Pilze Pilze Forum
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Mikroskop

Jensen Nuda, (vor 5988 Tagen)

Hallo liebe Pilzfreunde!
Ich bin quasi ein Neuling hier im PilzePilze Forum, lese aber immer wieder mal rein und finde die Beiträge doch recht spannend und hilfreich und möchte nun selbst eine Frage an Euch richten.
Ich habe vor mir ein Mikroskop zu kaufen, bin mir aber gar nicht sicher welche Anforderungen ein solches Instrument erfüllen muss.
Meine eigenen Kriterien wären:
1: lieber etwas mehr ausgeben, dafür lange dran Freude haben und nicht nach kurzer Zeit ein "besseres" brauchen.
2. absoluter High-Tech muss es aber auch nicht sein.

Meine Fragen:
? -->1. Brauche ich Hellfeld, Dunkelfeld oder Phasenkontrast
? -->2. Halogen oder lieber LED Beleuchtung
? -->3. Kennt jemand das Zeiss Primus Mikroskop, falls ja welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht und schließlich
? -->4. Welche Mikroskope könntet ihr mir empfehlen (bis max. 2500 Teuros)

Schon mal Vielen Dank für eure Tips und Ratschläge

(Das Wetter hier Frankfurt ist wie ein Treibhaus, sicher gibt es bald viel zu finden ;-)

Jens Lepsius

PS: Ich würde gerne meinen Benutzernamen ändern, kann ich das einfach so, oder muss ich da ein neues Profil anlegen.

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Re: Mikroskop

Peter, (vor 5987 Tagen) @ Jensen Nuda

Hallo Jens,

zu Ihren Fragen:

1. Brauche ich Hellfeld, Dunkelfeld oder Phasenkontrast?
Hellfeld unbedingt, Phasenkontrast nicht notwendig, aber nette "Spielerei" für Fortgeschrittene, Dunkelfeld für Pilze unnötig

2. Halogen oder lieber LED Beleuchtung
ganz egal!

3. Kennt jemand das Zeiss Primus Mikroskop?
kenne ich leider nicht

4. Welche Mikroskope könntet ihr mir empfehlen (bis max. 2500 Teuros)
Ganz einfach: Eines der großen 4 (Zeiss, Olympus, Nikon, Leica) ist immer richtig. Es gibt natürlich auch Alternativen.
Ich selbst rate grundsätzlich zu Olympus oder Zeiss.
Für diesen Spielraum bekommen Sie was Anständiges.

Freundliche Grüße
Peter Reil

PS: Beim Gebrauchtkauf lässt sich einiges sparen, und die Qualität muss nicht schlechter sein.

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Re: Mikroskop

HARZPILZCHEN, (vor 5987 Tagen) @ Jensen Nuda

Hallo Jens

Habe mir ein Olympus CX21 für ca. 980 netto gekauft und bin sehr zufrieden. Wenn du dazu Infos brauchst, schicke ich dir gerne eine PN.

VG Hartmut

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Re: Mikroskop

AlexG, (vor 5987 Tagen) @ Jensen Nuda

? -->3. Kennt jemand das Zeiss Primus Mikroskop, falls ja welche
Erfahrungen habt ihr damit gemacht und schließlich

Guten Abend...

ich habe mir einmal über einen Vertreter von zeiss einige infos über primostar (hoffe du meinst diesen "Primus")
es gibt dieses Mikroskop in 10 starre Varianten, welche nicht erweiterbar sind, die objektive sind festgelegt und nicht extra zu bekommen... aus diesem grund habe ich dieses abgeleht...

Alex

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Re: Mikroskop

arysch, (vor 5987 Tagen) @ AlexG

Hallo Alex,
das kann ich nicht so einfach stehen lassen - ich habe mir ein Mikroskop von Zeiss gekauft und alle Teile selbst (mit dem Vertreter) zusammen gestellt. Zugegeben, war ziemlich teuer am Ende...
Herzliche Grüße, Artur.

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Re: Mikroskop

hoennetaler, (vor 5987 Tagen) @ arysch

Hallo Artur,

du hast ja auch ein Axiostar plus (mittlerweile nicht mehr im Programm) und kein Primostar. Das ist schon ein Unterschied, gerade in der Ausbaubarkeit.

Viele Grüße
Jürgen

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Re: Mikroskop

arysch, (vor 5985 Tagen) @ hoennetaler

Hallo Jürgen,
Du hast gutes Gedächtnis :-), es ist schon ein Weilchen her, wo wir den Türinger Wald unsicher gemacht haben...

Als ich mein Zeiss Mikroskop im Jahr 2006 gekauft habe war es noch möglich, die Komponenten selbst zusammen zu stellen - ich glaube damals war es noch bei ellen Zeiss Mikroskopen möglich, bin mir aber nicht ganz sicher...). Das dann von mir gekaufte Mikroskop wurde mir zu Hause von dem Vertreter zusammen gebaut, ich bekam dann noch eine Stunde Einweisung und einige Tipps. Als ich dann einige Monate später das 40x Objektiv tauschen wollte, wurde nur der Aufpreis (war etwas teurer) berechnet, das alte Objektiv wurde entgegen genommen.

Liebe Grüße, Artur.

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Re: Mikroskop

Ulysses, (vor 5987 Tagen) @ Jensen Nuda

Hallo Jens,

? -->4. Welche Mikroskope könntet ihr mir empfehlen (bis max. 2500 Teuros)

Ich würde empfehlen, nicht die ganzen 2500 für das Mikroskop auszugeben, sondern zusätzlich eine Stereolupe anzuschaffen. Eine solche ist schon bei großen Arten für das Präparieren nicht schlecht, und falls du dich mit kleinen Becherchen etc. beschäftigen willst ist eine Stereolupe +/- unerlässlich.

Schöne Grüße,
Ulysses

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Re: Mikroskop

hoennetaler, (vor 5987 Tagen) @ Jensen Nuda

Hallo Jens,

nachfolgend ein paar Gedanken von mir:

Zunächst einmal solltest du dir überlegen, ob du großen Wert auf gute Fotos (Dokumentation) legst. Dann wäre ein binokularer Fototubus wichtig. Ich selber mache die Fotos freihand durch ein Okular und komme damit klar.

Du solltest dir auch im Klaren darüber sein, dass du einiges an Literatur benötigst. Da sind die sechs Bände von Pilze der Schweiz für 600 € nur die Grundlage. Ebenfalls sollte man einen entsprechenden Mikro-Kurs bei Andreas Gminder, Walter Pätzold oder demnächst neu bei Lothar Krieglsteiner belegen.

Von daher würde ich nicht das gesamte Budget in ein Mikroskop stecken. Das Primostar von Zeiss ist wie bereits gesagt ein sehr starres System. Es wurde von Zeiss in Zusammenarbeit mti der chinesischen Firma Motic entwickelt. Motic selbst bietet mittlerweile in diesem Segment mit dem BA310 ein qualitativ gleichwertiges Mikroskop an, nur ein paar hundert Euro günstiger. Erhältlich z. B. bei Ehlert und Partner in Bonn (die haben neben Motic auch Zeiss und Leica). Ein ebenfalls sehr bekannter Händler ist die Firma Jülich ebenfalls in Bonn (eigenes Label Bonntec und Zeiss, Hund und Leica). Beide im Internet zu finden.

Bei einer Neuanschaffung würde ich folgende Objektivausstattung wählen: 10x/40x/60x(63x)/100x Öl. Gerade ein 60ger kann sehr nützlich sein.

Alternativ wäre die Anschaffung eines guten gebrauchten Markengerätes. Seriöse Gebraucht-Händler wären Thomas Woitzik (mikroskop-online.de), Thilo Immel (thilo-immel-optics.de), Harald Rasche (optovid.de) und Oliver Pacha (mikrovid.de).

Viele Grüße
Jürgen

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Re: Mikroskop

Wolfgang P., (vor 5986 Tagen) @ hoennetaler

Gerade ein 60ger kann sehr nützlich sein.

hier möchte ich eine Gegenrede halten:

Die Vermeidung von Öl ist für wertvolle botanische Dauerpräparate zu verstehen - für die normalen ex-und-Hopp-Präparate bei der Pilzbestimmung ist das Gegenteil richtig:

Schon das 40x wird schnell flau, wenn die Präparate zu dick sind. Beim 60x ist die Empfindlichkeit auf die Schichtdicke noch extremer. Ein Tröpfchen Öl und alle Probleme sind weg: mehr Kontrast, mehr Tiefenschärfe, mehr Toleranz gegenüber schlechten Präparaten.

Mein Lieblings-Objektiv ist daher ein 50x Öl, und ich erwäge die Anschaffung eines 20x Öl, dann muss ich gar nicht mehr trockenschwimmen.

Für den Anfang würde ich aber aus Kostengründen beim Standard bleiben: 40x trocken, 100x Öl.

Wolfgang

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Re: Mikroskop

Gelbfieber, (vor 5987 Tagen) @ Jensen Nuda

Hallo und guten Tag Jens,

wenn das mikroskopieren von Pilzen bei dir keine „Eintagsfliege“ ist und du dich tatsächlich intensiv mit der Pilzkunde und der dazugehörigen Mikroskopie beschäftigen willst, möchte ich Peter Reils Antwort noch einmal herausstreichen:

4. Welche Mikroskope könntet ihr mir empfehlen (bis max. 2500 Teuros)

Ganz einfach: Eines der großen 4 (Zeiss, Olympus, Nikon, Leica) ist immer richtig. Es gibt natürlich auch Alternativen.
Ich selbst rate grundsätzlich zu Olympus oder Zeiss.
Für diesen Spielraum bekommen Sie was Anständiges.
Beim Gebrauchtkauf lässt sich einiges sparen, und die Qualität muss nicht schlechter sein.

Laß dich von Leuten beraten die sich in der Pilzmikroskopie auskennen und nicht so sehr von den Verkäufern die dein „Bestes“ wollen! Weiterhin solltest du dir vor dem Kauf die Geräte anschauen. Das heißt, selbst damit mikroskopieren oder einen erfahrenen Mikroskopierer bitten das für dich zu übernehmen um nicht nur vom Prospekt zu kaufen. Sollten die Stricke reißen, ich meine alle, dann schick mir eine Nachricht – da geht immer was ;-)

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: Mikroskop

Pilzthomas, (vor 5987 Tagen) @ Jensen Nuda

Hallo,

die Vorredner haben ja schon das Wesentliche gesagt.

Ich kann Peter, jürgen und Ursula nur zustimmen.

Gerade auch die von Jürgen genannten Adressen sind für eine Beratung nicht schlecht (und Einige werden Dir mit Sicherheit vom "Primostar" abraten).
Ich würde an Deiner Stelle nach einem soliden aber erweiterbaren Gebrauchtgerät Ausschau halten. Für weitere Tipps lohnt evtl. ein Blick in die Mikroskopier-Foren (per Suchmaschine schnell zu finden).

Die Stereolupe (Binokular) würde ich trotzdem im Blick behalten. Zum Präparieren und genauer Anschauen ist sie ein unverzichtbares Gerät. Vor allem wenn Du Spaß an weiteren Organismengruppen hast oder noch entdeckst(Flechten, Moose, Insekten usw.).

Auch die "Folgekosten" für die Literatur sind in der Tat nicht ohne.

Also den Etat effizient einsetzen.

Viel Spaß noch

Thomas

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Re: Mikroskop

Jensen Nuda, (vor 5987 Tagen) @ Jensen Nuda

Hallo,
nun ist der Freitag endlich rum, und ich habe mich gerade sehr über die vielen Ratschläge und Hinweise gefreut. Vielen Dank an euch alle!!! Da werde ich mir vernünftiger Weise die Vorfreude etwas aufsparen und nichts voreilig machen, sondern erst mal in Ruhe die vielen Optionen anschauen und Kontakte zu den angegebenen Adressen etc. aufnehmen. Auch der Hinweis der Budgeteinteilung (Mikroskop, Stereolupe und Bücher) ist eine sehr gute Überlegung.
Dann nochmals Danke und ein schönes pilzreiches WE (in Frankfurt fühlt man sich nach wie vor wie im Treibhaus ;-)

Jens

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Re: Mikroskop

Krötenhocker, (vor 5987 Tagen) @ Jensen Nuda

Hallo Namensvetter,

ich würde grundsätzlich bei dem Budget zu einem trinokularen Einblick raten (vorrangig am Mikroskop) und dafür lieber in ein Gebrauchtgerät investieren, da über kurz oder lang die Funde auch mit Mikro-Fotos und ggf. Messungen der Sporen, Basidien, Asci, etc. veröffentlicht oder wenigstens zur Bestimmung herangezogen und dokumentiert werden sollen.
Dafür benötigt man dann eine ans Mikroskop adaptierte Kamera oder direkt eine Okularkamera im dritten Tubus (am besten sofort mit der nötigen Software zur Bilderfassung mit dem PC verbunden)
Was du dann nämlich nicht mehr benötigst, ist ein Okularmikrometer zum Messen, da man mit geeigneter Software einfacher und genauer am PC (Laptop) messen kann und das Mikroskop (genauer den Aufnahmemassstab mit den einzelnen Objektiven) nur noch mit einem Objektmikrometer einmalig eichen muß. (Und das leiht dir bestimmt ein Pilzler in deiner Umgebung, denn Eichen mußt du vor dem Messen so oder so)

VG, Jens

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Re: Mikroskop

Gelbfieber, (vor 5987 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo und guten Abend Jens,

der dritte Tubus ist OK aber ein Okularmikrometer ist zwingend erforderlich! Laß mal was mit der Software sein oder der PC spinnt – was machst du dann? Mit Okularmikrometer ist das Mikroskop immer einsatzbereit sprich, man kann Messungen „in alter Form“ direkt am Mikroskop tätigen.

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: Mikroskop

Krötenhocker, (vor 5986 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Uschi,

durch die Alternativen, die wir bei PC/Laptop, Axiovision/Jens-Rüdigs-Prog haben, wäre ein Ausfall einer Komponte erstmal egal. Sollte mehr ausfallen, wäre zumindest ich gezwungen, schon aus beruflichen Gründen, alles wieder ans Laufen zu kriegen und dann liefe auch das pilzliche automatisch wieder.
Also "zwingend" galt und gilt für mich deshalb heutzutage überhaupt nicht.
Ich bin da eher der Sicherheitsdenker in anderer Richtung. Als Beispiel: die Kamera, die ich gerade an das Stereomikrospop versuche zu adaptieren, ist in etwa baugleich(definitiv aber austauschbar) mit der Kamera, die ich für meine Mikroskopfotos installiert habe.
Ich habe also fast überall Ersatzsoftware oder Ersatzhardware.

Wann hast du denn (ganz ehrlich!) das letzte Mal mit deinem Okularmikrometer gearbeitet?

Übrigenz, wenn bei dir irgendwo in Hinterpusemukkel wirklich mal alles ausfällt und du dein Okularmikrometer einsetzen möchtest, wirst du feststellen, dass man ohne Objektmikrometer auch nicht weiter kommt, denn die alte Eichtabelle war im Pc und das Objektmikrometer liegt zu Hause in der Schublade, jedenfalls nach Murphy.

VG, Jens

P.s.: hatte ganz die WM vergessen und deshalb dauert das Update noch ein wenig länger.

Hallo und guten Abend Jens,
der dritte Tubus ist OK aber ein Okularmikrometer ist zwingend erforderlich!
Laß mal was mit der Software sein oder der PC spinnt – was machst du dann?
Mit Okularmikrometer ist das Mikroskop immer einsatzbereit sprich, man
kann Messungen „in alter Form“ direkt am Mikroskop tätigen.
Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: Mikroskop

Gelbfieber, (vor 5986 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo und guten Tag Jens,

Wann hast du denn (ganz ehrlich!) das letzte Mal mit deinem Okularmikrometer
gearbeitet?

täglich mache ich etliche Präparate und messe alle zunächst am Mikroskop (Okularmikrometer) um einen Überblick zu bekommen.

Übrigenz, wenn bei dir irgendwo in Hinterpusemukkel wirklich mal alles
ausfällt und du dein Okularmikrometer einsetzen möchtest, wirst du
feststellen, dass man ohne Objektmikrometer auch nicht weiter kommt, denn die
alte Eichtabelle war im Pc und das Objektmikrometer liegt zu Hause in der
Schublade, jedenfalls nach Murphy.

Mein Okularmikrometer ist geeicht, die Tabelle habe ich auf dem Sockel des Mikroskops geklebt so das ich die Werte sofort ablesen kann. Eine Kopie davon ist noch unter dem Sockel und in meinen Unterlagen für das Mikroskop – so kommt nichts weg ;-)

Ein Mikroskop ohne Okularmikrometer ist für mich undenkbar!

hatte ganz die WM vergessen und deshalb dauert das Update noch ein wenig länger.

Heute sind eh nur „unwichtige“ Spiele ;-)

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: Mikroskop

Krötenhocker, (vor 5986 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Uschi,

jetzt wo ich es nochmal lese, nur damit das nicht falsch verstanden wird:

Mit "bei dir igendwo in Hinterpusemukkel" meinte ich natürlich nicht dein Zuhause, sondern selbsverständlich irgendwo am Arsch der Welt auf Exkursion. Aber ich nehme mal an, du hast das auch so richtig verstanden.

Mein Okularmikrometer ist geeicht, die Tabelle habe ich auf dem Sockel des
Mikroskops geklebt so das ich die Werte sofort ablesen kann. Eine Kopie
davon ist noch unter dem Sockel und in meinen Unterlagen für das Mikroskop
– so kommt nichts weg ;-)

Na dann! Vielleicht sollten sich die Erbauer von Kernkraftwerken hinsichtlich der Sicherheitsstrategie an dir ein Beispiel nehmen ;-)

Ein Mikroskop ohne Okularmikrometer ist für mich undenkbar!

Da ich aufgrund der Dokumentation meiner Funde sowieso die Mikrofotos mache, ist meine Strategie vielleicht grundsätzlich anders. Zumal ich nicht gut im Kopfrechnen bin und somit auch keinen ersten Überblick über die Sporenabmessungen erhielte. Und ob die Sporen besonders groß oder klein sind, ist mit ein wenig Erfahrung auch so optisch auszumachen.
Das Fotographieren am Mikro geht ja sehr schnell. Ich mache einfach wild hier und da Sporenfotos. Einfach so viele, dass ich in jedem Fall genug richtig liegende Sporen fotografiert habe und immer auch welche das Ornament zeigen. Natürlich fotografiere ich auch Basidien, HDS, usw. Und wenn ich dann nicht direkt die Aufsammlungen auswerten und bestimmen kann, geht das mit meiner Methode eben auch am nächsten Tag oder noch später.
Oft benötige ich allerdings mit den vorhanden Daten dann trotzdem noch sehr lange, bis ich zu einer Bestimmung gelange, da mir einfach das Wissen fehlt und ich mich erstmal durch alle Schlüssel und weitere Literatur quälen muß. So jüngst geschehen bei Kuehneromyces lignicola und Lichenomphalia umbellifera (ohne Internet in Schweden). Wenn man sie dann einmal bestimmt hat.... Aber bis dahin!
Und für die Schlüssel, z.B. bei Gröger (Teil 1 (weiß jemand, ob und wann man mit Teil 2 rechnen kann)) benötige ich doch oft schon schnell den Q-Wert und es wird oft sogar Qm mit angegeben. Diese Werte berechne ich aber zum Glück alle mit meinem Prog und kann so direkt für mich sinnvoll schlüsseln. Dafür benötige ich aber auch schon direkt genug Messwerte.

Übrigens, bei den beiden oben genannten Arten hatte ich mich schon auf der Liege von "Dr. Gminder" oder "Dr. Pätzold" gesehen, da ich das Gefühl hatte, ich hätte noch grundlegende Wissenslücken. Ich hatte aber (zu meiner Entschuldigung) auch nicht alle Literatur mit.

So, ich mach jetzt mit meinem Prog weiter....

VG, Jens

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Auch meine Strategie ist ähnlich

arysch, (vor 5986 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Jens,
Du sprichst aus meinem Herzen :-)
Ich mache auch zuerst viele Mikrofotos und die Auswertung folgt dann meistens erst in den nächsten Tagen. Dazu benenne ich die Fotos schon beim Mikrofotografieren passend, z. B: "Russula_mikro_Sporen_Melzer_A640_40x4.jpg", was hier folgendes bedeutet: Russula, Mikrofoto, Sporen in Melzers Reagenz, PowerShot A640, Mikroskopobjektiv 40x, digitale Vergrößerung 4x. Im Jens-Rudigs-Makroaufmaßprogramm habe ich die vorkofigurierten Definitionen parat (hier 40-ger Objektiv mit 4-facher Vergrößerung, man braucht dann kein Eichen einer Teststrecke mehr) und so kann ich die Messung in einer freien Zeit angehen. Das Ausmessen der Mikrofotos ist dann eine für sich angenehme Beschäftigung. Das Eichen/Vorkofigurieren einer Mikro-Testsstrecke sollte man allerdings ab und zu als qualitätssichernde Maßnahme durchführen (und natürlich nach dem Kamera/Objektivtausch) - bei mir mache ich es ca. 1x im Jahr, bisher habe ich aber kaum Unterschiede festgestellt.
Herzliche Grüße
Artur

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Re: Auch meine Strategie ist ähnlich

Der Juergen, (vor 5986 Tagen) @ arysch

Hallo Artur,

mir mache ich es ca. 1x im Jahr, bisher habe ich aber _kaum Unterschiede_
festgestellt.

*g* die Wortkombination "kaum Unterschiede" ruft bei Wissenschaftlern allergische Reaktionen aus. Es darf KEINEN Unterschied ausmachen (oder zumindest "vernachlässigbar klein").

Da ich ja jeden gotzigen Pilz gründlich durchmikroskopiere und, soweit es die Zeit zulässt, komplett dokumentiere, halte ich mich auch nicht mehr mit Messungen per Okular & Auge auf, sondern mach alles per Software am Bildschirm. Solange man keine Änderung am Equipment vornimmt, und die Kalibrier-Fotos parat hat (mit denen man von Zeit zu Zeit das Messprogramm überpfüfen kann, dürfte da kaum was schief gehen. Aber ich habe mein Messokular natürlich auch noch ... so für nach dem Atomkrieg, wenns keinen Strom mehr gibt und in meinem Atombunker im Sekretär (abgeschlossene Geheimschublade) liegt der Zettel, auf dem die umgerechnete Skalierung steht *gg*

Grüßle
Juergen

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Re: Auch meine Strategie ist ähnlich

Ulysses, (vor 5986 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Juergen,

so für nach dem Atomkrieg, wenns keinen
Strom mehr gibt

Da dürfte es aber mit Mikroskopieren auch schlecht ausschauen - oder hast du eins mit Spiegel zur Benutzung bei Sonnenlicht ;-)

Schöne Grüße,
Ulysses

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Re: Auch meine Strategie ist ähnlich

Gábor, (vor 5986 Tagen) @ arysch

Hallo Artur,

wenn ich mich auch mal kurz einklinken darf, denn womöglich verstehe ich da etwas falsch.

Einmalig habe ich nach dem Kauf mein Mikroskop mit allen mir verfügbaren Objektiven kalibriert.
Dann habe ich mir kürzlich eine Okularkamera mit 3.1 MP gegönnt.
Da ist die Vermessungsoftware gleich mit dabei gewesen.
Hier übergibt man der Software einfach nur einen Umrechnungsfaktor als Grundlage für die Vermessung und gut ist.

Das olle Okular mit der Messkala wirft man nun aber auch nicht gleich weg. Es nimmt ja auch nur wenig Platz ein und liegt immer griffbereit bei den anderen Mikro-Utensilien.

Da ich mit meiner Canon Powershot + Adapter immer noch die wesentlich besseren Fotos z.B. für ein Stacking machen kann, nehme ich zwischendurch mal die Okularmessskala zur Hand, damit ich überhaupt wieder einen Massstab habe.

Gelegentlich neigen aber Akademiker auch dazu, Sachverhalte unnötig zu atomisieren :-)

LG, Gábor

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ZU: "und gut ist"

Krötenhocker, (vor 5986 Tagen) @ Gábor

Hallo Gabor,

wenn ich mich auch mal kurz einklinken darf, denn womöglich verstehe ich da
etwas falsch.
Einmalig habe ich nach dem Kauf mein Mikroskop mit allen mir verfügbaren
Objektiven kalibriert.
Dann habe ich mir kürzlich eine Okularkamera mit 3.1 MP gegönnt.
Da ist die Vermessungsoftware gleich mit dabei gewesen.
Hier übergibt man der Software einfach nur einen Umrechnungsfaktor als
Grundlage für die Vermessung und gut ist.

Als echte Eichung kann hier doch eigentlich nur das Abfotografieren des Objektmikrometers in der jeweils verwendeten Zusammenstellung (Mikroskop-Objektiv, Tubus, Kamera)als Vermessungsgrundlage dienen.
Wenn man mit einer handelsüblichen Digi-Kamera durchs Okular fotografiert, spielt auch der Abstand Okular bis Kameralinse und die jeweils eingestelle Vergrößerung an der Kamera eine Rolle. Man muß gewährleisten, dass diese Einstellungen nach dem Abfotografieren des Objektmikrometers immer wieder gleich sind und da auch die Digi-Kameras womöglich irgendwann Spiel im System bekommen könnten, ist eine gelegentliche Nachkontrolle in jedem Fall sinnvoll.
Vergleiche doch einfach mal deine "und gut ist"-Einstellung durch Umrechnungsfaktor mit einem Foto des Objektmikrometers.

Das olle Okular mit der Messkala wirft man nun aber auch nicht gleich weg. Es
nimmt ja auch nur wenig Platz ein und liegt immer griffbereit bei den
anderen Mikro-Utensilien.
Da ich mit meiner Canon Powershot + Adapter immer noch die wesentlich
besseren Fotos z.B. für ein Stacking machen kann, nehme ich zwischendurch
mal die Okularmessskala zur Hand, damit ich überhaupt wieder einen
Massstab habe.
Gelegentlich neigen aber Akademiker auch dazu, Sachverhalte unnötig zu
atomisieren :-)

Ich bin kein echter Akademiker, aber ich sehe trotzdem nur eine echte Eichung mit späteren Kontrollen als solide Grundlage, spätestens wenn man seine Messwerte mal veröffentlichen will.

Ich habe mir übrigens über ebay letzlich noch ein weiteres Objektmikrometer (ca. 25 EUR) gekauft, weil ich meinem günstig ersteigerten nicht recht getraut habe (manchmal kleinere Werte als in der Lit. angegeben). Es hat sich herausgestellt, dass beide Objektmikrometer (verschiedene Hersteller) völlig gleich vom Massstab waren. Man kann also bedenkenlos auch das günstige OM kaufen. Und bei Bedarf suche ich gerne nochmal die Adresse des ebay-Anbieters heraus.

VG, Jens

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Re: ZU: "und gut ist"

Villinger_hvi, (vor 5986 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Jens,

Als echte Eichung kann hier doch eigentlich nur das Abfotografieren des

Geeicht wäre es wenn es bei der Physikalisch Technischen Bundesanstalt in Braunschweig war.

Die meisten Leute hier werden ihre Software oder Messeinrichtungen eher Kalibrieren ;-)

Nicht böse gemeint gelle.

Ansonsten sehe ich es auch so, das eine Kalibrierung regelmässig wiederholt werden muss.

Möglicherweise ist aber der Messfehler wegen mangelnder Neukalibrierung kleiner als die Streuung von z.B. Sporengrößen.

LG, Harry

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Re: ZU: "und gut ist"

Krötenhocker, (vor 5986 Tagen) @ Villinger_hvi

Hallo Harry,

Geeicht wäre es wenn es bei der Physikalisch Technischen Bundesanstalt in
Braunschweig war.
Die meisten Leute hier werden ihre Software oder Messeinrichtungen eher
Kalibrieren ;-)

hast natürlich recht.

Ansonsten sehe ich es auch so, das eine Kalibrierung regelmässig wiederholt
werden muss.
Möglicherweise ist aber der Messfehler wegen mangelnder Neukalibrierung
kleiner als die Streuung von z.B. Sporengrößen.

Die Streuung der Sporengrößen will ich ja ermitteln. Die würde jeder Messfehler
durch mangelnde Kalibrierung ja nur nach oben, bzw. nur nach unten verfälschen. Wohingegen der Messfehler durch die maximal mögliche Messgenauigkeit mit dem Lichtmikroskop von ca. 0,2 µm pro Messung nach oben oder unten ausfallen kann und sich womöglich im günstigsten Fall dadurch zum Teil aufhebt.

VG, Jens

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Re: ZU: "und gut ist"

Wolfgang P., (vor 5985 Tagen) @ Villinger_hvi

Ansonsten sehe ich es auch so, das eine Kalibrierung regelmässig wiederholt
werden muss.

Wenn Du z.B. eine Original-Kamera von Olympus kaufst und mit dem Original-Adapter von Olympus an den Trinotubus anschliesst, kannst Du inzwischen in der neuen Olympus-Software auf eine Kalibrierung komplett verzichten: der Faktor ist eh' 1,00. So genau kennen die Hersteller inzwischen ihren Strahlengang, und der darf sich auch mit den Jahren nicht verändern, das hätte weitaus unangenehmere Folgen als eine Dekalibrierung des Maßstabes.

Ich hab' nach 10 Jahren mal mein Okularmikrometer neu vermessen, der Faktor war immer noch 1,00.

Grüße,

Wolfgang

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Re: ZU: "und gut ist"

Gábor, (vor 5986 Tagen) @ Krötenhocker

Wenn man mit einer handelsüblichen Digi-Kamera durchs Okular fotografiert,
spielt auch der Abstand Okular bis Kameralinse und die jeweils eingestelle
Vergrößerung an der Kamera eine Rolle. Man muß gewährleisten, dass diese
Einstellungen nach dem Abfotografieren des Objektmikrometers immer wieder
gleich sind und da auch die Digi-Kameras womöglich irgendwann Spiel im
System bekommen könnten, ist eine gelegentliche Nachkontrolle in jedem
Fall sinnvoll.

-----

Hallo Jens,

etwas verstehe ich hier offenbar immer noch nicht ganz.

wenn ich mein Mikroskop richtig kalibriert habe, d.h. zu jedem Objektiv den tatsächlichen Umrechnungsfaktor ermittelt habe, sollte das doch bei späteren Fotos völlig ausreichen.
Denn ich fotografiere ja schließlich durch das Messokular mit der Skala.
Da sollte es doch unerheblich sein, wie weit ich von dem Okular entfernt bin oder welchen Zoomfaktor ich nehme.
Denn zoome ich näher heran, müsste sich doch das Motiv samt meiner Messskala im selben Verhältnis vergrößern und sich nicht irgendwie gegeneinander verschieben.
Und wenn ich meine kalibrierte Messskala habe, habe ich doch alles was ich brauche, oder?

LG, Gábor

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Re: ZU: "und gut ist"

arysch, (vor 5985 Tagen) @ Gábor

Hallo Gabor,
es liegt wahrscheinlich ein Mißverständnis vor. Wenn die Kalibrierung stattgefunden hatte, ist für das Fotografieren durch das Okular nur dann alles egal, wenn man die Fotos immer wieder mit der abfotografierten Skala vergleicht. Das kann natürlich mühsam sein.

Allerdings ist es doch viel bequemer, diese Skala zu übersehen (beim Trinotubus sieht man diese Skala ohnehin nicht) und in einem Makroaufmassprogramm einfach mit der Maus zwei Punkte abzugreifen und sofort die Entfernung zwischen diesen Punkten abzulesen. Siehe http://ruedig.de/tmp/messprogramm.htm (und weiter auf "Screenshots" und "Bearbeitete Bilder"). Dazu bedarf es einer Referenzmessung - in dem Falle bedeutet das den Abgleich zwischen einer Referenzstrecke in der Wirklichkeit (also abgelesen auf dem Präparat) und der gleichen Strecke auf dem Bild - dieser Abgleich ist von den Faktoren Kamerazoom, Mikroskopobjektivvergrößerung und Kameraentfernung abhängig. Ich persönlich habe einige (ca. 10) verschiedene Referenzmessungen abgespeichert (ich sollte nun mit höchstens 10 verschiedenen Einstellungen meiner Kamera fotografieren) und nach Bedarf wähle ich diese beim Messen in den Mikrofotos. Beim Fotografieren benenne ich nun die Fotos so, dass ich dann beim Messen sofort die richtige "Referenzstrecke" auswählen kann.

Sollte allerdings irgendwann zu einer Änderung in der Zusammenstellung der Komponenten Mikroskop/Kamera kommen (z. B. neue Kamera, anderes Mikroskop- oder Kameraobjektiv, Kalibrierung, Entfernung der Kamera im Trinotubus usw.), dann sollten die Referenzmessungen neu gemacht werden (oder zumindest überprüft werden).

Gruß, Artur.

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Re: ZU: "und gut ist"

Gábor, (vor 5985 Tagen) @ arysch

Hallo Artur,

vielend Dank, dann mache ich das ja ganz ähnlich.
Nur dass ich es mir dadurch etwas einfacher mache, dass ich mir jeweils ein Teilstück der entsprechenden Skala (also das der verwendeten Vergrößerung) auf einem separaten Layer mit abspeichere.
Dann kann ich beliebige Ausschnitte aus dem Ganzen nach Wunsch skalieren und mein kleines (und kalibriertes) Skalenstück passt sich im Hintergrund immer mit an.

LG, Gábotr

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Re: ZU: "und gut ist"

Der Juergen, (vor 5985 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor,

die abfotografierte Messokular-Skala auf einem extra Layer ist schon ein bisschen umständlich. Wie wäre diese Möglichkeit:

- Maßstabsbalken oder Maßstabs-Skala auf einem extra Layer

Du kannst die Maßstabsbalken einmal selbst kreieren (in Photoshop) und hast sie in einer extra Datei für alle verschiedenen Vergrößerungen bereit. Maßstabsbalken habe ich früher in Axiovision gemacht, das war mir mit der Zeit zu umständlich; jetzt ziehe ich den in Photoshop gezeichneten Maßstabsbalken aus meiner Maßstab-Datei einfach ins neue Foto hinein und plaziere ihn - geht viel schneller als Axiovion aufzurufen, außerdem ist der Balken auf einem extra Layer. Vorraussetzung für die Prozedur:

- Alles muss kalibriert sein, d.h. Die Bildgröße der Mikrofotos muss immer gleich sein, und die Mikrofotos müssen alle mit der gleichen Brennweite gemacht sein.

Wenn da alles passt, braucht man kein Messokular mehr.

Grüßle
Juergen

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Re: ZU: "und gut ist"

Gábor, (vor 5985 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen,

vielen Dank, ich denke das mit dem selbstkreierten Massstabsbalken auf separatem Layer mache ich ebenso.
Allein um diesen tatsächlich richtig zu skalieren, bedarf es eines Ausschnittes der tatsächlichen Messkala zum Drunterlegen.
Das habe ich dann natürlich auch schon für verschiedene Vergrößerungen alles parat und ziehe sie bei Bedarf auf die Neuen Mikroaufnahmen.

LG, Gábor

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Re: ZU: "und gut ist"

Der Juergen, (vor 5985 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor,

Allein um diesen tatsächlich richtig zu skalieren, bedarf es eines
Ausschnittes der tatsächlichen Messkala zum Drunterlegen.

Das stimmt; jetzt habe ich kapiert, wie du das meinst. Diesen Messvorgang (kalibrieren) habe ich aber für jedes Objektiv nur einmal gemacht, und danach das Messokular (Plättchen) aus meinem (Foto)Okular entfernt. Da ich - im Gegensatz zu Dir - immer mit der gleichen Brennweite fotografiere, kann ich mich auf meine Kalibrierung verlassen, und muss keinen Vergleichsmaßstab mehr hernehmen. Bei meiner Konstellation habe ich das Glück, dass ich mit Weitwinkel das ganze Sichtfeld des Okulars einfangen kann; ich MUSS nicht "hineinzoomen".

Grüßle
Juergen

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Re: ZU: "und gut ist"

Gábor, (vor 5985 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Juergen,

durch viele Vergleiche habe ich zumindest bei meinem Equipment festgestellt, dass das Hineinzoomen insbesondere bei ornamentierten Sporen eine Leistungssteigerung mit sich bringt, auch wenn ich mir dies nicht so recht erklären kann.

Und weil ich hier viel experimentiere, habe ich stets so ein Schnipsel auf einem Extra-Layer von der jeweiligen Messskala mit dabei.
Nur so zur Sicherheit und es frisst ja auch kein Brot :-)

Allein die Projektdatei ist dann halt etwas größer...

LG, Gábor

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Re: ZU: "und gut ist"

Krötenhocker, (vor 5983 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor,

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Hallo Jens,
etwas verstehe ich hier offenbar immer noch nicht ganz.
wenn ich mein Mikroskop richtig kalibriert habe, d.h. zu jedem Objektiv den
tatsächlichen Umrechnungsfaktor ermittelt habe, sollte das doch bei
späteren Fotos völlig ausreichen.
Denn ich fotografiere ja schließlich durch das Messokular mit der Skala.
Da sollte es doch unerheblich sein, wie weit ich von dem Okular entfernt bin
oder welchen Zoomfaktor ich nehme.
Denn zoome ich näher heran, müsste sich doch das Motiv samt meiner Messskala
im selben Verhältnis vergrößern und sich nicht irgendwie gegeneinander
verschieben.
Und wenn ich meine kalibrierte Messskala habe, habe ich doch alles was ich
brauche, oder?

Ja, richtig. Nur etwas umständlich, da du jedesmal kalibrieren müsstest (natürlich nur für die Bildschirmvermessung (softwaregestützte Vermessung)
Was mit den erwähnten Programmen von Zeiss oder Jens Rüdig nicht nötig wäre.

VG, Jens, der eigentlich viel zu spät antwortet, aber vorher keine Zeit fand.

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Re: ZU: "und gut ist" *oT*

Gábor, (vor 5983 Tagen) @ Krötenhocker

- kein Text -

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Das war etwas zu schnell :-)

Gábor, (vor 5983 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Jens,

vielen Dank für Deine Anmerkungen.

Wenn ich es mir nun recht überlege, brauche ich die Software von Zeiss oder Herrn Rüdig eigentlich gar nicht.

Ich werde es mal ganz luxuriös mit AutoCad versuchen.
Da kann ich meine Vermassung auf einem separaten Layer vornehmen und Linienstärke, Textgröße, Position usw. völlig frei gestalten.
Hier ist dann sogar eine Anbindung an Excel für eine spätere Auswertung inclusive.

Das ist dann aber womöglich mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
Was dann aber im Grunde das Gleiche ist, wie Pilzfotos mit Photoshop nachzubearbeiten :-)

LG, Gábor

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Re: Das war etwas zu schnell :-)

Krötenhocker, (vor 5982 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor,

Eigentlich frage ich mich ja bei deiner Erkennungsrate sowieso, wofür du dir überhaupt ein Mikroskop angeschafft hast ;-)

Hier ist dann sogar eine Anbindung an Excel für eine spätere Auswertung
inclusive.
Das ist dann aber womöglich mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Wenn man sich das leisten kann oder vom Arbeitgeber gestellt bekommt, warum nicht? Dann die Werte in Gerd Fischers Excel Tabelle und alles ist klar.....

VG, Jens

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Re: Mikroskop

Wolfgang P., (vor 5985 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo,
ich finde die Diskussion interessant und wage eine Prognose:

nur noch ein paar Jährchen, dann geht die die Tendenz weg vom Trinokular zurück zum Monokular, an dem nur noch eine CCD-Kamera hängt.

Das bringt ein paar Prismen weniger im Strahlengang (was Geld spart und Licht bringt), für die Ersparnis kann man dann drei Schrittmotoren einbauen.

Der Feintrieb ist dann auf dem Maus-Rädchen, und das ganze Bild ist nur noch virtuell.

Das könnte mich dann mal dazu bringen, auf die alten Tage doch noch ein neues Mik zu kaufen, wenn dann mal der Rücken schmerzt und die Augen nicht mehr so mitmachen und ich alles besser auf einem 28-Zoll-Monitor betrachten kann...

Grüße,

Wolfgang

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Re: Mikroskop

Wolfgang P., (vor 5986 Tagen) @ Jensen Nuda

in Frankfurt fühlt man
sich nach wie vor wie im Treibhaus ;-)

Hallo Jens,

ich sehe jetzt gerade erst, dass Du aus Frankfurt kommst, also quasi "um die Ecke" von Mainz.

Wenn Du mal zu einem Treffen des Bingener Pilzvereines kommst, kannst Du verschiedene Mikroskope "im Live-Betrieb" der Pilzmikroskopie sehen.

Für morgen wird's vermutlich etwas knapp, aber die Treffen sind jeweils am 2. Samstag eines Monats.

Grüße,

Wolfgang