Hallo Thomas!
@Lothar: OK, das bedeutet offenbar die "alten" Werke wie B&K sind
da wohl kaum noch aktuell.
Es ist halt seit dem auch etwas Zeit vergangen. Seit 1984 sind noch ein paar zusätzliche Bestimmungskriterien dazugekommen wie eben die KOH-Reaktion ("plus" oder "minus" und deren Dauer), Hakenfrage, Endzellenbeurteilung, Ölgehalt).
Mollisien sind, bis auf ein paar Ausnahmen, nicht ganz einfach richtig zu bestimmen. Und diese Zeit sollte besser vorüber sein (siehe Zitat 1. Satz unter Bemerkung bei melaleuca in PdS).
Klasse find ich in diesem Zusammenhang Nordic
Macromycetes: "The species delimitation is, however, poorly
understood and a general survey is lacking". Wie steht es in
Deutschland?
Das aktuellste wird wohl Andreas` Mollisia-Schlüssel sein, ansonsten steht dem allgemeinem Forscherdrang bei dieser Gattung nichts im Wege (aber Vorsicht, man läuft leicht Gefahr durchzudrehen).
@Ingo: Also die Scheibchen sind tatsächlich K+ zitronengelb! Was heißt das
nun?
M.f. syn. Tapesia fusca?
Zumindest stehen die Chancen sehr gut: Becherhabitus mit fein abstehenden Endzellen an der Außenseite, Farbe der Jung-Apothezien, dichter Filz, Substrat liegende Astteile, langanhaltende intensive Gelbreaktion mit KOH passen sehr gut auf Mollisia fusca. Substrat Fichte ist sicherlich eine Fehlinterpretation.
Natürlich reicht diese Makro-Einschätzung lange nicht aus, um den Namen sicher zu vergeben. Der Rest, insbesondere Sporen (Größe, Form und Ölgehalt) müssen mindestens noch geprüft werden.
VG Ingo W