Vielleicht auf dem Foto nicht so gut zu erkennen, aber der Stiel ist deutlich
längsgerillt! Hilft dies für eine Bestimmung? Es ist leider das einzige
Foto!
Funddaten: Deutschland, Schleswig-Holstein, Flensburg, NSG Twedter Feld, 25.
September 2010
Hallo Mario!
Dass mit dem längsgerillten Stiel kann ich nicht glauben. Er ist ja bis auf die Stielspitze relativ gut zu erkennen, man sieht einen mäßig hyalinen Stiel mit inneren Bänderungen.
Es gäbe einen typischen Helmling mit längsgerillten Stiel, nämlich Mycena polygramma (Rillstieliger Helmling), aber der ist es mit Sicherheit nicht.
Wobei wir schon etwas beim Thema wären: ist ja interessant, in welchem Bundesland oder NSG du die Pilze gefunden hast, für eine Bestimmung wäre aber viel wichtiger, an welchem Substrat, bei welchen Bäumen, mit welcher Ölologie du die Pilze gefunden hast. Diese Angaben vermisse ich ganz stark.
Geruchsangaben oder weitere Angaben zu Auffälligkeiten (einzeln oder gesellig? Farbe Lamellenschneiden? Bereifung? Hutriefung?) des gefundenen Pilzes sind auch immer nicht schlecht.
Blind in die Fantasiekiste gegriffen, könnte ich mir Mycena metata (Kegeliger Helmling) vorstellen. Das ist ein gesellig wachsender Helmling in allerlei Streu mit schwachem Jod-Geruch (antrocknen!), ockerrosalichem Schein des Hutes, auffällig weißen Lamellen, jung mit Hutbereifung, älter mit glatt-glänzendem Hutscheitel.
Der vermutliche blasse M. epipterygia (Dehnbare Helmling)kann sein, gibt ja auch Varietäten, denen die gelblichen Farben fehlen. Ja, die haben eine dehnbare Haut auf Hut und Stiel, einfach mal testen, wenn frisch.
Mycena haematopus (Bluthelmling) dürfte der 3. mit blutroter Flüssigkeit sein.
VG Ingo W