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hellbrauner resupinater Porling *PIC*

vezi, (vor 6023 Tagen)

Hallo!

Diesen Pilz habe ich vor einem Monat gefunden. Es war regnerisch und ich habe geschlampt, sowohl beim fotographieren als auch beim Datenerfassen.
Jetzt wo ich ein neues Bestimmungsbuch hab (PdS), hab ich mal versucht, die Art herauszubekommen. Es hat aber nichts gepasst. Fast alle makroskopisch in Frage komenden Arten haben kleinere Sporen. Vielleicht fällt euch etwas ein.

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Die Sporen messen etwa 8-12x3-4.
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Die Basidien haben eine eigenartige doppelbauchige Form. Ich hab die Mikrobilder von trockenem Material in Kongorot gemacht. Kann es sein, daß die Form der Basidien nicht arttypisch ist, sondern vom Einschrumpeln kommt?
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Das Hyphensystem ist monomitisch mit Schnallen. Auffällige Zystiden habe ich nicht gefunden.

lg vezi

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Re: hellbrauner resupinater Porling

Schnuffel, (vor 6023 Tagen) @ vezi

Diesen Pilz habe ich vor einem Monat gefunden. Es war regnerisch und ich habe
geschlampt, sowohl beim fotographieren als auch beim Datenerfassen.
Jetzt wo ich ein neues Bestimmungsbuch hab (PdS), hab ich mal versucht, die
Art herauszubekommen. Es hat aber nichts gepasst. Fast alle makroskopisch
in Frage komenden Arten haben kleinere Sporen. Vielleicht fällt euch etwas
ein.
Die Sporen messen etwa 8-12x3-4.
Die Basidien haben eine eigenartige doppelbauchige Form. Ich hab die
Mikrobilder von trockenem Material in Kongorot gemacht. Kann es sein, daß
die Form der Basidien nicht arttypisch ist, sondern vom Einschrumpeln
kommt?
Das Hyphensystem ist monomitisch mit Schnallen. Auffällige Zystiden habe ich
nicht gefunden.

Hallo Vezi,

versuch's mal mit der Zimtbraunen (Apfelbaum-) Tramete, Antrodia malícola. Die hat zwar ein dimitisches Hyphensystem, aber Dein Pilz sieht eigentlich nicht so aus, als hätte er ein monomitisches.

Gruß - Schnuffel

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Re: hellbrauner resupinater Porling

vezi, (vor 6022 Tagen) @ Schnuffel

Hallo Schnuffel!

Tatsächlich habe ich beim gezielten Suchen Skeletthyphen gefunden.

Es hat mich einigermassen geschockt und verunsichert, daß ich so etwas wichtiges übersehen konnte. Ich denke das kommt von meiner allgemeinen Unerfahrenheit und Schludrigkeit. Ich hatte nur die obersten Spitzen der Fruchtschicht abgefräst und und hauptsächlich nach Zystiden gesucht. Das Material liess sich mühelos breitpressen, es gab einige deutliche Schnallen und ZACK! hatte ich mein Urteil (Fehlurteil) gefällt).

Auf der dimitischen Seite des PdS-Schlüssels bin ich dann auch auf Antrodia malicola gestoßen. Das schaut makroskopisch sehr gut aus!
Ich werde mich morgen nochmal mit den Hyphen beschäften. Und eventuell ein paar Bilder und Fragen einstellen.

Aber erstmal vielen Dank für Deine Hilfe!

Nicht so sehr für die Bestimmungsempfehlung als für das Aufzeigen eines Fehlers in meiner Methode. Danke!

lg vezi

Hallo Vezi,
versuch's mal mit der Zimtbraunen (Apfelbaum-) Tramete, Antrodia malícola.
Die hat zwar ein dimitisches Hyphensystem, aber Dein Pilz sieht eigentlich
nicht so aus, als hätte er ein monomitisches.
Gruß - Schnuffel

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Re: hellbrauner resupinater Porling *PIC*

vezi, (vor 6021 Tagen) @ Schnuffel

Hallo!

Hier ein Bild aus diesem Pilz:
[image]

A: Ist eine Skeletthyphe. Wände dicker als Lumen. Bräunlich.

B: Ist das eine dickwandige Hyphe, oder scheint das nur so?

C: Ist das eine dickwandige Basidie?

Es gibt ja einige Arten von Antrodia. Ein Unterscheidungsmerkmal wäre die Porengröße.
[image]
25 Striche = ca 1 mm

Hier scheint die Porengröße zwischen 0,1 und 3 mm zu schwanken. *seufz*

Ich glaub, ich such mir was einfacheres zum Spielen. Der Kühlschrank müsste auch mal leer gemacht werden.

Wäre nett, wenn jemand mit Mikroskopiererfahrung sagen könnte, ob B und C tatsächlich dicke Wände haben oder ob das eine optische Täuschung/falsche Einstellung ist.
Und ob man, wenn es dicke Wände sind, man Antrodia malicola direkt ausschliessen kann, weil dickwandige Basidien nicht erwähnt werden und auch nur ein dimitrisches System, aber kein trimitrisches.

Danke derweil!

lg vezi

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Re: hellbrauner resupinater Porling *PIC*

vezi, (vor 6021 Tagen) @ Schnuffel

Hallo!

Hier ein Bild aus diesem Pilz:
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A: Ist eine Skeletthyphe. Wände dicker als Lumen. Bräunlich.

B: Ist das eine dickwandige Hyphe, oder scheint das nur so?

C: Ist das eine dickwandige Basidie?

Es gibt ja einige Arten von Antrodia. Ein Unterscheidungsmerkmal wäre die Porengröße.
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25 Striche = ca 1 mm

Hier scheint die Porengröße zwischen 0,1 und 3 mm zu schwanken. *seufz*

Ich glaub, ich such mir was einfacheres zum Spielen. Der Kühlschrank müsste auch mal leer gemacht werden.

Wäre nett, wenn jemand mit Mikroskopiererfahrung sagen könnte, ob B und C tatsächlich dicke Wände haben oder ob das eine optische Täuschung/falsche Einstellung ist.
Und ob man, wenn es dicke Wände sind, man Antrodia malicola direkt ausschliessen kann, weil dickwandige Basidien nicht erwähnt werden und auch nur ein dimitrisches System, aber kein trimitrisches.

Danke derweil!

lg vezi

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Re: hellbrauner resupinater Porling *PIC*

vezi, (vor 6021 Tagen) @ Schnuffel

Hallo!

Hier ein Bild aus diesem Pilz:
[image]

A: Ist eine Skeletthyphe. Wände dicker als Lumen. Bräunlich.

B: Ist das eine dickwandige Hyphe, oder scheint das nur so?

C: Ist das eine dickwandige Basidie?

Es gibt ja einige Arten von Antrodia. Ein Unterscheidungsmerkmal wäre die Porengröße.
[image]
25 Striche = ca 1 mm

Hier scheint die Porengröße zwischen 0,1 und 3 mm zu schwanken. *seufz*

Ich glaub, ich such mir was einfacheres zum Spielen. Der Kühlschrank müsste auch mal leer gemacht werden.

Wäre nett, wenn jemand mit Mikroskopiererfahrung sagen könnte, ob B und C tatsächlich dicke Wände haben oder ob das eine optische Täuschung/falsche Einstellung ist.
Und ob man, wenn es dicke Wände sind, man Antrodia malicola direkt ausschliessen kann, weil dickwandige Basidien nicht erwähnt werden und auch nur ein dimitrisches System, aber kein trimitrisches.

Danke derweil!

lg vezi

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Re: hellbrauner resupinater Porling

Ingo Wagner, (vor 6020 Tagen) @ vezi

Hallo vezi!

Ich denke, viel deiner Fragen musst du dir selbst beantworten.

A: Ist eine Skeletthyphe. Wände dicker als Lumen. Bräunlich.

Hier musst du halt schauen, ob du die Struktur als pilzzugehörig an der richtigen Stelle öfter findest. Wenn ja, eine dickwandige, bräunliche Hyphe ist es.

B: Ist das eine dickwandige Hyphe, oder scheint das nur so?

Diese Struktur halte ich für eine Hyphe, die am Ende an den Wänden dicker wird, weil sie optisch unscharf in eine tiefere Ebene abtaucht.

C: Ist das eine dickwandige Basidie?

Hier musst du dir die Frage wahrscheinlich selbst beantworten, indem du gezielt die Fruchtschicht mikroskopierst. Dann siehst du ja, ob die unreifen Basidien genau so aussehen oder ob es vielleicht auch Zystiden sein könnten. Seitlich an den Wänden verdickt scheint das Element scheinbar zu sein, dann müsste der Effekt aber auch bei anderen genauso zu sehen sein.

Ich habe keine große Ahnung von Porlingen, beim Mikroskopieren derer stoße ich auch oft an meine Grenzen bei den zähen Strukturen. Ist aber sicher nur eine Sache der Übung und Beharrlichkeit.

Es gibt ja einige Arten von Antrodia. Ein Unterscheidungsmerkmal wäre die
Porengröße.
25 Striche = ca 1 mm
Hier scheint die Porengröße zwischen 0,1 und 3 mm zu schwanken. *seufz*

Am besten, du orientierst dich am Maximum, denn kleinere Poren gibt´s wohl immer.

Wäre nett, wenn jemand mit Mikroskopiererfahrung sagen könnte, ob B und C
tatsächlich dicke Wände haben oder ob das eine optische Täuschung/falsche
Einstellung ist.
Und ob man, wenn es dicke Wände sind, man Antrodia malicola direkt
ausschliessen kann, weil dickwandige Basidien nicht erwähnt werden und
auch nur ein dimitrisches System, aber kein trimitrisches.

Sicher, dass es trimitisch ist? Alleine die Awesenheit von Skeletthyphen machen ja noch keinen trimitisches Aufbau aus.

VG Ingo W

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Re: hellbrauner resupinater Porling

vezi, (vor 6020 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo!

Ich hab mir die Basidien nochmal in Blau angeschaut. Da ist eine hauchdünne, perfekt runde Linie, die das Äussere des Körpers markiert und in einem Abstand darunter das blaue, leicht unregelmässig geformte Innere. Hilft mir nicht viel, weil ich nicht weiss, wie weit der Abstand zwischen Aussen und Innen sein muß damit's "dickwandig" ist. Da fehlt Erfahrung.
Ich hab auch nochmal einen schönen Schnitt mit der Fruchtschicht hinbekommen und leider muß ich sagen, daß die meisten Basidien nicht dickwandig ausschauen. Nun weiss ich nicht, ob manche Basidien dickwandig aussehen, es aber nicht sind, oder ob ich bei manchen Basidien die Dickwandigkeit nicht feststellen kann.
Hinundwieder ragt auch etwas aus der Fruchtschicht heraus, das nicht unbedingt nach Basidie oder Hyphe ausschaut, aber diese Dinger gibts dann in der Form immer nur einmal und nichts gleicht den Abbildungen von typischen Zystiden. Ich glaub eigentlich nicht, daß ich eine Pilzart gefunden habe, die fünfzehn verschiedene neuartige Zystiden aufweisst ;-)

Auf das trimitrische Hyphensystem komm ich so: Es gibt hier sicher dünnwandige, generative Hyphen und es gibt hier sicher dicke, sehr dickwandige, bräunliche Skeletthyphen. Wenn es nun auch noch "normale", aber dickwandige Hyphen gäbe, dann wären es drei verschiedene...
Ich bin mir aber natürlich nicht sicher. Es ist eher so, daß ich umhertapse ...

Ich denke es ist besser ich untersuche erstmal ein paar Pilze, die bekannt und gut beschrieben sind, bei denen ich von vornherein weiss, wie ich das, was ich sehen werde interpretieren muß.

Danke für Deine Antwort, Ingo!

lg vezi

Hallo vezi!
Ich denke, viel deiner Fragen musst du dir selbst beantworten.
Hier musst du halt schauen, ob du die Struktur als pilzzugehörig an der
richtigen Stelle öfter findest. Wenn ja, eine dickwandige, bräunliche
Hyphe ist es.
Diese Struktur halte ich für eine Hyphe, die am Ende an den Wänden dicker
wird, weil sie optisch unscharf in eine tiefere Ebene abtaucht.
Hier musst du dir die Frage wahrscheinlich selbst beantworten, indem du
gezielt die Fruchtschicht mikroskopierst. Dann siehst du ja, ob die
unreifen Basidien genau so aussehen oder ob es vielleicht auch Zystiden
sein könnten. Seitlich an den Wänden verdickt scheint das Element
scheinbar zu sein, dann müsste der Effekt aber auch bei anderen genauso zu
sehen sein.
Ich habe keine große Ahnung von Porlingen, beim Mikroskopieren derer stoße
ich auch oft an meine Grenzen bei den zähen Strukturen. Ist aber sicher
nur eine Sache der Übung und Beharrlichkeit.
Am besten, du orientierst dich am Maximum, denn kleinere Poren gibt´s wohl
immer.
Sicher, dass es trimitisch ist? Alleine die Awesenheit von Skeletthyphen
machen ja noch keinen trimitisches Aufbau aus.
VG Ingo W

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Re: hellbrauner resupinater Porling

Schnuffel, (vor 6019 Tagen) @ vezi

Hallo Vezi!

A: Ist eine Skeletthyphe. Wände dicker als Lumen. Bräunlich.
B: Ist das eine dickwandige Hyphe, oder scheint das nur so?

Kann man im Grunde nur richtig beurteilen, wenn man von oben bis unten durchfokussiert.

C: Ist das eine dickwandige Basidie?

Dickwandige Basidien gibt es m. W. überhaupt nicht.

Es gibt ja einige Arten von Antrodia. Ein Unterscheidungsmerkmal wäre die
Porengröße.
25 Striche = ca 1 mm
Hier scheint die Porengröße zwischen 0,1 und 3 mm zu schwanken. *seufz*

Bei dem etwas labyrinthisch ausgebildeten Hymenophor ist solch eine Schwankung durchaus normal. Oft wird aber statt des Durchmessers die Zahl der Poren pro mm angegeben. Bei Deinem Foto entfallen auf die 4 mm des Fadenkreuzes etwa 8-10 Poren, d. h. 2-2,5/mm. Für Antrodia malicola ist die Angabe in PDS 1,5-2(3)/mm.

Wäre nett, wenn jemand mit Mikroskopiererfahrung sagen könnte, ob B und C
tatsächlich dicke Wände haben oder ob das eine optische Täuschung/falsche
Einstellung ist.

Siehe oben.

Und ob man, wenn es dicke Wände sind, man Antrodia malicola direkt
ausschliessen kann, weil dickwandige Basidien nicht erwähnt werden und
auch nur ein dimitisches System, aber kein trimitisches.

Die bisherigen Befunde können Antrodia malicola weder bestätigen noch ausschließen. An Hinweisen auf ein trimitisches Hyphensystem sehe ich nur zwischen dem "B" und dem rechten Bildrand und in der Mitte des unteren Bildrandes 2 Gebilde, die Bruchstücke von Bindehyphen sein könnten. Du hattest aber vermutlich etwas anderes im Auge, sonst hättest Du diese auch mit einem Buchstaben markiert.

Außer Antrodia malicola solltes Du viellicht noch 2 andere noch seltenere Arten in Betracht ziehen: In erster Linie Antrodia macra = A. salicina (auf Weiden und Espe), für die eine Sporengröße von 6,5-9 x 3-4 µm bzw. eine Länge von 9-12 µm angegeben ist, und Antrodia albida = A. serpens, die aber wegen der Sporenmaße 10-16 x 3,5-5 µm wohl eher nicht in Frage kommt. Von der Gattung Antrodia mit dimitischem Hyphensystem bin ich aber nach wie vor überzeugt.

Nicht verzagen!

Gruß - Schnuffel