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falscher Mehlräsling *PIC*

Alis ⌂, (vor 5879 Tagen)

ich hatte vor zwei Jahren schon mal ein Problem mit Pilzen, die wie Mehlräslinge aussahen und doch keine waren:

Beitrag 142442

Nun habe ich gestern wieder so Zeugs gefunden, wobei nicht sicher ist, ob es wirklich die selben waren. Dieses mal im Nordschwarzwald, Raum Freudenstadt.
An verschiedenen Standorten, wobei ich nicht überall welche mitgenommen habe und somit auch wieder nicht sicher, ob die gleichen. An einem Fundort gab es viele große Hexenringe davon.

Ich bin inzwischen bei Lepista densifolia gelandet.
Der Begleittext in Pilze der Schweiz sorgt bei mir nicht so für Klarheit.
Kennt sich jemand mit der Art aus?

Gruß Alis

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Sporen *PIC*

Alis ⌂, (vor 5879 Tagen) @ Alis

bekomme ich leider nicht besser hin.
Aber immerhin die Größe und die Warzigkeit einigermaßen zu erahnen.
Hatten nur einen schlampigen Sporenabwurf, heller als Mehlräsling aber gewiss nicht weiß.

Alis
(im Moment im Kreis Göppingen weilend)

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Re: falscher Mehlräsling

Krötenhocker, (vor 5878 Tagen) @ Alis

Hallo Alis,

die Sporen passen,soweit man das auf den Aufnahmen erahnen kann, wohl wirklich nicht zu Clitopilus. Sporen von Lepista sollen allerdings cyanophil sein (also mit Baumwollblau testen).

An verschiedenen Standorten, wobei ich nicht überall welche mitgenommen habe
und somit auch wieder nicht sicher, ob die gleichen. An einem Fundort gab
es viele große Hexenringe davon.

Also deine Aufsammlungen solltest du schon vor Ort trennen (z.B. in Taschentücher wickeln, Alufolie, Dosen oder was man so dabei hat).

Ich bin inzwischen bei Lepista densifolia gelandet.
Der Begleittext in Pilze der Schweiz sorgt bei mir nicht so für Klarheit.
Kennt sich jemand mit der Art aus?

Ich zitiere mal aus Großpilze Baden-Württembergs zu L. densifolia:

"Mittelgroße Art mit auffallend seidigglänzender, weißer bis creme-weißlicher Hutoberfläche. Lamellen dichtstehend, creme-rosalich, oft ziemlich lebhaft, Sporenpulver orangegelb mit Rosaton....

... Gleiches gilt für Deutschland, wo nur wenige Funde in Bayern und ein weiterer im Westerwald bekannt geworden sind."

In PdS schreiben sie im Kleingedruckten zu L. densifolia:

"Zur Abgrenzung der Sektion Inversae (Spp. weisslich) gegenüber der Sekt. Lepista (Spp. creme-orangerosa) sind Sporenabwurfpräparate notwendig."

Also um L. densifolia zu bestätigen oder auszuschließen,der dazu auch noch nicht so häufig ist und den ich noch nicht persönlich kennengelernt habe, wären schon Aussagen zu Sporenpulverfarbe, Geruch und Geschmack und bessere Sporenaufnahmen (auch in BWblau) nötig. Immerhin könnte man dann den Mehlräsling vielleicht ausschließen. Aber ich befürchte sowieso, dass du mehrere Aufsammlungen durcheinander geworfen hast. Wenn aber alle deine Sporen in der Seitenansicht wirklich richtig warzig sind, ist's sowieso kein Clitopilus.

VG, Jens

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Re: falscher Mehlräsling

Alis ⌂, (vor 5870 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Jens,

die Fruchtkörper waren nur so ein bisschen Beifang und ich hatte nicht so die Muße, mich da näher damit zu befassen. Habe auch nicht geahnt, was das alles hätte sein können. Waren einfach erst mal Mehlräslinge die nicht so deutlich nach Mehl gerochen haben. Weiteres bei meiner Antwort an Christoph

Gruß Alis

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Re: falscher Mehlräsling

Christoph ⌂, (vor 5878 Tagen) @ Alis

Hallo Alis,

probiers mal in der Gattung Ripartites...

LG
Christoph

ich hatte vor zwei Jahren schon mal ein Problem mit Pilzen, die wie
Mehlräslinge aussahen und doch keine waren:
Beitrag 142442
Nun habe ich gestern wieder so Zeugs gefunden, wobei nicht sicher ist, ob es
wirklich die selben waren. Dieses mal im Nordschwarzwald, Raum
Freudenstadt.
An verschiedenen Standorten, wobei ich nicht überall welche mitgenommen habe
und somit auch wieder nicht sicher, ob die gleichen. An einem Fundort gab
es viele große Hexenringe davon.
Ich bin inzwischen bei Lepista densifolia gelandet.
Der Begleittext in Pilze der Schweiz sorgt bei mir nicht so für Klarheit.
Kennt sich jemand mit der Art aus?
Gruß Alis

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Re: falscher Mehlräsling

Alis ⌂, (vor 5870 Tagen) @ Christoph

Hallo Alis,
probiers mal in der Gattung Ripartites...

Hallo Christoph,

Hut ab!
Ich habe diese Gattung bisher überhaupt nicht gekannt, ist mir vielleicht beim Blättern im Buch mal begegnet.
Ich war Montag bis Mittwoch in Ehingen bei der Cortinarientagung.
Dort habe ich die Sporen in Baumwollblau (habe ich bisher noch nicht) angeschaut und überlegt, was nun mit cyanophil gemeint ist.
Dann habe ich die Pilze weitergegeben und für die war es R. tricholoma.
Die letzten drei Tage war ich Hornberg und dort sah ich dann auch L. densifolia (habe einen Fruchtkörper erbeutet). Jetzt kann ich mal die Sporen vergleichen. Hätte eigentlich schon sehen müssen, dass das nicht feinwarzig ist.
Mich haben die vom Hutfleisch lösbaren Lamellen auf Lepista gebracht. Dass Riparites das auch hat und dann womöglich auch noch mehlig riecht wusste ich eben nicht. Und am Hutrand sind mir auch keine Wimpern aufgefallen.
Wieder was gelernt, diesmal ohne Blamage

Gruß Alis