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Ein paar vom WE *PIC*

Klaas, (vor 5831 Tagen)

Hallo zusammen,

mal wieder einige Bilder, die fraglichen kommen zum Schluss.
Ich mag diese Kleinen, nicht zuletzt weil sie für mich immer wieder Herausforderung sind, wenns ans Fotografieren geht:

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Sollte Arrhenia spathulata sein.
Bei denen kommt ja meist etwas halbwegs Brauchbares heraus - ganz im Gegensatz zu den verflixten schwarzen Erdzungen...
Schon unzählige Schüsse bei Geoglossum cookeianum verbraten, die ersten Versuche mit G. glutinosum gingen auch voll daneben, habe mich aber trotzdem sehr über diese glitschigen Dinger gefreut:

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Auch zum ersten Mal wahrgenommen, das sollte P. montana sein:

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Da wäre ich beinahe wieder dran vorbei, wer vermutet schon bei runzelig-schwarzen, von oben wie vergammelt ausschauenden Hüten frische Pilzchen?
Hierbei kam dann Entoloma serrulatum heraus, so pechschwarz habe ich die noch nicht gesehen:

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Heute nochmal in den Wiesen in der Nähe, teils mit kleinen Cortinarien, Häublingen und Ellerlingen übersäht, mal was größeres zwischendrin, diese Rötelritterlinge hatte ich zuvor auch nicht gekannt, das müsste Lepista personata sein:

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Später noch an einer etwas seltsamen Stelle am Stadtrand eines Vorortes von WI, an der ich täglich zur Arbeit vorbei fahre, da wollte ich schon seit Monaten mal rein schauen. Gewerbegebiet, rechts und links vom Radweg ein paar Birken, Weiden, Sträucher, überall Schotter und Gestein, viel Müll, am Ortsausgang Felder, irgendwie nicht sehr vielversprechend. Umso mehr habe ich mich über die Stielboviste dort gefreut, zwar wieder wohl nur Tulostoma brumale, aber so nah am Wohnort hatte ich so etwas nicht vermutet:

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Jetzt zu den beiden Fraglichen am diesem Standort.

1. Eine Hebeloma. Die sind mir immer irgendwie suspekt und ich gucke schnell weg, wenn ich welche sehe. Dort gabs aber nicht allzuviel, also mal reingekniet. Angenehm süßer Geruch, den ich mit Kakao in Verbindung bringen würde. Recht zierliche und kleine FK, Stielinneres abwärts immer dunkler braun, in der Basis schwarz. Mit Hebeloma laterinum bin ich unsicher, könnte das vom Bild her passen?

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2. Ein Nabeling, schätze ich.
Rotbraun, jung schon tief genabelt, stark gerieft, Hut alt bis gänzlich weiß ausblassend, im Moos und direkt auf Steinen wachsend.
Könnte das Omphalina pyxidata sein?

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Viele Grüße,
Klaas

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Re: Ein paar vom WE

KARL, (vor 5831 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas

Tole Funde und tolle Bilder!

Sollte Arrhenia spathulata sein.

Denke ich auch.

Auch zum ersten Mal wahrgenommen, das sollte P. montana sein:

Wenn die Lamellen breit angewachsen sind richtig.

Hierbei kam dann Entoloma serrulatum heraus, so pechschwarz habe ich die
noch nicht gesehen:

Frisch sind die immer pechschwarz und bleiben auch lange so. Wesentlich
heller und ebenfalls mit schwarzblauen Schneiden ist E. caesiocinctum

1. Eine Hebeloma. Die sind mir immer irgendwie suspekt und ich gucke schnell
weg, wenn ich welche sehe. Dort gabs aber nicht allzuviel, also mal
reingekniet. Angenehm süßer Geruch, den ich mit Kakao in Verbindung
bringen würde. Recht zierliche und kleine FK, Stielinneres abwärts immer
dunkler braun, in der Basis schwarz. Mit Hebeloma laterinum bin ich
unsicher, könnte das vom Bild her passen?

Mit so auffallend dunkler Mitte glaube ich nicht recht an laterinum.
Ohne Mikros geht da wohl nichts.

2. Ein Nabeling, schätze ich.
Rotbraun, jung schon tief genabelt, stark gerieft, Hut alt bis gänzlich weiß
ausblassend, im Moos und direkt auf Steinen wachsend.
Könnte das Omphalina pyxidata sein?

Sicherlich richtig.

LG Karl

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Hebeloma

interhias ⌂, (vor 5831 Tagen) @ Klaas

1. Eine Hebeloma. Die sind mir immer irgendwie suspekt und ich gucke schnell
weg, wenn ich welche sehe. Dort gabs aber nicht allzuviel, also mal
reingekniet. Angenehm süßer Geruch, den ich mit Kakao in Verbindung
bringen würde. Recht zierliche und kleine FK, Stielinneres abwärts immer
dunkler braun, in der Basis schwarz. Mit Hebeloma laterinum bin ich
unsicher, könnte das vom Bild her passen?

Servus Klaas,

bei dem Fälbling schließe ich mich Karls Meinung an. H. laterinum sieht anders aus (kräftigere Stiele, beschürfelte Stielspitze). Mit Vermutungen, was es sein könnte, halte ich mich aber lieber zurück ohne Mikrodaten.

Grüße
Hias

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Re: Ein paar vom WE

Andreas ⌂, (vor 5831 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

beim Hebeloma würde ich schwer auf eine Art aus der mesophaeum-Gruppe tippen. Hier muss man natürlich (wie eigentlich immer bei Hebeloma) mikroskopieren. Mesophaeum hat elliptisch-pflaumenförmige, völlig indextrinoide Sporen, die kaum über 10 µm im Schnitt gehen. Mehrere andere Arten in der Gruppe haben dagegen mandelförmige, größere, dextrinoide Sporen, was sich sehr einfach unterscheiden lässt. Die anderssporigen untereinander sind dagegen auch nicht immer leicht zu trennen, genau wie innerhalb der engere mesophaeum-Gruppe ....
Rein farblich könnte nach Augenschein da schon was anderes dahinterstecken.

beste Grüße,
Andreas

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Auch zum Hebeloma

Jesko, (vor 5830 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

das Foto lässt (unabhängig von Hutfarben) recht deutlich eine Art MIT Cortina erkennen. Damit scheidet H. laterinum aus, und es geht in Richtung mesophaeum. Möglicherweise ist es dann mit der Mikroskopiererei auch nicht mehr allzu schwer, die Anleitung hast Du ja schon von Andreas bekommen. Sind die Sporen nicht mandelförmig und relativ klein, und war es ein "banaler" Standort (d.h. nicht alpin, tropisch oder lunar ...), dann darfst Du mit einiger Sicherheit mesophaeum dazu sagen, auch wenn der fehlende Rettichgeruch stören mag ...

Grüße

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Re: Auch zum Hebeloma

Klaas, (vor 5830 Tagen) @ Jesko

Hallo Karl, Hias, Andreas und Jesko,

herzlichen Dank für eure Informationen!

Auch für die Mühe mit den Mikromerkmalen zur Hebeloma, mit denen ihr aber leider Perlen vor die Sau werft... ohne Mikro kann ich daraus keinen Namen basteln.

Mal ganz abgesehen davon (und dass dies nun äußerst nach fauler Ausrede klingt), hatte ich mir gestern den falschen Namen bei der Suche kopiert... da hätte eigentlich H. pusillum stehen sollen.
(Zwischendrin fand ich dort immer wieder Grüppchen von größeren, kräftigeren, hellhütigen Hebelomen, ebenso (für mich) ohne Rettich- aber mit süßlichem Duft. War natürlich an den Haaren herbeigezogen, dass das möglicherweise die größeren Kollegen von H. pusillum hätten sein können.)
Nach euren Hinweisen mit den Cortinaresten, die bei manchen Exemplaren sehr deutlich vorhanden sind, scheidet pusillum aus. Ob der Rest hätte hinkommen können, weiß ich allerdings auch nicht.

Den Dunkelscheibigen habe ich erst zweimal gesehen/gezeigt bekommen, hatte ich anders in Erinnerung, mit deutlicher abgegrenzter dunkler Hutmitte, ich meine auch ordentlich nach Rettich riechend - was aber wohl nicht sein muss, wie ich jetzt lerne.

Also: Mit Hebelomen halte ich es künftig wieder so, wie eingeübt: schnell wegducken, wenn eine in Sicht kommt...

Danke und Grüße,
Klaas