Re: Gestrige Wintertour - Unbekannte
Hallo Toffel,
Folgendes kann ich hier beitragen:
1) Ich vermute, es handelt sich um Ascocoryne. Kann das jemand bestätigen?
Mehr als die Gattung lässt sich wohl eh nicht sagen...
Siehe meine Antwort von gestern, 23:27 Uhr.
2) Ein Feuerschwamm (Phellinus). Vermute ja P. ferreus... Substrat müsste den
umgebenden Bäumen und den noch zu sehenden Substratabschnitten nach
Rotbuche sein.
Nach meiner Meinung kommen hier nur Phéllinus férreus und Ph. ferruginosus in Frage. In diesem filzmattenähnlichen Stadium, ohne Poren, geschweige denn Sporen, könnte nur über die bei Ph. ferruginosus vorhandenen und bei Ph. férreus fehlenden Seten im Subikulum und in Spalten des Substrats eine Entscheidung getroffen werden.
Ich sehe übrigens in beiden Fotos rechts oben mindestens 2 Eichenblätter.
3) Ich vermute Cerocorticium molare.
Ich denke, hier liegst Du richtig: Gezähnter Reibeisenpilz (Radulómyces molaris = Cerocortícium molare). Die Unterscheidung vom Reibeisen-Rindenpilz (Basidiorádulum rádula = Hyphoderma rádula) ist aber rein makroskopisch schwierig, wenn der Letztere mal nicht auf seinem Lieblinssubstrat Vogelkirsche wächst. Mikroskopisch ist es, allein über die Form der Sporen, ein Kinderspiel.
6) Als ich den Pilz sah, dachte ich gleich, dass es der gleiche ist, den auch
Harzpizchen gefunden hat
( Beitrag 199956 ).
Die Röhren ließen sich leicht vom Substrat ablösen.
Wie Werner halte auch ich diesen für Schizópora flavípora.
7) Hier habe ich auch keine Ahnung. Schon aus der Ferne waren die resupinaten
Abschnitte mit der weichwellig Kontur sichtbar. Auffällig war der würzige Geruch.
Ich kann ihn förmlich riechen, den Laubholz-Harzporling (Ischnoderma resinosum). Bei günstigem Wind macht er sich oft schon durch den Geruch bemerkbar, bevor man ihn zu Gesicht bekommt. Der Geruch ist jedoch unterschiedlich ausgeprägt und fehlt manchmal völlig.
Gruß - Schnuffel