Re: unscheinbares Becherchen
Hallo Ingo,
in meiner Diss. (Mainfranken) stelle ich A. spec. von einem Moosrest an Gebüschrand in Trinio-Caricetum humilis (Trockenrasen Kalk) vor, die dürfte nicht weit weg von laricina liegen. Über die Haare schreibe ich dort nichts (! - schlechte Arbeit)- der Text:
"Apothezien 0,8 mm, rund, mit konvexem, grauweißlichem Hymenium, undeutlich behaart, Asci vital 110-130/9,8-10,5(11,3) µm, IKI+bb, mit Haken, Sporen mit etlichen kleinen Öltropfen vor allem an den Polen und Septen, mäßig ölreich, im Ascus 4(-5)-zellig, frei (2)-4-(5-6)-zellig, 50-53(60)/2-2,3 µm"
In meiner Rhönarbeit beschreibe ich einen Fund an Kiefernzapfen als A. laricina: "Asci 105-130/10-12 µm, IKI+(blau), mit Haken. Sporen im Ascus parallel, 52-64/2-2,5 µm, gerade oder etwas gekrümmt, mit etlichen kleinen Guttulen um die 5 schwer sichtbaren Septen. Paraphysen zylindrisch-fädig, ohne Inhalt, apikal 1,5-2,3 µm breit. Randhaare apikal zylindrisch oder leicht angeschwollen, mehrfach septiert, oft mit amorph-granulären Exsudat-Auflagerungen, an der Basis etwas zwiebelartig angeschwollen (auf 6-8 µm), z.B. 72 µ lang."
Auch hier lassen die Gründlichkeit der Darstellung zu wünschen übrig (z.B. Septenzahl der Haare fehlt, nur eine Messung zur Haarlänge). Hier kann nur die in der Saison große Menge von Proben pro Tag als Entschuldigung dienen.
Soviel von mir - LG von
Lothar