Re: Neue, Seltene und nicht so seltene Amaniten 16
Hallo Rudi,
Melde mich zurück aus dem Bayerwald.
Na, übermorgen werde ich ja dort sein, mal sehen wie sich die Schwammerla seit der letzten Woche entwickelt haben. Bei uns auf Kalk lässt alles schwer nach derzeit.
Erstmal ein vermutlicher Neufund für Deutschland,
Amanita spadicea, der Nattern-Streifling:
Muss ich Dich enttäuschen, den hatte ich 2008 oder 2007 schon im Hainich.
hier mal was häufiges, A. battarreae, der Zweifarbige Streifling:
hier derselbe, in uni:
An den unifarbenen battarrae mag ich nicht so recht glauben. Die Volva passt auch nicht dazu. Ich denke, dass ist was anderes, vielleicht ausgewaschene submembranacea.
Nach den Mikromerkmalen sollte das A. beckeri, der Hellflockige Streifling
sein, auch wenn er etwas braun ausgefallen ist:
Ja, eindeutig. Ich hab die Art zusammen mit Hupi 2006 in Jena gefunden und kenne sie auch aus dem Schönbuch, sowie von Georgs Kaiserlingsplatz bei Pforzheim. Hier der Fund aus Jena:
http://www.huperzia.de/Natur/Pilze/P158.jpg
dann kommt A. fraudulenta, (= A. lividopallescens, var. tigrina), die
genatterte Form vom Ockergrauen RiesenStreifling:
Heißt korrekterweise Amanita subfraudulenta, weil fraudulenta von CONTU (mal wieder) nicht regelkonform publiziert wurde. Die Art hat elliptische Sporen, während lividopallescens globose hat. Die sind also nicht wirklich so nahe verwandt.
Auch dieser hat Konjunktur, der Grüne Knolli, A. phalloides:
unglaublich häufig dieses Jahr um Jena! Statt einzelner Exemplare die man alle paar Jahre mal zu Gesicht bekomt stehen heute an vielen Stellen Dutzende Exemplare, oft mehrere hundert in einem Waldstück!
beste Grüße,
Andreas