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Re: Wiesbadener Mischung

Ingo Wagner, (vor 5597 Tagen) 4.044 Beiträge @ Klaas

Hi Klaas!

Hauptsächlich daran, dass ich blutiger Anfänger bin.
Von repandus und imberbis hatte ich jetzt gerade mal 2 oder 3 Funde unterm
Glas und als solche recht
unsicher abgelegt.

Rede keinen Unsinn! Wenn die Merkmale stimmen, kommt es nicht darauf an, wieviele du schon gesehen hast!
Bei H. imberbis ist wichtig einen Längsschnitt zu machen, bei dem auch die Stielbasis mit seinen seitlichen Hyphen mit unter das Mikroskop kommt. Lugol drauf und wenn es dort blau wird, bist du in der richtigen Ecke. Jetzt noch genau die Tropfenverteilung und -menge bei vitalen Sporen diagnostizieren, dann hast du H. imberbis oder kathiae. Haken findest du sowieso, aber bei Hymenoscyphus günstigerweise an Jung-Asci nachschauen, weil die Stielbasen von reifen Asci bei der Gattung oft so dünn sind, dass man die Haken nicht mehr erkennt.

Dabei nicht verunsichern lassen, wenn du den Pilz auf Nadelholz gefunden hast. Das geht, ist bloß nie erwähnt!! (Leider schreibst du nichts über das Substrat, oder habe ich es überlesen?)

Beim vermeintlichen H. repandus:
langellipsoide Sporen, ca. 12,5 x 2,8, in den Polenden vital jeweils ein mittlerer und ein paar kleine Tropfen, Ölgehalt ca. 1-2, keine Haken an der Ascusbasis und mittelgroße Tropfen in den Paraphysen ---> Fertig!

Falls du Abweichungen feststellst, wird es interessant. Dann auf jeden Fall wieder melden!

VG Ingo W

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