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finale Otidea Bestimmung mit Gelbfieber *PIC*

Ingo, (vor 5816 Tagen)

Hallo Forum,

Heute mal eine kleine Nachlese. In den vergangenen Wochen hatte ich hier in mehreren Beiträgen über
Otideen-Funde berichtet. Da mit denen ohne mikroskopische Absicherung bekanntlich nicht viel geht, hatte
ich das Angebot unseres Forenmitgliedes Gelbfieber angenommen, und ihr die betreffenden Exsikkate
zwecks optischer Durchleuchtung zugeschickt.

Damit das Ganze übersichtlich bleibt, verzichte ich eben mal auf die Verlinkung der betreffenden Beiträge
und zeige nochmal die Funde, in Tateinheit mit Gelbfiebers Untersuchungsergebnissen.

Numero uno:

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wie schon im Feld vermutet und nun abgesichert – Krötenöhrling (Otidea bufonia).
Gefunden Mitte September in einem Buchenwald in Ostbrandenburg.

Numero dos

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Sehr nett, daß auch die gemeinen Eselsohren (Otidea onotica) bestätigt werden konnten.
Gefunden am 19.09.2010 in einem Buchenwald am Liepnitzsee bei Wandlitz.

Hier ganz unspanisch Nummer drei:

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Hier konnte Gelbfieber mit der ihr zur Verfügung stehenden Literatur leider
keine eindeutige Bestimmung vornehmen. Mit den relativ kleinen Sporen und den
Verdickungen an den Spitzen der Paraphysen von 2,5-3,5µm könnte es auf Otidea
formicarum nach van Vooren hinauslaufen.

Als Arten mit ähnlichen Sporenmaßen kämen eventuell auch noch
O. savonica - O. angusta - O. lohjaensis - O. nannfeldtii - O. onotica var. Brevispora und O. papillata in Frage.

Da Gelbfieber O formicarum s.l. leider nicht aus eigener Ansicht kennt, schlug
sie mir vor, die Ergebnisse hier im Forum, mit der Bitte um Unterstützung, zu
präsentieren. Wir würden uns sehr freuen, wenn jemand sachdienliche Hinweise
zum Fund beitragen könnte.

Hier nochmal die Funddaten:
Mitte Oktober bei Kiefern auf einer Böschung. Basische Bodenverhältnisse nicht ausgeschlossen,
da den Standort auch C. rutilus, S. granulatus und nach Marzipan riechende Schnecklinge teilten.
Anders als im ursprüngliche Beitrag seht ihr hier eine Ausschnittsvergrößerung, wo erkennbar wird, daß
die Außenseite der Öhrlinge kleiig bis feinkleiig beschaffen ist. Außerdem ist auffällig, dass die Innenseiten
der jungen Fruchtkörper eine helle Bereifung aufweist. Fruchtfleisch, wie zu sehen, durchweg ockerfarben.
Vielleicht hilft es ja weiter.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank, liebe Uschi, für die Mühe die du dir mit meinen Funden gemacht
hattest und vor allem für die, wie ich finde, exellente Dokumentation.
Und auch dafür, daß ich deine Ergebnisse hier präsentieren darf.

Und aktuell ?! Über das momentane Geschehen braucht man wohl nicht mehr groß nachzudenken.

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Sogar die angeblich winterharten Gesellen erstarren angesichts dieser Witterung. Demnächst dann wieder
mehr von mir hier auf diesem Sender. So ab April...;-))

Grüßlis Ingo

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Re: finale Otidea Bestimmung mit Gelbfieber *PIC*

Nobi, (vor 5816 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

erstmal schönen Dank dafür, dass Du uns diverse Otidea - Arten vorstellst. Wirklich ein klasse Beitrag, den man sich gerne anschaut.

Aber:

Und aktuell ?! Über das momentane Geschehen braucht man wohl nicht mehr groß nachzudenken.

Doch! Sollte man schon. Da gibt es ja schließlich mehrere Arten von Samtfußrüblingen. Eine interessante Diskussion mit Schlüssel findest Du hier:

http://forum.pilze-bayern.de/index.php/topic,395.15.html

Ich fand z.B. im vorigen Jahr einige eingeschneite an Salix, die ich leider nicht mikroskopierte. Hoffen wir mal, dass sie bald wieder erscheinen. Es könnte ja durchaus Flammulina elastica sein!

LG vom Nobi

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Re: finale Otidea Bestimmung mit Gelbfieber

Ingo, (vor 5815 Tagen) @ Nobi

Hallo Nobi,

vielen Dank für den Post. Aber ein Schritt nach dem anderen.
Zuerst würde ich gerne mit dem Asco voran kommen.
Für die Samtis ist später noch Zeit. ;-))

LG Ingo

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Otidea # 3 -erstmal nur Viertelfinale *PIC*

Abt, (vor 5814 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,
Du hast gestern abend um 23h11 gar nichts zum Thema gepostet -was war los? Krank? Müde?
Meine Meinung kennst du ja: Ab damit zu Nicolas Van Vooren nach Lyon!
So lange unsereins im dunklen Bestimmungsgestrüpp der kleinsporigen Otideas nur orientierungslos herumtapern kann, bleibt sonst nur die Spekulation. Sicherlich verspreche nicht nur ich mir vom Weitersenden Deines Fundes an Van Vooren ähnlich revolutionäre Umwälzungen wie weiland anläßlich des irrwitzigen Postulates, dass die Erde eine Scheibe sei.
Unten ein Fund meinerseits unter Kiefer (Göhrde, Niedersachsen, Oktober 2010), den ich Van Vooren schickte und der nun in Stockholm (immerhinque -weit gereist...) seiner Sequenzierung harrt -Otidea papillata f. pallidefurfuracea lautete Van Vooren's vorläufige Diagnose. Wurde anno 2004 übrigens (laut -schon wieder: Van Vooren) von einem gewissen Atze Gminder in Oberhof gefunden. Ich wiederum hatte 2008 am selben Fundort wie heuer 'schon mal was in dieser Richtung'.
Mein 2010-Fund hatte gegenüber Deinem rein makroskopisch gesehen bräunliche Warzen, zudem waren die Sporen etwas größer -Maße frisch meinerseits: 9,6-10,8 x 4,8-6,4, Maße Exsikkat Van Vooren: (9,2)10-11x(5,2)5,5-6(6,5).
Zuletzt noch der guten Ordnung halber eine Bonusinfo für den Freundeskreis Kleiner Gelber Öhrlinge: Höhe der Fruchtkörper bis 3,5 cm, Breite bis 1,5 cm.
Schöne Grüße aus Hamburg sendet:
Marcel
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Re: Otidea # 3 -Halbfinale!

Ingo, (vor 5814 Tagen) @ Abt

Du hast gestern abend um 23h11 gar nichts zum Thema gepostet -was war los?

Hallo Marcel,

wenn es denn was neues gegeben hätte. Eigentlich melden sich bei Ascos hier
meist genügend Experten. Wahrscheinlich müssen die Teile aber auf
irgendwelchen tierischen Exkrementen herumwachsen, oder dürfen die
Maximalgröße von 1 mm nicht überschreiten.

Meine Meinung kennst du ja: Ab damit zu Nicolas Van Vooren nach Lyon!

Aber du hast doch bestimmt vernommen, dass ich dir gerade deshalb kein
Trockengut abgeben konnte, weil ich alles an Gelbfieber geschickt hatte.

Unten ein Fund meinerseits unter Kiefer (Göhrde, Niedersachsen, Oktober
2010), den ich Van Vooren schickte und der nun in Stockholm (immerhinque
-weit gereist...) seiner Sequenzierung harrt -Otidea papillata f.
pallidefurfuracea lautete

Die armen Öhrlinge....! Wenn papillata ausgeschlossen werden kann, ist mein Fund,
zumindest nach Van Vooren, doch schon im Halbfinale.
Übrigens werde ich die Ohren demnächst schon alle im Feld bestimmen können.
Ich muß mir jetzt nur noch die ganzen Ohrenschlüssel unters Kopfkissen packen,
die mir inzwischen von mitleidigen Forenteilnehmern zugemailt wurden.

Vielleicht wäre es inzwischen möglich, dem Experten aus Lyon einen Hinweis
zu meinem Beitrag zu schicken. Möglicherweise gibt es ja irgendwo
noch hilfreiche Makrobeschreibungen zu O. formicarum.

Einstweilen vielen Dank und einen schönen Wintertag noch
an die Alster - Ingo

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Re: Otidea # 3 -Halbfinale!

Abt, (vor 5813 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,
aber Uschi könnte ja vielleicht ihren Tresor aufschließen und eines der Exemplare expedieren?
O. papillata würde ich nicht ausschließen wollen -dazu habe ich zu wenig Erfahrung mit kleinsporigen Otideas, ich wollte nur aus meiner Sicht die beiden Unterschiede nennen.
Die Ohrenschlüssel würden mich interessieren -vielleicht sind ja welche dabei, die ich nicht kenne. Kannst du sie mir bitte bei Gelegenheit an meine Büroadresse mailen?
Vielen Dank!
Marcel
(nach Diktat verreist)

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Re: Otidea # 3 -Halbfinale!

Ingo, (vor 5812 Tagen) @ Abt

Hallo Marcel,

kommt Zeit, kommt Tat. Der Winter scheint ja ergiebig zu werden.

GRIngo

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Re: Otidea # 3 -Halbfinale!

Gelbfieber, (vor 5811 Tagen) @ Ingo

Hallo und guten Abend,

zum Beitrag über die Ohren ein paar Anmerkungen:

…… und ihr die betreffenden Exsikkate zwecks optischer Durchleuchtung zugeschickt.

Optische Durchleuchtung ….. genial ausgedrückt Ingo. Werde ich gern (mit Verweis auf dich) in meinen Beiträgen statt z. B. mikroskopiert verwenden :-)

….. aber Uschi könnte ja vielleicht ihren Tresor aufschließen und eines der Exemplare expedieren?

Mach ich doch gern. Schickt mir doch bitte, um vorab schon mal vorzufühlen, die Mailanschrift von N. van Vooren.

… kommt Zeit, kommt Tat.

An mir soll es nicht liegen!

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: Otidea # 3 -Halbfinale!

Ingo, (vor 5811 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Uschi,

wie schon geschrieben: wir wollen uns nicht hetzen lassen.
Marcel bekommt PN. Eigentlich hatte ich gedacht, dass du
den Kontakt von V. Vooren schon hattest.

Grüßlis Ingo