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Kölner Allerlei vom Wochenende (14 Fotos) *PIC*

Gábor, (vor 5932 Tagen)

Hallo liebe Pilzfreunde,

es wird hier wohl noch ein Paar Tage dauern nach den kräftigen Regengüssen, bis es sich auch unter den Pilzen herumgesprochen hat.

Auf dem Grünstreifen in der Stadt fand ich allerdings schon diese Riesenbabys:
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Agaricus augustus (Riesenchampignon)

Zurzeit schadet es nicht, eine Schere beim Spazierengehen stets griffbereit zu haben:
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Marasmius oreades (Nelkenschwindling)
Bei mir wachsen sie zu Hunderten auf den Feldwegen neben den Maisfeldern.
Eine Schere ist hier meiner Erfahrung nach mit Abstand das bessere Erntewerkzeug.

Und jaaa, den kenne ich auch:
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Ein Dachpilz :-)

Auf alten Buchenstämmen finde ich stets dort, wo im Winter die dunkleren Artverwandten wachsen, diese hier:
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Pleurotus pulmonarius (Lungenseitling)

Nicht ganz so häufig hier bei mir finde ich den kleinen und geruchslosen Verwandten vom Schuppigen Porling:
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Polyporus tuberaster (Sklerotienporling)

Noch etwas ganz häufiges, aber dennoch schönes, wie ich finde:
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Rickenella fibula (Orangeroter Heftelnabeling)

Behangene Faserlinge, die in der Sonne bereits ziemlich kahl dastanden:
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Psathyrella candolleana

Extrem häufig zurzeit finde ich diesen Rübling:
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Collybia fusipes (Spindeliger Rübling)

Auf Pappelblättern diese roten Gallen:
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Daneben vielleicht noch ein Rostpilz?

Zwar ansich nichts ungewöhnliches, allein auf Laubholz fand ich ihn bislang noch nie:
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Lentinus lepideus (Schuppiger Sägeblättling)
Gefunden im reinen Laubwald mit Buche, Hainbuche und Eiche.

Dann wieder ein Täubling, der seine Richtfunkantenne dabei hatte:
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Früher einmal nannte ich den Russula parazurea (Blaugrüner Reiftäubling)
Der Geschmack war mild und die Guajak-Reaktion blieb lange bräunlich, bis sie nach ca. 10 min. ins dunkelgrüne umschlug.
Ansonsten wollte ich mich noch den Sporen und der HDS widmen.
Gefunden hat ihn übrigens Rainer Wald in einer schönen Lindenalle, wo bereits der nächste Schub Netzhexen schon in den Startlöchern wartete.

Unter alten Eichen auf sandigem Heideboden standen noch diese Täublinge mit mildem, süßlichen Geschmack:
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Russula vesca (Fleischroter Speise-Täubling)

Als Zugabe gibts noch diesen Tarnkappenbomber:
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Mimas tiliae (Lindenschwärmer)

Und zu guter Letzt noch diese freundliche Leihgabe von Hans Bender:
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Cossus cossus (Raupe des Weidenbohrers)
Die Raupe soll ja übrigens genauso riechen, wie unser Schneckling Hygrophorus cossus.
Oder war es dann doch umgekehrt :-)

Nachti,
Gábor

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Re: Kölner Allerlei vom Wochenende (14 Fotos)

Andreas ⌂, (vor 5932 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor

Auf alten Buchenstämmen finde ich stets dort, wo im Winter die dunkleren
Artverwandten wachsen, diese hier:
Pleurotus pulmonarius (Lungenseitling)

den hätte ich optisch als Austernseitling angesprochen. Nach welchen Gesichtspunkten hast Du den als Lungenseitling bestimmt?

Dann wieder ein Täubling, der seine Richtfunkantenne dabei hatte:
Früher einmal nannte ich den Russula parazurea (Blaugrüner Reiftäubling)
Der Geschmack war mild und die Guajak-Reaktion blieb lange bräunlich, bis sie
nach ca. 10 min. ins dunkelgrüne umschlug.
Ansonsten wollte ich mich noch den Sporen und der HDS widmen.
Gefunden hat ihn übrigens Rainer Wald in einer schönen Lindenalle, wo bereits
der nächste Schub Netzhexen schon in den Startlöchern wartete.

Unter Linde und dann noch auf basischem Boden - da würde ich mir mit Russula parazurea schwer tun. Vergleiche doch mal mit der neu beschriebenen Russula olivaceobrunnea Jurkeit 2009 (oder hies die doch brunneoolivacea?)

beste Grüße,
Andreas

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Re: Kölner Allerlei vom Wochenende (14 Fotos)

Gábor, (vor 5932 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

zum Glück lässt sich mit Zahnbürste im Mund noch gut tippen :-)

Normalerweise kommen die Seitlinge im Sommer zierlicher und viel heller daher.

Und weil mir das aber noch keiner hier schlüsig zu erklären vermochte, was denn nun diese sog. 'Sommerform' von P. ostreatus nun sein soll und weil ich auch bei den abgebildeten Fruchtkörpern im Unterschied zu Austernseitlingen leichten Anisgeruch wahrnahm - wie übrigens auch sonst immer bei diesen hellen Kollektionen im Sommer -, beschloß ich kurzerhand, diese P. pulmonarius zu nennen.

Und bei R. parazurea meinst Du dann vermutlich die, die es auf sandigen Heideböden z.B. unter Eichen geben kann, stimmts?

Nu aber husch-husch in die Heia!
LG, Gábor

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Re: Kölner Allerlei vom Wochenende (14 Fotos)

phragmobasidie, (vor 5932 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

Unter Linde und dann noch auf basischem Boden - da würde ich mir mit Russula
parazurea schwer tun. Vergleiche doch mal mit der neu beschriebenen
Russula olivaceobrunnea Jurkeit 2009 (oder hies die doch brunneoolivacea?)

die Art heißt plumbeobrunnea und ist nicht bereift

schöne Grüße
Robin

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Habe eben köstlich gelacht!

Thüringer-Holz, (vor 5930 Tagen) @ Andreas

beide Arten wären mir Neu! :o)

Klingt aber recht cool:
Russula olivaceobrunnea Gminder 2010
Russula brunneoolivacea Gminder 2010

Grüße in die Kernberge

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Re: Habe eben köstlich gelacht!

Gábor, (vor 5930 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hey Schef von de janze Täublinge :-)
Fällt Dir an meiner Russula vesca echt nix weiter auf?
Hehe...

LG, Gábor

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Russula vesca

Thüringer-Holz, (vor 5929 Tagen) @ Gábor

Hallo Gabor,
deine R.vesca erscheint mir typisch!
Was meinst du denn?

LG Felix

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Re: Russula vesca *PIC*

Andreas ⌂, (vor 5929 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo Gabor,
deine R.vesca erscheint mir typisch!
Was meinst du denn?
LG Felix

Hallo,

typisch schon - aber es war anscheinend nur ein Fruchtkörper da ;-))
In der Pilzflora Ba.-Wü. haben wir auch so ein Bild drin (nicht bei Russula vesca), hat glaub auch noch keiner gemerkt bisher *ggg*

Saubere Arbeit, Gábor!

beste Grüße,
Andreas

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A Hund......

Werner E., (vor 5929 Tagen) @ Andreas

Hallo,
typisch schon - aber es war anscheinend nur ein Fruchtkörper da ;-))
In der Pilzflora Ba.-Wü. haben wir auch so ein Bild drin (nicht bei Russula
vesca), hat glaub auch noch keiner gemerkt bisher *ggg*
Saubere Arbeit, Gábor!
beste Grüße,
Andreas

is er scho...., der Gabor !

Gruaß aus München, Werner

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Re: Russula vesca

Gábor, (vor 5929 Tagen) @ Andreas

Hi Andreas,

es war tatsächlich nur ein Fruchtkörper vorhanden.
Ich fand diesen aber recht fotogen - trotz der vielen Fotos, die ich bereits von R. vesca gemacht habe.
Das kleine am Hut klebende Blattfragment habe ich links noch wegretuschiert.
Aber für die leicht aufgerollte Huthaut dadrunter hatte ich keine Lust mehr.
Sehr gut hingeschaut :-)

LG, Gábor

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Re: A Hund......

Gábor, (vor 5929 Tagen) @ Werner E.

Servus Werner,

so extrem wie jetzt habe ich bislang noch nicht retuschiert.
Bisher beschränkte sich die Retusche auf das Entfernen von kleineren störenden Krümelchen, Ästchen oder Fichtennadeln.
Weil ob ich das direkt vor Ort entferne oder später softwaretechnisch zuhause, bleibt an sich gleich.

Nur dass ich so deutlich schneller vorankomme und mehr Bilder machen kann, wenn ich Draußen unterwegs bin...

Vielleicht äußern sich ja noch einige bekennende Retuschierer hier im Forum.
Außer Andreas natürlich, der sich ja bereits geoutet hat :-)

LG, Gábor