Hallo Andreas & Till,
meine Suche nach einem 'Astkriecher' hat schon ganz in der Nähe zu diesem Bild geführt. Der einzige befallene Baum (BHD ~45 cm) von vielleicht 50 gesichteten, nicht der dünnste, aber auch nicht der dickste.
In aktueller Literatur (Lietuvos Dendroflora, 2003) fand ich die Bemerkung, dass die Hälfte der hiebreifen Espen in Litauen von Ph. tremulae befallen sei. Das erscheint mir deutlich übertrieben.
Am Rande erwähnt: im hiesigen Forstamt sind etwa 8% des Bestandes Espen (alle Besitzformen, laut Inventur von 2004).
VG, Bernd
Hallo Bernd,
ich teile Deine und Tills Einschätzung, dass es sich bei den abgebildeten
Frk. um Ph. tremulae handelt. Typisch ist das Fruktifizieren am Stamm an
abgestorbenen Ästen bzw. Stellen, an denen früher einmal Äste ansaßen.
Auch das Vorhandensein von Asthängern- und kriechern ist
charakterisierend. Weitere Merkmale sind die Risse, die sich durch die +/-
scharfe Hutkante ziehen, der meist im Holz befindliche Mycelkern und der
Geruch nach Terpentin des befallenen Holzes.
Solche alte Zitterpappeln, wie man sie anhand der groben Borke auf Deinem
Foto erahnen kann, kenne ich leider nicht. Dennoch bin ich dem
Espenfeuerschwamm bereits mehrmals begegnet: Er verschont auch schlankere
Bäume mit z.B. 20 cm Stammdurchmesser nicht.
Im BMG-Forum hatten wir vor einiger Zeit die Differenzierung von Ph.
tremulae und Ph. populicola diskutiert:
http://forum.pilze-bayern.de/index.php/topic,216.0.html
Gruß, Andreas
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