Re: Der Deckel paßt nicht …….
zum Topf oder der Topf nicht zum Deckel. So beschreibe ich sprichwörtlich das
mikroskopische Ergebnis einer Peziza.
Hallo und guten Tag,
genauer gesagt geht es um Paraphysen von Peziza arvernensis. Hin und wieder
hatte ich entgegen den „normalen“ septierten, zylindrisch leicht kopfigen
Paraphysen auch moniliforme (an den Septen eingeschnürte, aufgeblähte)
Paraphysen denen ich keine große Bedeutung zugemessen hatte. Nun erreichte
mich in der letzten Woche eine Mail von Torsten R. aus R. der mich auf
eben diese monoliformen Paraphysen bei P. arvernensis hinwies.
Jetzt bin ich bei „Topf und Deckel“: Die Paraphysen passen eher zu Peziza
varia. Zu varia passen aber die vorgefundenen ornamentierten Sporen nicht.
Wiederum sind die Sporen für P. arvernensis „passig“ nur die Paraphysen
nicht. Habe ich bei der Bestimmung der Gattung Peziza etwas verschlafen
oder können sich die Paraphysen von P. arvernensis zwischen den Septen
auch mal so aufblähen?
Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co
Hallo Uschi,
nachdem, was ich in der Literatur teils darüber gelesen habe (ich weiß aber nicht mehr wo das als war ....) und dem wenigen, was ich selbst beobachtet habe, ist die moniliforme Einschnürung der Paraphysen kein konstantes Artmerkmal, sondern variabel oder sogar witterungsbeeinflusst. Ich persönlich messe solchen Paraphysen geringen bis gar keinen Wert bei. Auch bei Ascocoryne und selbst bei Mollisia findet man solche und solche Kollektionen. Die Warzigkeit der Sporen wäre dagegen für mich ein Alleinstellungsmerkmal. Selbst wenn alles andere identisch wäre (oder schiene ....), würde ich mich schwer tun zu akzeptieren, dass eine Art reif sowohl glatte als auch warzige Sporen bildet.
beste Grüße,
Andreas