Re: Hallo Ingo ,wenn das Wetter stimmt ist ......
nicht´s unmöglich!Frei nach dem Basler Experten Markus Wilhelm.LG Hans
Hallo Forum,
eigentlich ganz nett, Mitte November bei 15 Grad und eitel Sonnenschein durch
die Wälder zu pilgern.
Ein Eimer Regen pro qm am Tag zuvor und die ziemlich fortgeschrittene
Jahreszeit blieben in der
Pilzwelt dann leider doch nicht ganz wirkungslos.
Eigentlich hätte ich heute gar nichts zu berichten, wären mir da nicht am
sandigen Wegrand diese
unansehlichen Träuschlinge (Psilocybe spez.) begegnet:
angesichts diese Bildes – kennt ihr eigentlich schon den Nachteil vom
Erdnagelstativ? Es ist völlig
aussichtslos, solch ein Teil in geschotterten Wegen zu versenken. Also
Freihandmethode. Mal klappt’ s,
mal nicht. Ergebnis – prima zu erkennen.
Folgendes Bild gelang etwas besser:
Auch hier einige junge Träuschlinge auf Substrat, welches ich vor Ort gar
nicht erkannt hatte. Daneben
ein paar gelbliche Kügelchen, wo ich auf den ersten Blick Jungpilze der
gleichen Art vermutete.
Das Substrat selbst hatte ich erst vor einer guten Stunde, beim Auswickeln
der Fotos auf dem Rechner,
als vermutlichen Pferdedung entlarvt. Vor Ort dachte ich noch an Holzreste.
Einen Restfladen daneben wucherten dann diese "Becherlinge" mit
seltsamen Inhalt.Bei näherem Hinsehen war mir bereits vor Ort klar, daß es sich um eine Art
Teuerlinge handeln müsse.
Nur waren sie extrem klein, nicht mal 5 mm im Durchmesser, und trugen meist
nur einen Taler im Gepäck.
Nachdem ich eben in den BW Pilzen nachgeschmökert hatte, komme ich zu keinem
zufrieden stellenden
Ergebnis. Tiegel- Teuerlinge und auch die Gestreiften meine ich zu kennen.
Sie wachsen auf Totholz und
werden auch größer. Dungteuerlinge hingegen, wofür der Standort sprechen
würde, sollten schwarze
Peridiolen haben. Schon merkwürdig, nicht!
Auch mit den nächsten Teilen komme ich nicht wirklich weiter:
Die sehen zwar eher nach Tiegeln aus, vor allem die Taler, nur waren diese
ähnlich mickrig wie die anderen.
Vielleicht handelte es sich auch nur um eine Wuchsform der erst gezeigten
Art.
Ich finde, hier besteht für mich bestes Potential zur Weiterbildung.
Ansonsten gab es nicht viel Neues zu entdecken. Eher der Jahreszeit
entsprechendes:
...und Pflanzen, die für November total unüblich sind:
Wer meine Frühjahrsbeiträge kennt weiß, worum es sich handelt. Ihr werdet es
nicht glauben, aber ich hatte nach diesem Fund einige nahe liegende
Morchelstellen gründlichst abgesucht – und zu meinem großen Glück
nichts derartiges gefunden. Man liest ja so manchmal Sachen über diverse
Theorien....
Das lassen wir an dieser Stelle aber besser sein.)
Grüßlis Ingo
)