Re: gekalkter Wald
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich nach dem Kalken eines sauren
Fichtenwaldes Kalkbewohner einstellen. Denn da müssten zunächst einmal
Sporen von Kalkbewohnern da sein. Wo sollen die herkommen, wenn die
nächsten Kalkfichtenwälder mindestens 300 km Luftlinie weit weg sind?...
Genau in die Richtung ging meine Überlegung ja auch. Ist ja schließlich nicht so, dass da einer einen Schalter umlegt und plötzlich alle Kalkliebhaber, die vorher auf Standby im Boden gewartet haben, nach oben schießen.
Das mit den Netzis wundert mich allerdings schon etwas.
Dazu kommt, dass ich an den Wegrändern, da wo geschottert ist, immer mal wieder Kalkbewohner gefunden habe. Also sooo weit weg sind die Sporenlieferanten nicht.
Ich kenne von Bekannten Berichte, wo gutmeinende Schwiegereltern über die Ürlaubszeit einen Garten in Pflege bekommen haben und nicht nur peinlich genau jeden Stein von Moos befreit haben, sondern auch tapfer alle Beete mit Bärlauch und anderen Küchenkräutern gekalkt haben. Da wuchs dann auf Jahre hinaus erstmal nichts dergleichen mehr.
Wenn ich mir einen ähnlichen Effekt für das Ökosystem Wald vorstelle, wird mir ganz übel... 