Hallo Alis,
die Sporen passen,soweit man das auf den Aufnahmen erahnen kann, wohl wirklich nicht zu Clitopilus. Sporen von Lepista sollen allerdings cyanophil sein (also mit Baumwollblau testen).
An verschiedenen Standorten, wobei ich nicht überall welche mitgenommen habe
und somit auch wieder nicht sicher, ob die gleichen. An einem Fundort gab
es viele große Hexenringe davon.
Also deine Aufsammlungen solltest du schon vor Ort trennen (z.B. in Taschentücher wickeln, Alufolie, Dosen oder was man so dabei hat).
Ich bin inzwischen bei Lepista densifolia gelandet.
Der Begleittext in Pilze der Schweiz sorgt bei mir nicht so für Klarheit.
Kennt sich jemand mit der Art aus?
Ich zitiere mal aus Großpilze Baden-Württembergs zu L. densifolia:
"Mittelgroße Art mit auffallend seidigglänzender, weißer bis creme-weißlicher Hutoberfläche. Lamellen dichtstehend, creme-rosalich, oft ziemlich lebhaft, Sporenpulver orangegelb mit Rosaton....
... Gleiches gilt für Deutschland, wo nur wenige Funde in Bayern und ein weiterer im Westerwald bekannt geworden sind."
In PdS schreiben sie im Kleingedruckten zu L. densifolia:
"Zur Abgrenzung der Sektion Inversae (Spp. weisslich) gegenüber der Sekt. Lepista (Spp. creme-orangerosa) sind Sporenabwurfpräparate notwendig."
Also um L. densifolia zu bestätigen oder auszuschließen,der dazu auch noch nicht so häufig ist und den ich noch nicht persönlich kennengelernt habe, wären schon Aussagen zu Sporenpulverfarbe, Geruch und Geschmack und bessere Sporenaufnahmen (auch in BWblau) nötig. Immerhin könnte man dann den Mehlräsling vielleicht ausschließen. Aber ich befürchte sowieso, dass du mehrere Aufsammlungen durcheinander geworfen hast. Wenn aber alle deine Sporen in der Seitenansicht wirklich richtig warzig sind, ist's sowieso kein Clitopilus.
VG, Jens