Re: Becherchen vom Wochenende
Hallo Uli!
Mit Pilze der Schweiz bin ich beim Schlüsseln auf folgende Arten gekommen:
Tarzetta catinus, Tarzetta cupularis oder Paxina costifera.
Letztere braucht kalkreiche Böden, scheidet für „meinen“ Kottenforst hier
also aus. Auch sonst passt das makroskopisch nicht.
Am besten, du fängst von vorn an und schüttest erst mal Lugol ins Präparat. Mit der wahrscheinlich positiven Ascus-Reaktion kannst du dann schon allerhand gemutmaßte Arten ausschließen.
Da war ich dann etwas gefrustet. Liege ich völlig falsch? Vielleicht sind
Sporen einfach noch nicht reif? Sollte ich das Mikroskop doch vielleicht
wieder verkaufen??
Bleib mal ruhig, es gibt wohl keinen ernsthaften Mikroskopiker, der nicht regelmäßig gefrustet ist. Behalte mal dein Mikro!
Über den ganzen Frust hab ich dann vergessen die Sporen zu messen. Aber es
gab auch nicht so wirklich viele „freie“.
Ehrlich gesagt, kommen mir die abgebildeten Sporen so fremd für einen Becherling vor, dass dadurch die Bestimmung entweder sehr leicht wird, oder was wahrscheinlicher ist, es handelt sich um Fremdsporen.
Ich lasse den Becherchen jetzt mal ein paar Tage im Kühlschrank, vielleicht
tut sich ja noch was. Ansonsten werde ich nochmal zu der Stelle gehen und
noch andere Exemplare holen.
Ich will ja keinem meine Ideen aufzwingen, aber wenn du willst, dass er reif wird, ist der Kühlschrank denkbar ungünstig. Dort hebt man ja schließlich Sachen auf, die frisch bleiben sollen. Dort im Kalten schimmelt es viel später als bei Wärme und guter Luftfeuchtigkeit, weil pilzwachstumshemmende Temperaturen/ Bedingugen herrschen.
Gruß noch an alle, die ihre Morcheln wochenlang dort aufheben und zur Reife bringen wollen!! 
VG Ingo W
