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Bestimmungshilfe *PIC*

Wolferl, (vor 5892 Tagen)

Hallo zusammen

Habe am Samstag Bekannte besucht. Diese haben mir folgende Pilze mitgegeben.
Sie sagten mir, das seinen Wiesenchampignons. Ist für mich auch plausibel. Sie standen neben einem großen Laubbaum am Rand einer Wiese. So ca. 20 Stück auf vielleicht 5qm. Ich habe Mal von jeder Größe einen mit aufs Bild. Dennoch wollte ich hier nochmal nachfragen (Der erwachsene Sohn der Familie hat neulich 10 Steinpilze angebracht, von denen 8 Gallernröhringe waren. Somit bin ich mir nicht völlig sicher ob sich meine Bekannten immer völlig sicher sind :-)).

Gruß

Wolfgang

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Re: Bestimmungshilfe

HARZPILZCHEN, (vor 5892 Tagen) @ Wolferl

Hallo zusammen
Habe am Samstag Bekannte besucht. Diese haben mir folgende Pilze mitgegeben.
Sie sagten mir, das seinen Wiesenchampignons. Ist für mich auch plausibel.
Sie standen neben einem großen Laubbaum am Rand einer Wiese. So ca. 20
Stück auf vielleicht 5qm. Ich habe Mal von jeder Größe einen mit aufs
Bild. Dennoch wollte ich hier nochmal nachfragen (Der erwachsene Sohn der
Familie hat neulich 10 Steinpilze angebracht, von denen 8 Gallernröhringe
waren. Somit bin ich mir nicht völlig sicher ob sich meine Bekannten immer
völlig sicher sind :-)).
Gruß

Hallo Wolfgang

unbedingt mal Stielknolle anschneiden, ob diese chromgelb anläuft. Sieht mir nach Karbolegerling aus (giftig)! Und Geruch prüfen, ob unangenehm.

LG Hartmut

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Re: Bestimmungshilfe

Wolferl, (vor 5892 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Hartmut

Vielen Dank für den Hinweis.

Also die angeschnitten Knollen sind alle weiß. Der Geruch ist angenehm. Karbolegerling glaube ich nicht. Der sieht in meinem Pilzbuch schon irgendwie "ungesund" aus. Das kann ich von meinen Pilzen hier nicht behaupten, aber das mit den Bildern ist immer so eine Sache. Deshalb frag ich hier auch immer nochmal nach, bevor ich in Erwägung ziehe neue Sorten zu probieren. Ich danke euch allen übrigens für eure Geduld.

Gruß

Wolfgang

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Re: Bestimmungshilfe

Frank 61, (vor 5892 Tagen) @ Wolferl

Hallo Wolfgang,
Champignons sind das auf jeden Fall. Du musst aber wissen dass es über 60 Arten gibt, darunter auch giftige wie der sehr häufige Karbolegerling. Verfärbungen beim Ankratzen von Stielbasis (oder auch der Huthaut) und der Geruch sind wichtige Merkmale.

Viele Grüsse Frank

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Re: Bestimmungshilfe

Wolferl, (vor 5892 Tagen) @ Frank 61

Hallo Frank

Danke dir. Also wie schon weiter oben geschrieben, glaube ich nicht, dass es sich um den Karbolegerling handelt. Hier stellt sich mir eine Frage:
Kann man sich mit dem Karbolegerling überhaupt vergiften? In meinen Pilzbüchern steht "der Karbolgeruch verstärkt sich beim Kochen". Ist ja nicht wirklich lecker dann? So wenig lecker wie eine Gallenröhrlingspfanne? (Ist mir zum Glück noch nicht passiert :-))

Gibts evtl. noch andere Arten die ähnlich sind und vor denen man sich in Acht nehmen muss? Also die Unterscheidung zum Knollenbätterpilz trau ich mir selber zu, aber vielleicht muss man noch auf was anderes aufpassen?

Gruß

Wolfgang

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Re: Bestimmungshilfe

Roland Albrecht, (vor 5892 Tagen) @ Wolferl

Hallo Frank
Danke dir. Also wie schon weiter oben geschrieben, glaube ich nicht, dass es
sich um den Karbolegerling handelt. Hier stellt sich mir eine Frage: Kann
man sich mit dem Karbolegerling überhaupt vergiften? In meinen Pilzbüchern
steht "der Karbolgeruch verstärkt sich beim Kochen". Ist ja
nicht wirklich lecker dann? So wenig lecker wie eine
Gallenröhrlingspfanne? (Ist mir zum Glück noch nicht passiert :-))
Gibts evtl. noch andere Arten die ähnlich sind und vor denen man sich in Acht
nehmen muss? Also die Unterscheidung zum Knollenbätterpilz trau ich mir
selber zu, aber vielleicht muss man noch auf was anderes aufpassen?
Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,
sofern es sich um Egerlinge handelt, muß man mittels Kratzprobe abklären ob es nun Karbolegerlinge sind oder nicht. Karbolegerlinge würden das ganze Pilzgericht verderben - was nicht schön ist. Am Hutrand oder Stielstumpf gekratzt werden Karbolis nach 3 Sekunden zitronengelb (da muß man auch wirklich bis 3 mal zählen). Andere Arten können auch so gelb werden, benötigen aber in der Regel 5 Sekunden und länger und haben meist einen wahrnehmbaren Anisgeruch oder sind ohne Geruch. Der ungenießbare Salzwiesen-Egerling hat üblen Geruch.
Den Egerlingen ähnlich sehen die Egerlingsschirmlinge, die haben aber helle Lamellen. Gruß Roland

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Re: Bestimmungshilfe

Stephan Weißer, (vor 5892 Tagen) @ Wolferl

Sie sagten mir, das seinen Wiesenchampignons.

Die gezeigten Pilze sind definitiv keine Wiesenchampignons (= Agaricus campester). Dessen Lamellen wären im Jungzustand freudig rosarot, aber nicht so graurosa wie auf dem Bild zu sehen.
Freundliche Grüße
Stephan

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Re: Bestimmungshilfe

Frank 61, (vor 5892 Tagen) @ Stephan Weißer

Das sehe ich genau so.
Die gezeigten Pilze werden wohl früher oder später gilben.
Es können Karbol- oder Anischampignons sein. Aber wie gesagt, ohne Geruch und Kratzprobe wird wohl keiner was genaues sagen.

Der Karbolgeruch ist FAST immer wahrzunehmen, ich habe aber auch schon geruchlose gehabt. Der Geruch oder besser Gestank soll sich beim Kochen verstärken was mir schon Leute bestätigt haben. Ich glaube fast, dass der Karbolegerling oft von leichtsinnigen Leuten versehentlich gegessen wird. Vielleicht gibt es einzelne die fast keine Beschwerden haben, die Mehrheit übersteht Durchfall und Erbrechen zuhause ohne Artztbesuch und einige besuche ich dann im Krankenhaus.
Jedenfalls werden alle wieder gesund.
Viel gefährlicher sind da Vergiftungen mit Knollenblätterpilzen.

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Re: Bestimmungshilfe

Schnuffel, (vor 5892 Tagen) @ Wolferl

Habe am Samstag Bekannte besucht. Diese haben mir folgende Pilze mitgegeben.
Sie sagten mir, das seinen Wiesenchampignons. Ist für mich auch plausibel.
Sie standen neben einem großen Laubbaum am Rand einer Wiese. So ca. 20
Stück auf vielleicht 5 qm. Ich habe Mal von jeder Größe einen mit aufs
Bild. Dennoch wollte ich hier nochmal nachfragen (Der erwachsene Sohn der
Familie hat neulich 10 Steinpilze angebracht, von denen 8 Gallernröhringe
waren). Somit bin ich mir nicht völlig sicher, ob sich meine Bekannten immer
völlig sicher sind :-)).

Hallo Wolfgang,

nach Wiesen-Champignons sehen die aber gar nicht aus und auch nicht nach Schaf-Champignons. Vom Foto her hätte ich sie für Karbol-Champignons gehalten, die z. Z. massenhaft und in derart großen Gruppen vorkommen. Wenn's diese aber wirklich nicht sein sollten, kann ich Dir ohne weitere Informationen und Mikromerkmale auch nicht sagen, welcher andere Champignon-Art in Frage kommt.
Die Zweifel an der Pilzkenntnis Deiner Bekannten sind durchaus angebracht. Halte Dich besser nur an Pilze, die Du selbst eindeutig erkennst.

Gruß - Schnuffel

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Re: Bestimmungshilfe

Thomas-im-Brennsand, (vor 5892 Tagen) @ Frank 61

Das sehe ich genau so.
Die gezeigten Pilze werden wohl früher oder später gilben.
Es können Karbol- oder Anischampignons sein. Aber wie gesagt, ohne Geruch und
Kratzprobe wird wohl keiner was genaues sagen.
Der Karbolgeruch ist FAST immer wahrzunehmen, ich habe aber auch schon
geruchlose gehabt. Der Geruch oder besser Gestank soll sich beim Kochen
verstärken was mir schon Leute bestätigt haben. Ich glaube fast, dass der
Karbolegerling oft von leichtsinnigen Leuten versehentlich gegessen wird.
Vielleicht gibt es einzelne die fast keine Beschwerden haben, die Mehrheit
übersteht Durchfall und Erbrechen zuhause ohne Artztbesuch und einige
besuche ich dann im Krankenhaus.
Jedenfalls werden alle wieder gesund.
Viel gefährlicher sind da Vergiftungen mit Knollenblätterpilzen.

Schließe mich der Meinung an. Deshalb sammle ich grundsätzlich keine Champignons, die das rosige Lamellenstadium noch nicht erreicht haben. Dadurch entgehen mir zwar die jungen Champignons, aber die Gefahr mit den knollenblätterpilzen ist mir zu groß. Es genügt einer allein für eine tödliche Dosis oder zumindest für schwere Organschäden. Wiesenchampignonlamellen werden früh rosa. Die Formen des Anischampignons werden erst spät rosa. Das macht die Sache gefährlicher. Bei uns wachsen in einigen Wäldern ohnehin mehr Karbolchampignons, die stinken teils arg nach Tinte/Karbol und verfärben wie beschrieben ihr Fleisch.

Wer Anischampignons sammelt setzt sich grundsätzlich der Vergiftungsgefahr aus. Unterscheiden kann man die Knollis/Agaricus schon.....mit den Jahren kommt die Erfahrung, die Sicherheit.... und dann halte ich die Sacher wieder für gefährlich. Es ist die Frage, ob das wirklich sein muss. Thomas

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Re: Bestimmungshilfe

willihund2, (vor 5892 Tagen) @ Wolferl

Ich sammle von den weißhütigen Champignons nur den unverkennbaren Stadtchampignon und Anisegerlinge, die eindeutig nach Anis riechen. Neulich brachte mir mein Bruder eine ganze Herde völlig geruchloser Egerlinge aus seinem Garten. Ich habe ihm geraten, sie zu entsorgen, da er die Stielbasis abgeschnitten hatte.