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KOH-Problem bei Mollisia retincola

Der Juergen, (vor 5630 Tagen)

Liebe Asconesen,

kann es sein, dass bei zu stark konzentrierte KOH-Lösung, die typische Farbreaktion an den Paraphysen von Mollisia retincola, nicht mehr zu sehen ist? Vielleicht hat sich meine 5% KOH-Lösung im Alter etwas aufkonzentriert!? Unterm Mikro konnte ich sehen, wie die Paraphysen sich auflösten, aber keine Farbänderung.

Grüßle
Jürgen

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Re: KOH-Problem bei Mollisia retincola

Ingo Wagner, (vor 5630 Tagen) @ Der Juergen

Liebe Asconesen,
kann es sein, dass bei zu stark konzentrierte KOH-Lösung, die typische
Farbreaktion an den Paraphysen von Mollisia retincola, nicht mehr zu sehen
ist? Vielleicht hat sich meine 5% KOH-Lösung im Alter etwas
aufkonzentriert!? Unterm Mikro konnte ich sehen, wie die Paraphysen sich
auflösten, aber keine Farbänderung.
Grüßle
Jürgen

Hallo Jürgen!

Welche Vergrößerung hast du für die Beobachtung benutzt?
Die 5%-ige KOH-Lösung (oder auch leicht mehr konzentriert) sollte nicht das Problem sein.

Ich mache nebenher auch immer einen Makrotest. Dafür bei M. retincola am besten einen noch "ungelben" Becher verwenden, oft sind ja in solchen Kollektionen auch graue vorhanden, davon den hellsten. Dann mit einer Nadel oder was ähnlich geeignetem ein klein wenig KOH auf die Fruchtschicht geben. Ist nicht unbedingt "der" Beweis, aber zumindest ist es bei stark positiv reagierenden Mollisien so auch schon zu sehen.

Wenn sich natürlich tatsächlich, wie von dir geschrieben, die Paraphysen aufgelöst haben, dann ist wohl doch was an der Konzentration nicht in Ordnung. Denn eigentlich sollte sich bei Positiv-Reaktion nur die lichtbrechende Vakuole gelb ins Medium lösen.

3. Variante wäre, dass es nicht retincola ist, glaube ich aber nicht ernstlich.

VG Ingo W

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Re: KOH-Problem bei Mollisia retincola

Der Juergen, (vor 5630 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

Welche Vergrößerung hast du für die Beobachtung benutzt?

Ich habs unter 1000fach beobachtet.

Ich mache nebenher auch immer einen Makrotest. Dafür bei M. retincola am
besten einen noch "ungelben" Becher verwenden, oft sind ja in
solchen Kollektionen auch graue vorhanden, davon den hellsten. Dann mit
einer Nadel oder was ähnlich geeignetem ein klein wenig KOH auf die
Fruchtschicht geben. Ist nicht unbedingt "der" Beweis, aber
zumindest ist es bei stark positiv reagierenden Mollisien so auch schon zu
sehen.

Ich hatte nurmehr ein frisches Becherchen für diesen Test zur Verfügung, und konnte leider keine Farbreakton sehen (unterm Bino 20x). Die restlichen Becherchen sind schon hinüber und in Auflösung begriffen.

Vielen Dank für den Tipp mit dem Schnelltest! Werd ich in Zukunft - d.h. sofern ich überhaupt noch mal Mollisien anschaue:-), ausprobieren. Zur Bestimmung; ich kann da Fehler bei mir grundsätzlich schlecht ausschließen; mit dem Schlüssel von A. Gminder komme ich über das Substrat (Phragmites communis), und über die reichlichen Kristalle im Excipulum, sowie die langen, schmalen (und ölreichen) Sporen (-23 µm) zu M. retincola.

Grüßle
Jürgen

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Re: KOH-Problem bei Mollisia retincola *PIC*

Ingo Wagner, (vor 5630 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen!

ich kann da Fehler bei mir grundsätzlich schlecht
ausschließen; mit dem Schlüssel von A. Gminder komme ich über das Substrat
(Phragmites communis), und über die reichlichen Kristalle im Excipulum,
sowie die langen, schmalen (und ölreichen) Sporen (-23 µm) zu M.
retincola.

Ja, passt schon! Keine Bilder gemacht?
Substrat Schilf, relativ dicke Becher, Farbe von grau zu gelblich und ausgeprägtes Subikulum wären so die Makro-Eckdaten, die mir einfallen. Wüsste nicht, dass es da was ähnliches bei uns gibt.

Ich hatte nurmehr ein frisches Becherchen für diesen Test zur Verfügung, und
konnte leider keine Farbreakton sehen (unterm Bino 20x). Die restlichen
Becherchen sind schon hinüber und in Auflösung begriffen.

Wenn die Kollektion schon derartig gelitten hat, kann das auch ein Grund sein. Waren denn noch ordentlich die lichtbrechenden Vakuolen in den Paraphysen zu sehen?
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Die Reaktion ist besser bei weniger als 1000x Vergrößerung zu beobachten. 400x ist gut.

VG Ingo W

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Re: KOH-Problem bei Mollisia retincola *PIC*

Der Juergen, (vor 5628 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

hier mal ein paar Fotos nachgereicht. Ich vermute mittlerweile, dass ich den KOH-Test beim ersten mal nicht richtig gesehen hatte (1000fache Vergrößerung), und beim zweiten Mal zu alte Fruchtkörper hatte. Die Art dürfte makro- wie mikroskopische gut definiert sein.

Grüßle Jürgen

p.s.: Asco-Sonneberg ist übrigens die erste Seite, die ich bei solchen Becherlingsfunden konsultiere, danach kommt dann die Baral-CD und div. Schlüssel:-))

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Re: KOH-Problem bei Mollisia retincola

Ingo Wagner, (vor 5628 Tagen) @ Der Juergen

Hi Jürgen!

hier mal ein paar Fotos nachgereicht. Ich vermute mittlerweile, dass ich den
KOH-Test beim ersten mal nicht richtig gesehen hatte (1000fache
Vergrößerung),

Ja, du hast sehr gutes, helles Licht bei 1000x, die Farben sind aber mitunter bei geringerer Vergrößerung besser zu sehen (nur meine Meinung).

und beim zweiten Mal zu alte Fruchtkörper hatte. Die Art
dürfte makro- wie mikroskopische gut definiert sein.

Ich hege keinen Zweifel an M. retincola, passt alles!

p.s.: Asco-Sonneberg ist übrigens die erste Seite, die ich bei solchen
Becherlingsfunden konsultiere, danach kommt dann die Baral-CD und div.
Schlüssel:-))

Umgekehrt wäre besser, denn mitunter schreibe ich nur wie ich´s verstehe. Möglicherweise kräuseln sich da manchmal die Fußnägel der Profis, wenn sie das Geschreibsel zu Gesicht bekommen. :-)

VG Ingo W

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Re: KOH-Problem bei Mollisia retincola

Der Juergen, (vor 5627 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

Umgekehrt wäre besser, denn mitunter schreibe ich nur wie ich´s verstehe.
Möglicherweise kräuseln sich da manchmal die Fußnägel der Profis, wenn sie
das Geschreibsel zu Gesicht bekommen. :-)

Nur keine falsche Bescheidenheit; Deine Seite ist hervorragend. Für einen schnellen "Überflug" viel praktikabler als Zottos CD, wo man sich erst mal durchgraben muss:-).

Grüßle
Jürgen