Re: Pilze vom Friedhof
Hallo Klaus,
Pilz war mild? Da dann weißes Sporenpulver und rosa FeSO4-Reaktion nicht zusammenpassen (jedenfalls normalerweise nicht) ein kleiner Tipp. Pulver zusammenkratzen auf einen Objekttrager verbingen und einen anderen drüberlegen. Ist das Pulver dann immer noch weiß wie weißes Papier ... aber das würde mich wundern.
Alles Gute, Jochen.
Guten Abend liebe Pilzler,
heute möchte ich mich mit einem kleinen eigenen Pilz-Beitrag (nach 3 Jahren),
wieder zurückmelden.
Da zurzeit Parkanlagen und Friedhöfe in einer eigentlich nicht üppigen
(Pilz-)Jahreszeit trotzdem dankbare Pilzreviere darstellen können, sucht
man diese natürlich gern auf. In diesem Fall ein Friedhof in Düsseldorf.
An einem Südhang mit altem Buchenbestand auf recht magerer Wiese, gibt es den
ziegelroten Risspilz zu bestaunen, der eigentlich jedem aufgrund seiner
Giftigkeit geläufig sein sollte.
Inocybe_erubescens , ziegelroter RisspilzRussula_grisea , Taubentäubling ? gefunden an einer anderen Stelle des
Friedhofes.
Da Täublinge ja nun nicht gerade zu den Gattungen gehören, welche man leicht
allein an makroskopischen Merkmalen bestimmen kann, hier die Frage an die
Russula-Experten: Folgende besondere Merkmale haben mich zum
Taubentäubling gebracht. Ist dies ok?
Hut: rosafarbene Stellen dort wo die Huthaut fehlt bzw. verletzt ist, mit
Guajak färbt sich dort das Fleisch grün, bei FEso4 rosa! Rand etwas
furchig gerieft
Lamellen: recht spröde, zahlreiche Cheilozystiden und Pleurozystiden mit
grauschwarzem Inhalt (PDS)
Sporen: wie in PDS abgebildet. Sporenpulver offensichtlich weiß, da auf
weißem Blatt nicht sichtbar.
Stiel: leicht senkrecht geadert, zur Basis etwas verjüngt, dort haben sich
auch braune Flecken gebildet.
Leider kann ich zurzeit noch keine Mikrobilder liefern, da ich erst am
Wochenende eine Tucsenkamera bestellt habe.
Hier noch ein Dank an Karl-Heinz, der mir zum Einstellen des Beitrages
beste Infos lieferte.
Gruß an alle
KlausBüchler