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Re: Hydnellum spongiosipes vs ferrugineum

Stephan Weißer, (vor 5899 Tagen) 3.384 Beiträge @ Älbler

Nur KOH-Reaktion und Standort passen nicht.

Im Krieglsteiner-Schlüssel ist nur von "KOH" die Rede, aber KOH gibt es ja in allen möglichen Konzentrationen. Vielleicht macht KOH-30% alles schwarz, KOH 3% dagegen nicht. Mein KOH-30% habe ich schon auf einige Stachelinge geschmiert, und es kam nie etwas anderes raus als sofort tiefschwarz. Künftig werde ich mal mit einer schwächeren Konzentration oder vielleicht auch mit Ammoniak experimentieren. Man müsste in einer guten Literaturquelle mal nachlesen, welches KOH hier gemeint ist.

Es soll noch einen H. auratile geben. Müsste ich den auch noch in Erwägung
ziehen?

Ich selber habe schon zwei Korkstachelinge mit ausgesprochen orangefarbigen Tönen gesehen, die makroskopisch und standortmäßig deutlich unterschiedlich rüberkommen:

- im Kalknadelwald (Ostschwarzwald bei Dunningen und in der Sattnitz in Kärnten): relativ klein, dünnfleischig, orangerote Stacheln, orangebrauner Stiel, Hutfilz dünn und schwach ausgebildet - das wäre genau dein Pilz

- im thermophilen, trockenen Kiefern-Buchen-Wald (nur in der Sattnitz): dicke, massige Exemplare mit kräftig ausgebildetem, jung fast weißem Hutfilz, auch alt grauweißlichen Stacheln und kontrastierend dazu orangebrauner Stiel

Das müssen die zwei Arten sein, die in einer Arbeit von Maas-Geesteranus (1975) unterschieden werden. Nach diversen Umbenennungen heißt dein Pilz aktuell H. aurantiacum (1975 noch H. auratile), und der dickere heißt H. floriforme (1975 noch H. aurantiacum).

FG
Stephan

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