Re: Grünlinge doch nicht giftig - zumindest in...
die grünen Teile standen an diesem Wochenende echt überall herum. Keine
Ahnung, warum die noch
Artenschutz genießen. In sandigen Kiefernwäldern kann man die regional schon
als gemein bezeichnen.
Dass in montanen Fichtenwäldern und in kalkholden Laubarealen nicht viel
geht, dürfte niemanden
erstaunen.
Hallo Ingo,
den Grünling gibt (gab) es aber auch in allen anderen Sandgebieten. Deutschland besteht ja nicht nur aus Bayerischem Wald und Schwäbischer Alb etc. Hier am Oberrhein war der Grünling früher in den Sandbiotopen verbreitet. Aktuell kenne ich nur noch einen einzigen Standort, bezeichnenderweise in einem auf Dünensand aufgeforsteten Kiefernbestand, der wohl ein fragmentarischer Flechten-Kiefernwald ist. Dieser Waldtyp ist in SW-Deutschland nahezu komplett vernichtet. Und nicht nur hier. In der Zeitschrift Natur und Landschaft war vor ein paar Jahren ein Artikel über die Flechten-Kiefernwälder in Deutschland. Demnach gibt es außer in Brandenburg sonst nur noch minimale Restbestände, die meist auch qualitativ mehr oder weniger degradiert sind. Aus der Situation in einer Region auf ganz Deutschland zu schließen ist sicher nicht gerechtfertigt. Arten, die vor allem oder ausschließlich in Flechten-Kiefernwäldern vorkommen, stehen ganz zu Recht bundesweit auf den Roten Listen.
Übrigens wird der Grünling an "meiner" einzigen Stelle kräftig gesammelt: Vor 10 Tagen lagen fast alle abgeschnitten und weggeworfen im Wald. Zwar dürfte das die Population nicht wirklich schädigen - im Gegensatz zur Zerstörung des Lebensraums (Eutrophierung durch Luftverschmutzung!) -, dennoch wäre mir in solch einem Fall ein gesetzliches Sammelverbot sympathisch.
LG
Saftling