Haare). Pilát trennt E. cartilaginea gleich in der Eingangsfrage als einen dunkel! gefärbten Fruchtkörper ab.
(Ich meine schon rein weiße E. cartilaginea gesehen zu haben)
Nach den Sporen wird man bei Pilát kaum trennen können:
E. cartilaginea: 9 (11) - 13 x 4 - 4,5 µm, walzig gebogen
E. villosa : 9 - 14 x 4 - 6 µm, walzig, schwach gebogen.
Über eine andere Bemerkung für E. villosa bin ich aber bei Pilát noch gestolpert:
"zäh gelatinös, aber nicht so knorpelig wie E. cartilaginea"
Mir fiel auf, dass ich weder beim Heraustrennen eines winzigen Stückes aus einem FK mit dem Skalpell Schweirigkeiten hatte, noch es Probleme bei Quetschen mit dem Deckgläschen gab.
Bei E. cartilaginea war das - aus meiner Erinnerung her, immer deutlch schwieriger, weil zäh knorpelig.
Mal sehen ob ich übermorgen E. cartilaginea als direkten Vergleich aus Europas größten Lindenwald bei Colbitz mitbringen kann, die find ich da eigentlich immer und auf dem Weg nach HH komme ich da vorbei.
Gruß Peter