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Re: ???

Andreas ⌂, (vor 5945 Tagen) 8.003 Beiträge @ DirkW

hallo wolfgang,
ich muss sagen, du sprichst mir wirklich aus der seele!
keine frage, dass biotopschutz die elementarste und wichtigste form des
pilzschutzes darstellt - aber ich staune immer wieder, wie seit jahren
auch aus berufenem munde bei dieser problematik auf div. studien
verwiesen, aber auch bei seltenen arten total ignoriert wird, dass
pilzfruchtkörper zur verbreitung der art da sind.
der allgegenwärtige vergleich mit den obstbäumen erscheint hier wenig
plausibel. ein apfelbaum ist schließlich keine rote liste-art ;-)
viele grüße
dirk

Hallo,

ich kann Wolfgangs und Dirks Ansicht nur beipflichten - auch wenn ich weiß, dass ich mich oft genug selbst nicht daran halte. Gerade als jemand, der viele Exkursionen mit anderen unternimmt ist der Konflikt zwischen "Zeigenwollen" und "Schützenwollen" ein sich immer wieder stellender Zwiespalt. Einerseits denke ich schon, dass je mehr Leute solche seltenen Pilze kennen (und erkennen) lernen, diese besser geschützt werden können (Biotope / Fruchtkörper werden nicht mehr so oft unerkannt vernichtet). Andererseits stimmt es natürlich auch, dass jeder gepflückte Fruchtkörper eine künstlich verkürzte Zeit zur Sporenfreisetzung hat. Das ist sicherlich für das Myzel am nämlichen Standort ohne Bedeutung, aber für die Fernausbreitung bzw. Besiedlung neuer Standorte ist das jedenfalls negativ. Wie stark das ins Gewicht fällt kann man nur raten, und sicherlich dürfte die Beeinträchtigung durch Mykologen recht gering sein, aber ein positiver Einfluss ist es jedenfalls nicht.

beste Grüße,
Andreas

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