Samtfußrüblinge haben sich durch den Schnee gedrückt
Hmm, Samtfußrüblinge mit reichlich Velum am Hutrand? Da würde ich gern noch ein Foto von der Unterseite sehen, ehe ich sie glaube. Ich hätte jetzt eher an Tubaria gedacht.
Ohnehin habe ich
eine ganz grundsätzliche Frage. In diesem Jahr will ich mich unbedingt mit
der Mikroskopie anfreunden und insbesondere auch chemische Prüfungen der
Funde vornehmen, um z.B. endlich mal die unzähligen verschiedenen Ramarias
auseinanderzuhalten. Gibts dazu ein geeignetes Buch oder anderweitig eine
Liste der üblichen Reagentien, die man braucht ? Es wäre ja besser, man
hat es parat, als daß man jedesmal wieder sich verschiedene Chemikalien
neu besorgen muß.
Das modernste und derzeit beste Ramaria-Buch ist wohl das von Christan, da schließe ich mich dem Vorredner an. Zu den Reagenzien: unbedingt sollte man Kongorot haben, um das Vorhandensein von Schnallen zu beurteilen, dazu Baumwollblau-Milchsäure (ersatzweise Baumwollblau-Lactophenol), um das Ornament der Sporen zu sehen. Makrochemische Farbreaktionen gibt es mit KOH 20 %, Melzers Reagenz und Eisensulfatlösung.
Um Bad Hersfeld dürfte es übrigens wegen des Buntsandsteinbodens nicht so viele echte Korallen geben, allenfalls die holzbewohnenden Arten. In den Kalkbuchenwäldern des südwestlichen Thüringens (Region Vacha, Schmalkalden, Meiningen) geht sicher deutlich mehr.
Freundliche Grüße und viel Erfolg fürs neue Jahr
Stephan