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Re: Agaricus arvensis?

Christoph ⌂, (vor 5901 Tagen) 878 Beiträge @ Mycelio

Hallo Mycelio,

ich kämpfe auch gerade mit einem möglichen Agaricus arvensis (http://forum.pilze-bayern.de/index.php/topic,777.0.html). Nur sind dessen Sporen zu klein, weshalb ich an Agaricus osecanus denke. Für den wiederum sind die Marginalzellen zu groß...

Was Deinen Agaricus angeht: wenn die Mikromerkmale passen (Sporengröße, Marginalzellen), dann spricht nichts dagegen. Bei "meinem" Agaricus cf. osecanus (quasi der Doppelgänger) verfärbt das Fleisch allerdings gar nicht, weder nach Schneiden noch Reißen (nur die FK-Oberfläche reagiert). Wenn bei Deinem das Fleisch langsam gilbt, spräche das eher für A. arvensis.

Ohne Mikromerkmale wird man hier aber kaum weiterkommen, fürchte ich.

LG
Christoph

Hallo zusammen,
habe in einem nahegelegenen Park eine Stelle mit großen, stämmigen
Champignons gefunden, bei denen ich mir nicht 100%ig sicher bin.
Der Fundort ist ein Eibengebüsch unter einer Linde, sandiger, wahrscheinlich
gut von Zwei- und Vierbeinern gedüngter Boden.
Die Pilze werden bis zu 20cm hoch und breit und sind gelblich weiß. Letztens
wuchsen sie vereinzelt, der heutige Nachwuchs aber in dichten Büscheln.
Die Hutoberfläche ist zuerst weiß, später gelblich und leicht geschuppt,
der Stiel rauh. Die Stielbasis ist höchstens leicht verdickt, manchmal
gebogen. Die Lamellen sind frei und dichtstehend, zuerst blaßrosa, sobald
sich Hut und Ring öffnen, werden sie schnell dunkelbraun. Der Ring ist
unterseits dick und bricht früh zahnradartig auf. Die Oberseite öffnet
sich beim Aufschirmen des Hutes und hängt dann papierartig nach unten.
Beim Aufreißen eines Pilzes verfärbt sich nichts, beim Quetschen kommt es zu
zögerlichem Gilben. Geruch und Geschmack wie Zuchtchampignons, kein Anis,
allenfalls ein Hauch von Mandeln.
Sektion Arvenses dürfte klar sein. Spricht irgendwas gegen Agaricus arvensis?
Gruß, Carsten

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