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grundsätzliche Frage

Klaus, (vor 9175 Tagen)

Hallo,

ich habe da mal eine grundsätzliche Frage:
Bildet das Mycel nur einmal pro Jahr seine Fruchtkörper aus und hat damit "sein Pulver verschossen" oder kommt es in mehreren "Schüben" zur Ausbringung der Fruchtkörper? Oder ist dies von Pilz zu Pilz unterschiedlich?

Weiß jemand, ob es giftige Doppelgänger zum Rehbraunen Dachpilz gibt? Wie ist dieser geschmacklich einzuschätzen. Habe nämlich sehr viele davon entdeckt, aber bisher stehenlassen.

Gruss, Klaus

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Re: grundsätzliche Frage

Mine-o, (vor 9174 Tagen) @ Klaus

Hallo,
ich habe da mal eine grundsätzliche Frage: Bildet das Mycel nur einmal pro
Jahr seine Fruchtkörper aus und hat damit "sein Pulver
verschossen" oder kommt es in mehreren "Schüben" zur
Ausbringung der Fruchtkörper? Oder ist dies von Pilz zu Pilz
unterschiedlich?
Weiß jemand, ob es giftige Doppelgänger zum Rehbraunen Dachpilz gibt? Wie ist
dieser geschmacklich einzuschätzen. Habe nämlich sehr viele davon
entdeckt, aber bisher stehenlassen.
Gruss, Klaus

Hallo Klaus,

Die meisten Pilze bringen je nach Witterrung mehrmals jährlich ihre Fruchtkörper aus (z.B. Steinpilze, Täublinge, Maronen, etc.). Aber es gibt sicherlich auch welche, die dies streng einmal im Jahr betreiben (da hätte ich z.B. die Krause Glucke im Verdacht). Andererseits gibt es meiner Meinung nach auch Mycele, die in einigen Jahren gar keine Fruchtkörper austreiben (hier könnte meiner Meinung nach der Pfifferling dazugehören), wenn das Wetter nicht passt.

Gruß Meino

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Re: grundsätzliche Frage

Thomas Pruß, (vor 9173 Tagen) @ Mine-o

Moin Klaus,
elfi hat ja schon ein paar Doppelgänger des Rehbraunen Dachpilzes genannt. Aber auch mit dem Breitblättrigen Rübling kann man ihn verwechseln. Der ist zwar nicht gerade giftig, schmeckt aber scheußlich.
Zu Meinos Annahme, dass die Krause Glucke nur einmal im Jahr fruktifiziert: Der Verdacht erhärtet sich nicht, denn ich habe schon mehrmals hintereinander an ein und der selben Stelle K. G.s gefunden. Die Fruchtkörper wachsen auch nach, wenn man sie abschneidet.
Grüsslis
Thomas

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Re: grundsätzliche Frage

Mine-O, (vor 9173 Tagen) @ Thomas Pruß

Moin Klaus,
elfi hat ja schon ein paar Doppelgänger des Rehbraunen Dachpilzes genannt.
Aber auch mit dem Breitblättrigen Rübling kann man ihn verwechseln. Der
ist zwar nicht gerade giftig, schmeckt aber scheußlich.
Zu Meinos Annahme, dass die Krause Glucke nur einmal im Jahr fruktifiziert:
Der Verdacht erhärtet sich nicht, denn ich habe schon mehrmals
hintereinander an ein und der selben Stelle K. G.s gefunden. Die
Fruchtkörper wachsen auch nach, wenn man sie abschneidet.
Grüsslis
Thomas

Moin, Thomas.

Wenn Deine Krause Glucke immer nachwächst und Du immer schön nachernten kannst, heißt das ja nicht zwangsläufig, daß sie mehrmals jährlich fruktifiziert. Es sieht doch vielmehr so aus, daß der Fruchtkörper dieses Pilzes über einen längeren Zeitraum ausgebildet wird und bleibt. Oder hast Du schon beobachtet, daß einem Ort wo Du eine KG gefunden hattest, innerhalb eines Jahres zwischendurch gar nichts mehr von ihr zu sehen war, und sie dann ERNEUT fruktifizierte?

Gruß Meino

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Re: grundsätzliche Frage

elfi ⌂, (vor 9174 Tagen) @ Klaus

Hallo,
Weiß jemand, ob es giftige Doppelgänger zum Rehbraunen Dachpilz gibt? Wie ist
dieser geschmacklich einzuschätzen. Habe nämlich sehr viele davon
entdeckt, aber bisher stehenlassen.

Hallo Klaus,
den rehbraunen Dachpilz Pluteus cervinus (essbar, aber geschmacklich nicht empfehlenswert) kann man mit anderen Dachpilzen verwechseln:
Schwarzschneidiger Dachpilz P. nigrofloccosus (essbar)

Seidiger Dachpilz P. petasatus (essbar)

Grauer Dachpilz P. salicinus (giftig, enthält Psilocybin) zu erkennen an blaugrünen Verfärbungen am Stiel (doch nicht immer vorhanden!)

Grüße
elfi

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Re: grundsätzliche Frage

Christoph ⌂, (vor 9173 Tagen) @ elfi

Hallo zusammen,

die eigentlichen Doppelgänger des Rhebraunen Dachpilzes sind Pluteus primus (der Frühe Dachpilz) und Pluteus pouzarianus.
Ersterer ist zeimlich groß, hat überall Schnallen und wächst vornehmlich im zeitigen Frühjahr,
letzterer wächst an Nadelholz (Pluteus cervinus an Laubholz) und hat ebenfalls Schnallen, währned der Rehbraune Dachpilz an Laubholz wächst und keinerlei Shcnallen hat.
Das läuft aber bei den meisten eh als Sammelart "Rehbrauner Dachpilz"...

Mykophagentechnisch ist vor allem der Breitblattrübling zu verwechseln, wie schon geschrieben wurde.
Hab selber schon Rehbraune Dachpilze im Reingericht probiert (man ist ja neugierig). Mein Fazit: lohnt sich weder geschmacklich noch von der Konsistenz. Nehme ich nicht mal zum füllen eines Mischgerichts (höchstens mal einen, wenn er sehr knackig ist... aber eigentlich lohnt sich es dann auch nicht).

Soweit ich informiert bin, müsste man vom Grauen Dachpilz kiloweise futtern, bevor man das Gift merkt... da er kaum was enthalten soll.... weiß wer mehr dazu?

Ciao, Christoph

Hallo Klaus,
den rehbraunen Dachpilz Pluteus cervinus (essbar, aber geschmacklich nicht
empfehlenswert) kann man mit anderen Dachpilzen verwechseln:
Schwarzschneidiger Dachpilz P. nigrofloccosus (essbar)
Seidiger Dachpilz P. petasatus (essbar)
Grauer Dachpilz P. salicinus (giftig, enthält Psilocybin) zu erkennen an
blaugrünen Verfärbungen am Stiel (doch nicht immer vorhanden!)
Grüße
elfi