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Re: Risspilze (Bayern), Teil2

interhias ⌂, (vor 5754 Tagen) 1.765 Beiträge @ Andreas 2

Hallo Hias,
mit den kleinen Fruchtkörpern hätte ich weniger ein Problem. Was mich stört,
das sind die dicken Zystidenwände. Dann noch die flaschenförmigen
Cheilozystiden, da geht es ganz schnell Richtung I. sindonia. Natürlich
wäre sie auch nicht gerade typisch (Hutfarbe, Geruch). Solche
Abgrenzungsschwierigkeiten begegne ich in dieser Gruppe leider immer
wieder.
Deine 2. Koll. passt da schon besser zu I. albovelutipes. Wo zieht man
Grenzen, wo beseitigt man sie besser??? Ich weiß es auch nicht!
I. monochroa glaube ich 1x im Hochschwarzwald in 1200m Höhenlage am Waldrand
zum baumfreien Herzogenhorn gefunden zu haben. Die wesentlichen
Unterschiede zu I. albovelutipes liegen im mikroskopischen Bereich.
Größere Sporen und längere, dickwandigere Zyst. Bei diesem Fund waren Maße
und Form genau wie bei Kuyper angegeben. Ich hänge mal das Bild mit an.
Wenn auch nicht so schön, da ein altes Diarepro, so zeigt es doch die
große Ähnlichkeit zu I. albovelutipes.
Gruß Andreas

Hallo Helmut und Andreas,

danke für eure Enschätzungen! Ich lasse auf jeden Fall ein cf. stehen bei dieser Kollektion. I. albovelutipes scheint auch keine allzu "gängige" Art zu sein, da ist wohl Vorsicht geboten. I. sindonia würde ich dennoch ausschließen wollen; die fehlende Stielbereifung und auch die vergleichsweise kräftige Färbung junger Fruchkörper passen meines Erachtens nicht zu dieser Art, mikroskopisch auch die nahezu hyalinen Hymenialzystiden nicht.

Anhand der in KOH stark gelb reagierenden Zystiden müsste man I. sindonia auch von makroskopisch ähnlichen fuscidula-Kollektionen abtrennen können - das ist mir erst aufgefallen, seit ich den Kuyper besitze, der diese Reaktion ja sogar als Schlüsselmerkmal verwendet. Stangl und soweit ich weiß auch Helmut scheinen diesem Merkmal allerdings weniger große Bedeutung beizumessen.

Beste Grüße
Hias

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