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Re: Macrolepiota venenata - Gift-Riesenschirmling?

Christoph ⌂, (vor 5910 Tagen) 878 Beiträge @ Maren

Hallo Maren,

ich hatte bislang immer nur Chlorophyllum brunneum (= M. rhacodes var. hortensis) in Händen gehabt. Der hätte Schnallen an den jungen Basidien. Die Schnallen sind aber etwas schwierig nachzuweisen, da sie rasch auswachsen und aus ihnen Verzewigungen gebildet werden. Das geknickt erscheinende Basalseptum der Basidien ist dann noch ein Indiz.

Das Fehlen von Schnallen ist immer etwas schwieirg zu "beweisen".

Der Ring bei "meinem" Ch. brunneum ist aber nicht fest verwachsen, sondern nur etwas verklebt und eigentlich beweglich. Insofern könnte das durchaus Chlorophyllum venenatum sein (wobei diese Kombination seltsamerweise noch nicht existiert).

LG
Christoph

Hallo zusammen,
mir wurden gestern diese Riesenschirmlinge zur Begutachtung vorgelegt.
Ich bin der Meinung, dass es sich um Macrolepiota venenata
(Gift-Riesenschirmling) handelt. Spricht was dagegen?
Der Geruch war nicht angenehm, irgendwie modrig, aber nicht der beschriebene
chemische Geruch.
Er wuchs auf Kompost, Rasenschnitt unter Ahorn.
Leider waren die großen Exemplare abgeschnitten und die dicke Knolle nicht
mehr vorhanden. Am Originalstandort habe ich dann noch junge Pilze mit
Knolle gefunden und dort auch die Fotos gemacht.
Der Ring war sehr fest, einfach, hängend und nicht beweglich. Fleisch im
Schnitt rosalich.
Schnallen habe ich in der mikroskopischen Untersuchung nicht gefunden.


M. venenata soll nach Abbildungsverzeichnis eine unklare Art sein.
Gruß Maren

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