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Phellinus tremulae? *PIC*

bernd gliwa, (vor 6022 Tagen)

Hallo,
da dieser Pilz eigentlich immer an alten Espen anzutreffen ist, denke ich an Ph. tremulae. Vermutlich kommen aber noch mehr in Frage, insbesondere Ph. ignarius, oder kann man den hier ausschließen?
Das Bild stammt wieder aus dem NSG Pravirsulis in Litauen, der Espenwald ist zwar nicht groß, aber abgelegen und ähnelt teils schon einem Totalreservat.

Vielen Dank schon mal für's Anschauen und für Einschätzungen.
Schöne Grüße, Bernd

[image]

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Re: Phellinus tremulae?

Till, (vor 6022 Tagen) @ bernd gliwa

Hallo, Bernd,

das sieht schon sehr nach Ph. tremulae aus, gerade diese kleinen, knubbeligen Fruchtkörper. Außerdem ist dieser Pilz in Skandinavien und Nordosteuropa ziemlich häufig. Hier in Bayern werden Zitterpappeln immer wieder als "forstliches Unkraut" angesehen und haben gar nicht mehr die Chance, so alt zu werden. Über den Pilz stand vor ca. 40 Jahren mal ein aufschlussreicher Artikel in den Westfälischen Pilzbriefen. Der müsste online verfügbar sein.

Gruß, Till

Hallo,

da dieser Pilz eigentlich immer an alten Espen anzutreffen ist, denke ich an
Ph. tremulae. Vermutlich kommen aber noch mehr in Frage, insbesondere Ph.
ignarius, oder kann man den hier ausschließen?
Das Bild stammt wieder aus dem NSG Pravirsulis in Litauen, der Espenwald ist
zwar nicht groß, aber abgelegen und ähnelt teils schon einem
Totalreservat.
Vielen Dank schon mal für's Anschauen und für Einschätzungen.
Schöne Grüße, Bernd

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Re: Phellinus tremulae?

Till, (vor 6022 Tagen) @ bernd gliwa

Hallo, Bernd,

ja, ich glaube schon, dass das Ph. tremulae ist. Die kleinen, knubbeligen Frkp. sind ziemlich typisch. Außerdem ist der Pilz in Skandinavien und N-O-Europa weit verbreitet. Bei uns in Bayern kommt er auch vor, aber eher selten, vielleicht, weil die Zitterpappel in "ordentlichen" Forsten nicht so gern gesehen ist und alte Bäume von daher rar sind. In den "Westfäl. Pilzbriefen", die auch online verfügbar sind, gab es mal einen aufschlussreichen Artikel über diese Art.

Gruß, Till

Hallo,

da dieser Pilz eigentlich immer an alten Espen anzutreffen ist, denke ich an
Ph. tremulae. Vermutlich kommen aber noch mehr in Frage, insbesondere Ph.
ignarius, oder kann man den hier ausschließen?
Das Bild stammt wieder aus dem NSG Pravirsulis in Litauen, der Espenwald ist
zwar nicht groß, aber abgelegen und ähnelt teils schon einem
Totalreservat.
Vielen Dank schon mal für's Anschauen und für Einschätzungen.
Schöne Grüße, Bernd

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Re: Phellinus tremulae?

bernd gliwa, (vor 6018 Tagen) @ Till

Hallo Till, danke für deine Meinung und den Hinweis auf die Pilzbriefe. Interessant. Bisher habe ich auf Wuchsformen wie "Astkriecher" und "Asthänger" nicht geachtet. Mal sehen was sich da finden lässt, dann wäre das eindeutig.
Schöne Grüße, Bernd

ja, ich glaube schon, dass das Ph. tremulae ist. Die kleinen, knubbeligen
Frkp. sind ziemlich typisch. Außerdem ist der Pilz in Skandinavien und
N-O-Europa weit verbreitet. Bei uns in Bayern kommt er auch vor, aber eher
selten, vielleicht, weil die Zitterpappel in "ordentlichen"
Forsten nicht so gern gesehen ist und alte Bäume von daher rar sind. In
den "Westfäl. Pilzbriefen", die auch online verfügbar sind, gab
es mal einen aufschlussreichen Artikel über diese Art.
Gruß, Till
Hallo,

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Re: Phellinus tremulae?

AK_CCM, (vor 6018 Tagen) @ bernd gliwa

Hallo Bernd,

ich teile Deine und Tills Einschätzung, dass es sich bei den abgebildeten Frk. um Ph. tremulae handelt. Typisch ist das Fruktifizieren am Stamm an abgestorbenen Ästen bzw. Stellen, an denen früher einmal Äste ansaßen. Auch das Vorhandensein von Asthängern- und kriechern ist charakterisierend. Weitere Merkmale sind die Risse, die sich durch die +/- scharfe Hutkante ziehen, der meist im Holz befindliche Mycelkern und der Geruch nach Terpentin des befallenen Holzes.

Solche alte Zitterpappeln, wie man sie anhand der groben Borke auf Deinem Foto erahnen kann, kenne ich leider nicht. Dennoch bin ich dem Espenfeuerschwamm bereits mehrmals begegnet: Er verschont auch schlankere Bäume mit z.B. 20 cm Stammdurchmesser nicht.

Im BMG-Forum hatten wir vor einiger Zeit die Differenzierung von Ph. tremulae und Ph. populicola diskutiert:

http://forum.pilze-bayern.de/index.php/topic,216.0.html

Gruß, Andreas

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Phellinus tremulae - Astkriecher *PIC*

bernd gliwa, (vor 6018 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas & Till,
meine Suche nach einem 'Astkriecher' hat schon ganz in der Nähe zu diesem Bild geführt. Der einzige befallene Baum (BHD ~45 cm) von vielleicht 50 gesichteten, nicht der dünnste, aber auch nicht der dickste.

In aktueller Literatur (Lietuvos Dendroflora, 2003) fand ich die Bemerkung, dass die Hälfte der hiebreifen Espen in Litauen von Ph. tremulae befallen sei. Das erscheint mir deutlich übertrieben.

Am Rande erwähnt: im hiesigen Forstamt sind etwa 8% des Bestandes Espen (alle Besitzformen, laut Inventur von 2004).

VG, Bernd

Hallo Bernd,
ich teile Deine und Tills Einschätzung, dass es sich bei den abgebildeten
Frk. um Ph. tremulae handelt. Typisch ist das Fruktifizieren am Stamm an
abgestorbenen Ästen bzw. Stellen, an denen früher einmal Äste ansaßen.
Auch das Vorhandensein von Asthängern- und kriechern ist
charakterisierend. Weitere Merkmale sind die Risse, die sich durch die +/-
scharfe Hutkante ziehen, der meist im Holz befindliche Mycelkern und der
Geruch nach Terpentin des befallenen Holzes.
Solche alte Zitterpappeln, wie man sie anhand der groben Borke auf Deinem
Foto erahnen kann, kenne ich leider nicht. Dennoch bin ich dem
Espenfeuerschwamm bereits mehrmals begegnet: Er verschont auch schlankere
Bäume mit z.B. 20 cm Stammdurchmesser nicht.
Im BMG-Forum hatten wir vor einiger Zeit die Differenzierung von Ph.
tremulae und Ph. populicola diskutiert:
http://forum.pilze-bayern.de/index.php/topic,216.0.html
Gruß, Andreas

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