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kulinarische Hilfe *PIC*

Wolferl, (vor 5902 Tagen)

Hallo zusammen

Also ich suche Pilze wirklich überall: Laubwald (Buche/Eiche) Nadelwald (Fichte/Kiefer), Mischwald, hoher und niedriger Wald, aber leider wohne ich scheinbar in einer Gegend, in der es nicht möglich ist, den Wald nach einer Stunde mit einem Zentner Steinpilze zu verlassen :-). Daher versuche ich mich in für mich neuen Pilzsorten.

Bei dem Bild handelt es sich wohl um Amethystblaue Lacktrichterlinge (Laccaria amethystea)? Jung sind sie schön lila, wenn sie älter werden oder es trocken ist, sind sie eher bräunlich. Dieser Pilz ist ja essbar. Lohn sich das die zu sammeln? Geben tut es die bei mir massenhaft, aber das Sammeln ist bei der Größe doch ziemlich mühselig. Außerdem machen die Stiele den Eindruck als wären sie zäh. Hat die vielleicht jemand mal sortenrein probiert?

Außerdem habe ich einen Täubling mit heimgebracht, den ich als Frauentäubling betrachte. Grün-grauer Hut. Unter der Huthaut ganz leicht rosa. Lamellen weich. Geschmack roh sehr mild, bis neutral. Lohnt es sich diesen Täubling zu sammeln? Schmeckt er gebraten/gekocht gut? Kann man sich mit Täublingen überhaupt vergiften? Ich lese immer, dass die ungenießbaren und giftigen auch eklig schmecken.

Auf Hilfe hoffend

Wolfgang

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Re: kulinarische Hilfe *PIC*

Jack.X, (vor 5902 Tagen) @ Wolferl

Hi Wolfgang,
ich habe die Lacktrichterlinge in ähnlich verzweifelter Lage auch schon gesammelt und in Mischpilzgerichten auch schon verarbeitet. Ich habe das auch gemacht um meiner Familie zu beweisen, dass man auch Pilze essen kann die extrem giftig aussehen. Es lohnt aber eher nicht. Der Pilz hat keinen nennenswerten Eigengeschmack, bringt also allenfalls Volumen. Ausserdem, so sagt man, soll ausgerechnet dieser Pilz besonders stark mit radioaktiven Substanzen belastet sein.
Farblich und vor allem geschmacklich eine echte Alternative ist dagegen der violette Rötelritterling. Der kommt aber erst im Spätherbst, aber dann im Massen.

Gruß Thilo

[img]/archiv/galerie/d/8498-2/1[/img]

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Re: kulinarische Hilfe

willihund2, (vor 5902 Tagen) @ Wolferl

Lacktrichterlinge habe ich bisher nur in Mischgerichten zur farblichen Aufwertung verwendet und dabei keinen besonderen Geschmack bemerkt.

Frauentäublinge (Blätter immer biegsam) sind ein kulinarischer Hochgenuß, wenn man knackige Pilze mag.

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Re: kulinarische Hilfe

Nobi, (vor 5902 Tagen) @ Wolferl

Hallo Wolfgang,

willihund2 hat es auf den Punkt gebracht! Genau so sehe ich es auch. Und der Thilo hat natürlich recht, der Violette Rötelritterling ist eine sehr schmackhafte Alternative (man muss ihn nur richtig zubereiten :-))
So schön wie von Thilo abgelichtet, habe ich letzteren nur selten gesehen.
LG vom Nobi

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Re: kulinarische Hilfe

Thomas Pruss, (vor 5902 Tagen) @ Nobi

Übrigens gehört der Rötelritterling zu den wenigen Arten, die man auch roh essen kann. Im Selbstversuch mehrfach getestet, weil recht lecker!
Grüßlis
Thomas

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Re: kulinarische Hilfe

willihund2, (vor 5901 Tagen) @ Thomas Pruss

Übrigens gehört der Rötelritterling zu den wenigen Arten, die man auch roh
essen kann. Im Selbstversuch mehrfach getestet, weil recht lecker!
Grüßlis
Thomas

Das man ihn roh essen kann ist mir neu. Er soll doch Hämolysine enthalten und dass ist für die roten Blutkörperchen nicht gerade zuträglich. Mich würden andere Meinungen durchaus interessieren.

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Re: kulinarische Hilfe

Thomas Pruss, (vor 5902 Tagen) @ Wolferl

Moin Wolfgang,
ich finde den Lacktrichterling eigentlich sehr gut. Die Stiele sind allerdings zäh und kaum genießbar (es sei denn, du magst es gerne knurpselig ;-)). Es stimmt, dass sie Schwermetalle selektiv sammeln und in entsprechenden Gebieten auch radioaktiv belastet sein können. Aber das Problem hat man auch bei Champignons. Aber um einen Schaden davon zu tragen, müsste man Mengen an Lacktrichterlingen essen, bei denen einem schon lange vorher der Appetit vergangen wäre.
Mich stört viel mehr, dass die Winzlinge so oft vermadet sind. Meist sitzt immer genau ein "Mitesser" exakt am Übergang Stiel-Hut.
Grüßlis
Thomas

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Re: kulinarische Hilfe

Uwe58, (vor 5901 Tagen) @ Wolferl

Hallo

Beide Pilze kann man ruhig sammeln. Der violette Lacktrichterling ist besonders in pilzschwachen Jahren ein guter "Füller" für ein Mischpilzgericht. Der Frauentäubling gehört mit zu den Besten und ist leicht zu bestimmen. Die Lamellen sind extrem biegsam, man könnte fast sagen unzerbrechlich.
Beide Pilze kommen bei mir in den Korb und Pfanne.

VG Uwe

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Re: kulinarische Hilfe

Wolferl, (vor 5901 Tagen) @ Uwe58

Hallo zusammen

Vielen Dank an alle die mir geantwortet haben. Habe die Lacktrichterlinge diesmal noch entsorgt (hatte nur 3 zur Bestimmung mit nach Hause genommen). Den Frauentäubling habe ich nach Geschmacksprobe mit in die Pilzpfanne gegeben. Herausgeschmeckt hat man ihn nicht. Er ist etwas bissfester als Röhrlinge, das war etwas ungewohnt, ich werde ihn aber wieder mitnehmen, wenn ich ihn finde.

Gruß

Wolfgang