Re: I Funghi 2010: Das Lachnellula-Syndrom
Hallo Ingo,
vielen dank für die Infos. Ich glaub, da hab ich das mit dem Syndrom ja
wörtlich gut getroffen, scheint tatsächlich problematisch zu sein hier, ob
es L. willkommii gibt oder nicht und welche Reaktion L. occidentalis in
welchem Alter in welchem Zustand hervorbringt (auf Melzer, Lugol, KOH +
Melzer usw). Ich nahm jedenfalls Melzer als Reaktion und die Asci färbten
sich apikal so rot, wie ich sie hier auf dem Foto darstelle (Chemikalien
sind von Hornberg).
LG Kazuya
Hallo Kazuya!
Ich denke inzwischen schon, dass die Porus-Reaktion der Art mit Lugol immer rot ist. Melzer habe ich nie ausprobiert, weil die Chemikalie in meinen Augen das Präparat zu sehr angreift.
Meine Frage bleibt halt nach wie vor unbeantwortet. Gibt es tatsächlich einen großsporigen L. willkommii, deren Asci mit Lugol negativ reagieren und der keine moniliformen Paraphysen hat.
Besonders im Vorwinter neigt L. occidentalis zu Sporen deutlich über 20 µm.
Die moniliformen Paraphysen sind hauptsächlich an sehr reifen Apothezien zu bebachten, jüngere haben da manchmal sehr wenig diesbezüglich gestaltete.
Und die negative Ascus-Reaktion? Es werden in der Literatur einige Becher als Jod-negativ eingeschätzt, weil durch Verwendung aggressiverer Jod-Substanzen die Rotreaktion mit Lugol nicht wahrgenommen werden konnte.
Allerdings hätte dann wenigsten eine Blaufärbung des Porus wahrgenommen werden müssen.(?)
Fakt ist, dass die meisten Bestimmer von L. willkommii nach Pilze der Schweiz bestimmt haben, und da ist jede L. occidentalis mit positiver Porusreaktion und Sporen über 17 (wie es ganz normal ist) automatisch willkommii.
Für mich bleibt L. willkommii solange eine Phantom bis ich ihn mal unter´m Mikroskop habe.
VG Ingo W