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Jesko, (vor 5854 Tagen) 1.044 Beiträge @ Ingo

Hatte ich doch schon so einen Verdacht! Also doch kein Werk der (Eis-) Zeit, sondern des (Berg-) Mannes. Damit scheint sich für Tricholoma focale in D eine schwerpunktmäßige Verbreitung auf Kippenböden herauszukristallisieren.

Zum Schneckling:
Ich meine, schau doch z.B. mal in den Gröger 22e Pkt. 7b. Wir hätten da auf den Kippen bei Kiefer etwas, was uns eher zum dritten kleinen Unterpunkt führt ... Daher meine Frage rein der Neugierde halber, ob Du Deine Funde abgesehen vom Geruch auch ansonsten für typische agathosmus hältst.

Zu Chroogomphus rutilus:
M.W. "parasitiert" (welch unschönes Wort) diese Art auf Suillus oder Rhizopogon (die verwandtschaftlich nahe beieinander stehen).

Zu Deinen Gürtelfüßen:
Telamonien sind ja oft schwierige Fälle, aber im Nadelwald sind die Aussichten auf ein befriedigendes Bestimmungsergebnis i.d.R. erheblich besser als etwa im Querco-Carpinetum auf Kalk. Die auf Deinem Foto haben auch einen schön flockigen Hut. Da braucht es dann noch eine Nase und ein Mikroskop. Mir fielen auf Anhieb drei Arten ein, die in Frage kämen: C. flexipes var. flabellus mit starkem Pelargoniengeruch und die fast geruchlosen C. comptulus mit rundlichen Sporen und C. pilatii mit elliptischen Sporen. Alle drei kommen auf Kippenböden vor.

Grüße

Hallo Jesko,
wie schön, dass du dich zu Wort meldest. Ich dachte schon, ich bin der
einzige,
der meinen Beitrag sehen kann...
Den Kalkverdacht an diesem Standort hege ich schon seit Längerem.
Bei dem Biotop handelt es sich um eine Aufschüttung in Nähe eines ehemaligen
Braunkohletagebaues. Der wurde so ab Ende der 50-er zugebuddelt.
Meine Morchelreviere befinden sich unweit davon, und es ist der einzige
Standort
in meiner Region, wo ich regelmäßig diesen Schneckling und C. rutilus finde.
Welche Schmierröhlinge du genau meinst, verstehe ich im Moment nicht ganz.
Es ist aber richtig, dass dort regelmäßig S. granulatus erscheint, der es ja
gerne basisch bevorzugen soll. Der gezeigte Öhrling stand auch nebenan.
Und dann noch die im Anhang befindlichen Cortinarien, die ich mangels
Wissen nicht einordnen kann. Ich nehme an, es sollte sich um Phlegmacien
handeln.
Eigentlich wollte ich die in einem eigenem Beitrag unterbringen, zusammen mit
einem Schleierling mit hübschen Spinnengewege um den dicken Fuß herum.
Aber vielleicht passt dieser hier im Zusammenhang besser her.
Ansonsten stimmt es, dass der kleine Wall aus blankem Sand besteht.
Oberflächlich versauert also. In einigen Dezimetern Tiefe allerdings - keine
Ahnung.
Was den Schneckling betrifft - ich kenne keinen anderen mit ähnlichem Geruch
und dieser Erscheinungsform. Bei den drei Fichten in unserem Gebiet fand ich
jedenfalls keine. Nicht ausgeschlossen also, dass es auch ein anderer sein
könnte.
Schleierling folgt....
Grüßlis Ingo

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