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Re: Cortinarien 2010 (C. caesiostramineus)

Andreas ⌂, (vor 5738 Tagen) 8.003 Beiträge @ Günter Saar

Hallo Hias,
ich würde beide Aufsammlungen auch caesiostramineus nennen, eigene Funde
hatten auch Sporen im "unteren" Bereich 7,5-8,5 x 4,5-5µ,
stammen aber ausschließlich aus Mischwldern auf Kalk. Zwei Kollektionen
davon präsentierten sich gar mit Erdgeruch (rote Beete), sind aber
genetisch nicht von den restlichen getrennt. Die Blautöne sind mal
vorhanden, mal kaum wahrnehmbar.
C. gentianeus (möglicherweise identisch mit C. olidoamarus) sieht etwas
anders aus, eher wie ein glaucopus, mit dem (und magicus) er auch die
Clade teilt. Dessen Sporen können noch etwas kleiner sein.
Zum Cortinarien bestimmen empfehle ich dringend die FN als Buch der Wahl!
schöne Grüße
Günter

Hallo,

ich hatte 2009 mehrere Aufsammlungen von so kleinen blassen Phlegmacien mit teilweise leicht bläulichen Tönen (mal mehr mal weniger). Eine Kollektion, die insgesamt auch etwas robuster wirkte (wenn auch nicht größer) habe ich als caesiostramineus getauft, zwei andere schmächtigere als gentianeus. Neben der Sporengröße war auch die Sporenform etwas unterschiedlich.

C. caesiostramineus:
Sporen mehrheitlich zitronen- aber auch mandelförmig, relativ grob warzig.
7,7-9-10,3 x 4,7-5,3-5,9 µm, Q = 1,54-1,7-1,9 (25 Sporen in KOH 3% aus Exsikkat, errechneter 95%-Bereich).

C. gentianeus:
Sporen elliptisch bis fast mandelförmig, nicht besonders grob isoliert-warzig.
6,7-7,6-8,6 x 4,6-5,1-5,6 µm, Q = 1,4-1,5-1,65 (20 Sporen in KOH 3% aus Exsikkat, errechneter 95%-Bereich).
Sporen mehrheitlich mandelförmig, fein isoliert-warzig.
7-7,9-8,7 x 4,8-4,9-5,1 µm, Q = 1,4-1,6-1,75 (20 Sporen in KOH 3% aus Exsikkat, errechneter 95%-Bereich).

Funga Nordica ist sicherlich ein tolles Buch, auch für Cortinarien, auch für Phlegmacien, aber ich würde doch den Atlas des Cortinaires, Cortinarius in Sweden und manch andere französische Publikation nicht einfach unerwähnt lassen. Auch die Cortinarius in Italia sind nicht ganz ohne Belang.
Im Übrigen beschleicht mich manchmal das Gefühl, dass auch molekulare Ergebnisse nicht immer unanfechtbar sind. Seit ich mit meinen Mollisien selbst Erfahrung damit gemacht habe, sind molekulare Ergebnisse zwar weiterhin ein sehr gewichtiges Argument für mich, aber kein Absolutum.

Was nicht heißt, dass ich mich auf eine Trennung zwischen C. gentianeus und C. caesiostramineus versteife. Da fehlt mir auch genügend Material. Mit meinen drei Kollektionen von 2009 hätte ich jedoch wenig Probleme bei der Trennung nach Atlas des Cortinaires.

Meine als C. gentianeus bezeichneten 2 Kollektionen sind mir 1000%iger Sicherheit was anderes als was Rudi vom Blutsee als C. gentianeus zeigt und die gehören sicvher nicht in die Verwandtschaft zu C. glaucopus und C. magicus.

beste Grüße,
Andreas

beste Grüße,
Andreas

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