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Warnung vor dem Sachsenkiller *PIC*

Ingo, (vor 5911 Tagen)

Hallo Forum,

kennt ihr eigentlich schon den SACHSENTÖTER?

Hier das Fahndungsfoto...

[image]

…und ein netter Bericht des lokalen Pilzsachverständigen dazu.

Wer sachdienliche Hinweise vorzubringen hat, oder dem Übeltäter in letzter Zeit
begegnet ist, der melde sich bitte umgehend beim zuständigen PSV. ;-))

Ich find’ es jedenfalls ganz witzig, was sich über die Zeit für Legenden einbürgern.
Die besagte hat sicher ihren Ursprung in DDR Zeiten, als die Südostdeutschen
Mitbürger noch vermehrt Urlaub in der Oderregion machten, und dort Nahrungsergänzung
betrieben hatten.
Ob und wie viele tödliche Vergiftungsfälle mit Panthern verbürgt sind, ist mir
allerdings nicht bekannt.

Die Probleme des PSV mit A. phalloides kann ich nachvollziehen. In normalen
Jahren findet man in exponierten Waldstückchen mit Rotbuchen und eingestreuten
Eichen mal eine Handvoll vom Grünen. Persönlich kenne ich nur ein winziges
Wäldchen davon, was mir seit seiner Entdeckung so manchen raren Fund bescherte.
Vermutlich ist der Boden dort mindestens basisch.

Vergangene Woche traf ich dort davon mindestens 25 Stück an - einige davon
ziemlich regenverwaschen und mit hellgrün-gelblichen Farbtönen.
Die Variante alba war leider nicht dabei.

Grüßlis Ingo

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Schön von dir zu lesen

Thüringer-Holz, (vor 5911 Tagen) @ Ingo

Der Wahnsinn müsste doch nun aber auch unter den "sandigen Kiefern" ausgebrochen sein?
LG FElix

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A. phalloides

interhias ⌂, (vor 5910 Tagen) @ Ingo

Die Probleme des PSV mit A. phalloides kann ich nachvollziehen. In normalen
Jahren findet man in exponierten Waldstückchen mit Rotbuchen und
eingestreuten
Eichen mal eine Handvoll vom Grünen. Persönlich kenne ich nur ein winziges
Wäldchen davon, was mir seit seiner Entdeckung so manchen raren Fund
bescherte.
Vermutlich ist der Boden dort mindestens basisch.

Hallo Ingo,

der Grüne Knolli wächst offenbar auch auf saurem Boden. Heuer standen auf den Passauer Donauhängen Hunderte davon (bei Eichen) und diese Gegend dort steht nicht im Verdacht, basische bzw. Kalkböden zu beherbergen.

Grüße
Hias

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Re: A. phalloides

schdaipilz, (vor 5910 Tagen) @ interhias

Hallo Ingo,
der Grüne Knolli wächst offenbar auch auf saurem Boden. Heuer standen auf den
Passauer Donauhängen Hunderte davon (bei Eichen) und diese Gegend dort
steht nicht im Verdacht, basische bzw. Kalkböden zu beherbergen.
Grüße
Hias

hallo

ich hätt ihn auch auf sauer zu bieten, auch als albino, in laub- und nadelwald.
wieviel kg. wollt ihr denn haben ;-)

mfg schdaipilz

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Re: Schön von dir zu lesen

Ingo, (vor 5910 Tagen) @ Thüringer-Holz

Der Wahnsinn müsste doch nun aber auch unter den "sandigen Kiefern"
ausgebrochen sein?

Hallo Felix,

boah, saufen die Beiträge hier heute schnell ab.
Wahnsinn ist vollkommen übertrieben - trotz der Wassermassen der vergangenen
Wochen. In den sandigen Kiefernwäldern geht es noch sehr zaghaft zu.
Ein paar überständige Maronenröhrlinge und wasserverweichte Perlpilze - das
war's dann auch. Vereinzelt Russula aeuruginea, vesca und paludosa.
An den Wegen etwas besser. Dort hauptsächlich kleine Inocyben und Hebel-Omas.
Und ein einziger winziger Russula sardonia.
Allerdings war ich zuletzt am vergangenen Montag dort. Vielleicht geht am kommenden Wochenende mehr.

Besser schon die Gegend Richtung Morchelgefilde. Wahrscheinlich sind dort
die besseren Böden. Der kleine Buchenwald mit angrenzenden Fichten rockt
ein wenig.

Wir hatten leider einen klenen meteorologischen Nachteil, der gerne mal
übersehen wird - die anhaltende Wärme. Der saure Kiefernwald rockt erst
nach einem kleineren Kälteschock. So sollte es Nachts mal ein paar Stunden
unter 10° C gehen. Hatten wir bisher aber nicht.

Grüßlis gen NS - Ingo

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Re: Saure Knollis

Ingo, (vor 5910 Tagen) @ Ingo

@Hias & Schdaipilz

Naja,

danach kann ich mir bei uns die Augen wund suchen. In unseren sauren
Kiefernwäldern gibt es maximal A. citrina. Davon auch mal die var. alba.
Die grünen halten sich nur in besagtem Waldstück auf, was aufgrund der
bisherigen Funde so sauer nicht sein kann.

GRIngo

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Re: Schön von dir zu lesen

Pio, (vor 5909 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo und alle anderen,

hier ein paar Erlebnisse der letzten Tage aus Brandenburg:

in meinem Stammgebiet südöstlich von Berlin, das ich in den letzen Jahren fast ausschließlich zum Pilze sammeln heimsuche, hatte die Ergiebigkeitskurve ihr diesjähriges Maximum am Montag (23.08.10) erreicht. Heute war ich noch mal draußen, aber da hatte es wider Erwarten schon wieder deutlich abgenommen.

Vorgestern konnte ich nach einem ca. dreistündigen Rundgang fast meinen ganzen Wintervorrat an Trockenpilzen mit Hilfe schweizerischer Dörrtechnik anlegen, zusätzlich gab es am nächsten Tag eine riesige Pfanne mit Pfifferlingen.

Ich habe vor allem folgendes gefunden: Rotkappen (vor allem Heiderotkappe, aber auch einige Espenrotkappen), Steinpilze, Edelreizker, Birkenpilze (meistens stehengelassen wegen der ungenügenden Konsistenz), Schirmpilze (die hatten als einziges heute zahlenmäßig noch zugelegt) und die schon erwähnten Pfifferlinge.

Direkt am Straßenrand unter hohen alten Eichen war ich auch sehr erstaunt über die ungewöhnlich große Anzahl an grünen Knollenblätterpilzen, die größtenteils ziemlich drall und von sehr schöner olivgrüner Farbe, z.T. etwas bereift, waren.

Zu erwähnen sei noch, dass ich hier in meiner gesamten Umgebung noch niemals Flockenstielige Hexenpilze gefunden habe, sondern höchstens (auch nur ganz selten) Netzstielige. Aber in den letzten drei Tagen fand ich zu meiner großen Freude erstmalig (und das will schon etwas heißen bei der vielen Zeit, die ich schon mit diesem Hobby verbracht habe) gleich an ganz unterschiedlichen Orten einige schöne Exemplare, u.a. inmitten unseres Wohngebietes.

In der vergangenen Woche fand ich zum zweitenmal in meinem Leben einen Kornblumenröhrling. Faszinierend, wenn man den in die Pfanne schnipselt. Ich glaube, kein normaler Mensch würde den danach noch essen, wenn er sieht, mit welcher affenartigen Geschwindikeit sich die Scheiben in der Pfanne tieftintenblau verfärben. Und unglaublich wie sie wenig später buttergelb werden und dann ganz harmlos aussehen.

Viele Grüße und noch viel Freude am Hobby

Pio

Hallo Felix,
boah, saufen die Beiträge hier heute schnell ab.
Wahnsinn ist vollkommen übertrieben - trotz der Wassermassen der vergangenen
Wochen. In den sandigen Kiefernwäldern geht es noch sehr zaghaft zu.
Ein paar überständige Maronenröhrlinge und wasserverweichte Perlpilze - das
war's dann auch. Vereinzelt Russula aeuruginea, vesca und paludosa.
An den Wegen etwas besser. Dort hauptsächlich kleine Inocyben und Hebel-Omas.
Und ein einziger winziger Russula sardonia.
Allerdings war ich zuletzt am vergangenen Montag dort. Vielleicht geht am
kommenden Wochenende mehr.
Besser schon die Gegend Richtung Morchelgefilde. Wahrscheinlich sind dort
die besseren Böden. Der kleine Buchenwald mit angrenzenden Fichten rockt
ein wenig.
Wir hatten leider einen klenen meteorologischen Nachteil, der gerne mal
übersehen wird - die anhaltende Wärme. Der saure Kiefernwald rockt erst
nach einem kleineren Kälteschock. So sollte es Nachts mal ein paar Stunden
unter 10° C gehen. Hatten wir bisher aber nicht.
Grüßlis gen NS - Ingo