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Netzst. Hexenröhrling-Effekte mit Koffein/Teein ?

Birgit, (vor 9149 Tagen)

Hallo ihr Lieben,

ich habe gerade weiter unten eine Diskussion mit Geli und Mimi ( hier gehts los: http://imkpc3.physik.uni-karlsruhe.de/cgi-bin/webbbs/pconfig.pl?read=20843). Sowohl Geli als auch mimi erzählen, daß sie jeweils einen Pilzberater kennen, der in Verbindung mit dem netzstieligen Hexenröhrling nicht nur vor dem gleichzeitigen Genuß von Alkohol sondern auch vor dem Genuß von Kaffee und Tee warnt. Davon hab ich noch nie was gehört und ehrlich gesagt glaub ich das auch nicht so ganz. Weiß vielleicht jemand, der sich auskennt, Näheres, insbesondere konkrete Quellen?

Desweiteren warnt einer dieser beiden Pilzberater auch davor zum Parasol Alkohol zu trinken, denn ihm seien persönlich drei Vergiftungsfälle bekannt, wo zum Parasol Weiß- bzw. Rotwein getrunken wurde. Ist dazu etwas bekannt? Ganz abgesehen davon, daß ich es für relativ gewagt halte aus drei Fällen statistisch abgesichert ;-) einen solchen Zusammenhang zu konstruieren, da vermutlich doch relativ viele Leute häufiger mal nen Wein oder ein Bier zum Essen konsumieren.

Weiterhin kam noch die These auf, daß es sich immer um eine Vergiftung und keinsfalls um eine Allergie handeln könne, wenn Alkohol zusammen mit Pilzen konsumiert würde??? Ist das tatsächlich so (glaub ich eher nicht), wenn ja welche Quelle gibts dafür???

Ohne mimi und geli auf die Füße treten zu wollen (sie glauben in dem Fall ja dem Experten), habe ich doch den leichten Eindruck, daß es sich hier um ein bißchen Panikmache handelt. Vielleicht irre ich mich ja, was meint ihr??

Liebe Grüße

Birgit

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Re: Netzst. Hexenröhrling-Effekte mit Koffein/Teei *oT*

Karl-Heinz ⌂, (vor 9149 Tagen) @ Birgit

- kein Text -

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Die Pilzberater sollten eine Nachschulung besuch. *oT*

Karl-Heinz ⌂, (vor 9149 Tagen) @ Birgit

- kein Text -

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Re: Netzst. Hexenröhrling-Effekte mit Koffein/Teei

Matzinger, (vor 9149 Tagen) @ Birgit

Hallo ihr Lieben,
ich habe gerade weiter unten eine Diskussion mit Geli und Mimi ( hier gehts
los:
http://imkpc3.physik.uni-karlsruhe.de/cgi-bin/webbbs/pconfig.pl?read=20843
). Sowohl Geli als auch mimi erzählen, daß sie jeweils einen Pilzberater
kennen, der in Verbindung mit dem netzstieligen Hexenröhrling nicht nur
vor dem gleichzeitigen Genuß von Alkohol sondern auch vor dem Genuß von
Kaffee und Tee warnt. Davon hab ich noch nie was gehört und ehrlich gesagt
glaub ich das auch nicht so ganz. Weiß vielleicht jemand, der sich
auskennt, Näheres, insbesondere konkrete Quellen?
Desweiteren warnt einer dieser beiden Pilzberater auch davor zum Parasol
Alkohol zu trinken, denn ihm seien persönlich drei Vergiftungsfälle
bekannt, wo zum Parasol Weiß- bzw. Rotwein getrunken wurde. Ist dazu etwas
bekannt? Ganz abgesehen davon, daß ich es für relativ gewagt halte aus
drei Fällen statistisch abgesichert ;-) einen solchen Zusammenhang zu
konstruieren, da vermutlich doch relativ viele Leute häufiger mal nen Wein
oder ein Bier zum Essen konsumieren.
Weiterhin kam noch die These auf, daß es sich immer um eine Vergiftung und
keinsfalls um eine Allergie handeln könne, wenn Alkohol zusammen mit
Pilzen konsumiert würde??? Ist das tatsächlich so (glaub ich eher nicht),
wenn ja welche Quelle gibts dafür???
Ohne mimi und geli auf die Füße treten zu wollen (sie glauben in dem Fall ja
dem Experten), habe ich doch den leichten Eindruck, daß es sich hier um
ein bißchen Panikmache handelt. Vielleicht irre ich mich ja, was meint
ihr??
Liebe Grüße
Birgit

Hallo Birgit,
auch ich esse regelmäßig "netzis" mit alkohol, ich lebe noch.
gruß matzinger

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ich auch

Birgit, (vor 9149 Tagen) @ Matzinger

Hi matzinger,

auch ich esse regelmäßig "netzis" mit alkohol, ich lebe noch.

das mach ich auch, war zwar etwas ungeplant damals, aber geschadet hats nix. Den Effekt gibts aber tatsächlich bei einigen Leuten, das ist keine "Ente".

Gruß

Birgit

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Re: Netzst. Hexenröhrling-Effekte mit Koffein/Teei

dbw, (vor 9149 Tagen) @ Birgit

Desweiteren warnt einer dieser beiden Pilzberater auch davor zum Parasol
Alkohol zu trinken, denn ihm seien persönlich drei Vergiftungsfälle
bekannt, wo zum Parasol Weiß- bzw. Rotwein getrunken wurde. Ist dazu etwas
bekannt? Ganz abgesehen davon, daß ich es für relativ gewagt halte aus
drei Fällen statistisch abgesichert ;-) einen solchen Zusammenhang zu
konstruieren, da vermutlich doch relativ viele Leute häufiger mal nen Wein
oder ein Bier zum Essen konsumieren.

Ist zwar auch nur anekdotisch: aber wir haben letzte Woche erst (wie schon viele Male zuvor) zu viert eine satte Menge gebratene Parasol (und eindeutig Parasol, keine Safrans) mit ebenso reichlichen Mengen Weiß- und Rotwein genossen - und Klagen gabe es bisher keine. Man weiß halt nie: Lag's jetzt am Weißwein, am Rotwein, oder vielleicht am Schnaps hinterher, wenn's im Kopf oder im Magen rumort - oder vielleicht sogar am verdorbenen Kartoffelsalat vom Mittag zuvor ...

Übrigens: auch unsere ansonsten ziemlich "allergisch" (echte Allergien sind das ja meist nicht - gemeint ist eigentlich: mit Überempfindlichkeitsreaktionen auf diverse Nahrungsmittel) reagierenden Kinder haben bisher nie auf Parasol reagiert (natürlich nicht mit Alkohol zusammen!)
Echte allergische Kreuzreaktionen bei sensibilisierten Personen (und nur bei diesen)durch die Wechselwirkung Pilzeiweiß/Restspuren anderer, z.B. zur Klärung im Wein verwendeter Eiweiße würde ich allerdings bei echten "Allergikern" nicht ausschließen.

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Re: Netzst. Hexenröhrling-Effekte mit Koffein/Teei

Boletus ⌂, (vor 9148 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit

Seit gut 10 Jahren führe ich in der Schweiz eine amtliche Pilzkontrollestelle für drei Gemeinden . In dieser Zeit habe ich ca. 500 kg Parasolpilze den Sammlern zum Verzehr freigegeben. In keinem Fall sind bei der Konsumation Probleme aufgetreten.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Art auch ab und zu verwechselt wird. Ich stelle fest, dass wenig erfahrene Sammler jede grössere Makrolepiota als Parasol betiteln. Ich nehme deshalb an, dass bei gastrointestinalen Reaktionen nach dem Genuss nicht procera, sondern M. rachodes var. hortensis (Gartenform des Safranschirmlings), verantwortlich gemacht werden muss. Der dabei konsumierte Alkohol wird dabei keine Rolle für die gesundheitlichen Probleme gespielt haben. Es ist erwiesen, dass diese Art bei empfindlichen Personen Probleme auslösen kann. Der Giftriesenschirmpilz, M. venenata wäre eine andere Möglichkeit für Spekulationen. Ich persönlich glaube aber, dass dieser Pilz infolge seiner Seltenheit ausgeklammert werden kann.

Der netzstielige Hexenröhrling ist bei uns nicht auf der Speisepilzliste. Der Grund dafür liegt in der Unverträglichkeit zusammen mit dem Alkohol.Das heisst, dass ich diese Art nicht zum Verzehr freigeben darf. Deshalb kann ich hier keine Aussagen machen weil die Erfahrung fehlt. (Kann mir die Sache mit dem Tee, Kaffee jedoch nicht vorstellen !)

Herzliche Grüsse
Sepp

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Re: Netzst. Hexenröhrling-Effekte mit Koffein/Teei

geli, (vor 9148 Tagen) @ Boletus

Hallo Birgit
Seit gut 10 Jahren führe ich in der Schweiz eine amtliche Pilzkontrollestelle
für drei Gemeinden . In dieser Zeit habe ich ca. 500 kg Parasolpilze den
Sammlern zum Verzehr freigegeben. In keinem Fall sind bei der Konsumation
Probleme aufgetreten.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Art auch ab und zu verwechselt wird.
Ich stelle fest, dass wenig erfahrene Sammler jede grössere Makrolepiota
als Parasol betiteln. Ich nehme deshalb an, dass bei gastrointestinalen
Reaktionen nach dem Genuss nicht procera , sondern M. rachodes var.
hortensis (Gartenform des Safranschirmlings), verantwortlich gemacht
werden muss. Der dabei konsumierte Alkohol wird dabei keine Rolle für die
gesundheitlichen Probleme gespielt haben. Es ist erwiesen, dass diese Art
bei empfindlichen Personen Probleme auslösen kann. Der
Giftriesenschirmpilz, M. venenata wäre eine andere Möglichkeit für
Spekulationen. Ich persönlich glaube aber, dass dieser Pilz infolge seiner
Seltenheit ausgeklammert werden kann.
Der netzstielige Hexenröhrling ist bei uns nicht auf der Speisepilzliste. Der
Grund dafür liegt in der Unverträglichkeit zusammen mit dem Alkohol.Das
heisst, dass ich diese Art nicht zum Verzehr freigeben darf. Deshalb kann
ich hier keine Aussagen machen weil die Erfahrung fehlt. (Kann mir die
Sache mit dem Tee, Kaffee jedoch nicht vorstellen !)
Herzliche Grüsse
Sepp

Hallo Sepp und an all die Anderen zu diesem Thema,

hier ist Geli, mir hat mein Pilzberater das alles erzhählt wie Du von Birgit sicher gehört hast. Da ich mich auch ein klein wenig auskenne und mich ebenso, wie Ihr jetzt, gewundert habe, habe ich ihn natürlich sofort auf die Gartenform des Safranschirmlings sowie auf den sehr seltenen Giftriesenschirmpilz und andere Schirmlingsarten angesprochen! Er versicherte mir jedoch er habe die Pilze vorher selber gesehen und es wären eindeutig echte Parasol gewesen. Auch ihm seien solche Fälle vorher noch nie zu hören gekommen. Da die Leute aber nicht einfach ein wenig Magen-Darmprobleme hatten ( sie mußten immerhin 3 Tage stationär im KH verweilen! ) geht er schon von einer echten Vergiftungsreaktion in Verbindung mit dem dazugetrunkene Alkohol aus. Näheres weiß ich aber leider auch nicht. Er hat mir dann eben auf meine weitere Frage mit allergischen Reaktionen erklärt, daß dies bei einigen Pilzarten ( so. z.B. auch beim Butterpilz) vorkommen kann, aber bei Pilzen wie dem Netzi wären Reaktionen in Verbindung mit Alkohol eben keine allergischen mehr, sondern in dedem Falle eine Art von Vergiftungsreaktion.
Wenn wir das mit den Fällen mit den Parasolpilzen aufklären wollen, muß ich meinen Pilzberater halt nochmal näher ausfragen!?

Gruß Geli

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Re: Netzst. Hexenröhrling-Effekte mit Koffein/Teei

Joachim, (vor 9148 Tagen) @ Birgit

Pilze die Coprin enthalten wie z.B. der Coprinus atramentarius (Faltentintling) dürfen auf keinen Fall Mit Alkohol genossen werden. Der Alkohol löst das Gift Coprin und der Körper kann es so aufnehmen. Es ist eine echte Vergiftung und keine Allergie oder persönliche Unverträglichkeit. Ich kenne auch jemand der den Netzstieligen Hexenröhrling mit Alkohol zusammen gegessen hat, (Boris G., Birgit Du kennst ihn ja auch) und keine Probleme damit hatte.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim

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Tee/Kaffee mit B. luridus??? Wer weiß Konkretes?

Birgit, (vor 9148 Tagen) @ Joachim

Hi Joachim,

Pilze die Coprin enthalten wie z.B. der Coprinus atramentarius
(Faltentintling) dürfen auf keinen Fall Mit Alkohol genossen werden. Der
Alkohol löst das Gift Coprin und der Körper kann es so aufnehmen. Es ist
eine echte Vergiftung und keine Allergie oder persönliche
Unverträglichkeit.

Danke für die Info, Joachim, aber um die Alkoholunverträglichkeit/vergiftung gehts überhaupt nicht bei dieser Frage. Sie wird von mir gar nicht bestritten, dieser relativ häufig auftretende Effekt ist mir bekannt. Mir gings um die Verträglichkeit mit Tee/Kaffee?

Gruß

Birgit

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Re: Netzst. Hexenröhrling-Effekte mit Koffein/Teei

Birgit, (vor 9148 Tagen) @ geli

Hi geli,

hier ist Geli, mir hat mein Pilzberater das alles erzhählt wie Du von Birgit
sicher gehört hast. Da ich mich auch ein klein wenig auskenne und mich
ebenso, wie Ihr jetzt, gewundert habe, habe ich ihn natürlich sofort auf
die Gartenform des Safranschirmlings sowie auf den sehr seltenen
Giftriesenschirmpilz und andere Schirmlingsarten angesprochen! Er
versicherte mir jedoch er habe die Pilze vorher selber gesehen und es
wären eindeutig echte Parasol gewesen. Auch ihm seien solche Fälle vorher
noch nie zu hören gekommen. Da die Leute aber nicht einfach ein wenig
Magen-Darmprobleme hatten ( sie mußten immerhin 3 Tage stationär im KH
verweilen! ) geht er schon von einer echten Vergiftungsreaktion in
Verbindung mit dem dazugetrunkene Alkohol aus.

Diese Verbindung halte ich halt für fragwürdig. Es gibt da noch x Fragen zu klären, wie z.B.: Haben die Leute vorher schon mal Parasol gegessen? Mit oder ohne Alkohol? Wurde der Magen ausgepumpt? Alleine das Magenauspumpen kann bei empfindlicheren Personen alleine für einen dreitägigen Krankenhausaufenthalt ausreichen z.B. durch einen erfolgten Kreislaufkollaps. Weitere Fragen fallen mir auf ANhieb nicht ein. Wichtig wäre in diesem Zusammenhang, daß jeder Pilzberater, der Vergiftungsfälle im Krankenhaus betreut, die Patienten befragt und die Ergebnisse an die DGFM weiterleitet, so könnte man wenigstens mal eine ungefähre Statistik erstellen. Wird das gemacht???

Näheres weiß ich aber
leider auch nicht. Er hat mir dann eben auf meine weitere Frage mit
allergischen Reaktionen erklärt, daß dies bei einigen Pilzarten ( so. z.B.
auch beim Butterpilz) vorkommen kann, aber bei Pilzen wie dem Netzi wären
Reaktionen in Verbindung mit Alkohol eben keine allergischen mehr, sondern
in dedem Falle eine Art von Vergiftungsreaktion.

So wird ein Schuh draus, das klingt schon ganz anders. Beim netzstieligen Hexenröhrling kann man vielleicht tatsächlich von einer Vergiftungsreaktion (die halt nur einige Leute trifft) in Verbindung mit Alkohol sprechen, es handelt sich wohl offensichtlich nicht um eine allergische Reaktion. Aber diesen Wirkmechanismus ohne abgesicherte Daten auf ganz andere Pilzarten auszuweiten, ist nicht korrekt. Also kann man nicht einfach sagen, daß jede Unverträglichkeits- oder Vergiftungsreaktion, wenn auch noch Alkohol getrunken wurde, auf eine Alkoholunverträglichkeit des Pilzes zurückzuführen ist.

Eine Frage die mir auch noch niemand beantworten konnte ist, wo Unverträglichkeitsreaktionen aufhören und Giftigkeit anfängt. Wobei klar ist, daß ich darunter nur leicht magen-/darmgiftige oder "unverträgliche" Pilze betrachte, die keine landauernden Organschäden verursachen und die nicht alle Konsumenten betreffen. Ich meine solche Pilze wie z.B. den rotstieligen Ledertäubling, Hallimasch, Safranschirmlinge(in der "Gartenausführung"), vielleicht auch noch Butterpilze etc.. Es gibt z.B. auch Leute die Karbolchampignons, die ja giftig sind, ohne Probleme essen können. (Bevor jetzt noch Proteste kommen. sowas wie Frühjahrslorcheln, Kahle Kremplinge und Grünlinge meine ich auch nicht).

Wenn wir das mit den Fällen mit den Parasolpilzen aufklären wollen, muß ich
meinen Pilzberater halt nochmal näher ausfragen!?

Kannst du gerne machen :-)

Liebe Grüße

Birgit

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Re: Netzst. Hexenröhrling-Effekte mit Koffein/Teei

Georg, (vor 9148 Tagen) @ Joachim

Pilze die Coprin enthalten wie z.B. der Coprinus atramentarius
(Faltentintling) dürfen auf keinen Fall Mit Alkohol genossen werden. Der
Alkohol löst das Gift Coprin und der Körper kann es so aufnehmen. Es ist
eine echte Vergiftung und keine Allergie oder persönliche
Unverträglichkeit.

Hi Joachim,
so ist das nicht ganz richtig. Coprin wird nicht durch den Alkohol gelöst
sondern Coprin behindert den Alkoholabbau um Körper und führt
so zu einer Anreicherung von Acetaldehyd welches für die Vegiftungssymptome
verantwortlich ist.

Die Sache mit dem Tee/Kaffee beruht glaube ich auf irgendeinem uralten
Pilzbuch in dem mal so ein Fall geschildert wurde. Seither wirds wohl
abgeschrieben oder weitererzählt. Ein dokumentierter Fall ist mir nicht bekannt.

Georg

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Re: Netzst. Hexenröhrling-Effekte mit Koffein/Teei

bleem, (vor 9148 Tagen) @ Georg

Hi Georg!

Dem kann ich nur zustimmen, auch nach Rücksprache mit einem mir bekannten Toxikologen vor einiger Zeit, ist eine Auswirkung in Verbindung mit Coffein usw. nicht beschrieben. Vergiftungen sind nur mit Alkohol beschrieben! Hier ein Link in Sachen Coprin: http://www.toxinfo.org/perl/tox_pilz?C01=on&T01=COPRINE

Ciao bleem

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japanische Kopfschmerzen

Martl, (vor 9148 Tagen) @ Georg

Hallo Georg,

die Symptome müssten in diesem Fall die gleichen sein, die viele Asiaten, denen das Enzym (Aldehyddehydrogenase?) zur Umwandlung von Acetaldehyd zu Essigsäure bzw. Acetat fehlt, spüren, wenn sie Alkohol getrunken haben. /*verschachtel hoch drei*/
Da die Japaner als ziemlich trinkfreudig bekannt sind, kann ich mir vorstellen, daß die Symptomatik soo schlimm nicht sein kann...

Gruß,
Martl

Hi Joachim,
so ist das nicht ganz richtig. Coprin wird nicht durch den Alkohol gelöst
sondern Coprin behindert den Alkoholabbau um Körper und führt
so zu einer Anreicherung von Acetaldehyd welches für die Vegiftungssymptome
verantwortlich ist.
Die Sache mit dem Tee/Kaffee beruht glaube ich auf irgendeinem uralten
Pilzbuch in dem mal so ein Fall geschildert wurde. Seither wirds wohl
abgeschrieben oder weitererzählt. Ein dokumentierter Fall ist mir nicht
bekannt.
Georg

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Re: Netzst. Hexenröhrling-Effekte mit Koffein/Teei

Joachim, (vor 9148 Tagen) @ Georg

Hi Joachim,
so ist das nicht ganz richtig. Coprin wird nicht durch den Alkohol gelöst
sondern Coprin behindert den Alkoholabbau um Körper und führt
so zu einer Anreicherung von Acetaldehyd welches für die Vegiftungssymptome
verantwortlich ist.
Die Sache mit dem Tee/Kaffee beruht glaube ich auf irgendeinem uralten
Pilzbuch in dem mal so ein Fall geschildert wurde. Seither wirds wohl
abgeschrieben oder weitererzählt. Ein dokumentierter Fall ist mir nicht
bekannt.
Georg

Georg, Du hast natürlich Recht. Ich habe mich falsch ausgedrückt.
Mit freundlichen Grüßen Joachim

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kein Coprin in Boletus luridus

Birgit, (vor 9148 Tagen) @ Martl

Hi MArtl,

die Symptome müssten in diesem Fall die gleichen sein, die viele Asiaten,
denen das Enzym (Aldehyddehydrogenase?) zur Umwandlung von Acetaldehyd zu
Essigsäure bzw. Acetat fehlt, spüren, wenn sie Alkohol getrunken haben.
/*verschachtel hoch drei*/
Da die Japaner als ziemlich trinkfreudig bekannt sind, kann ich mir
vorstellen, daß die Symptomatik soo schlimm nicht sein kann...

Beim Faltentintling könnte der Effekt ähnlich sein. Der netzstielige Hexenröhrling enthält jedoch meines Wissens nach kein Coprin. Man hatte natürlich den Verdacht hat aber keines gefunden. AUßerdem müßte dann die Alkoholunverträglichkeit wie beim Faltentintling auch der Fall wohl erheblich häufiger auftreten. Der Faltentintling wirkt allerdings auch nicht bei "echten" Alkoholikern.

Gruß

Birgit

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Re: Netzst. Hexenröhrling-Effekte mit Koffein/Teei

geli, (vor 9148 Tagen) @ Birgit

Hi geli,
Diese Verbindung halte ich halt für fragwürdig. Es gibt da noch x Fragen zu
klären, wie z.B.: Haben die Leute vorher schon mal Parasol gegessen? Mit
oder ohne Alkohol? Wurde der Magen ausgepumpt? Alleine das Magenauspumpen
kann bei empfindlicheren Personen alleine für einen dreitägigen
Krankenhausaufenthalt ausreichen z.B. durch einen erfolgten
Kreislaufkollaps. Weitere Fragen fallen mir auf ANhieb nicht ein. Wichtig
wäre in diesem Zusammenhang, daß jeder Pilzberater, der Vergiftungsfälle
im Krankenhaus betreut, die Patienten befragt und die Ergebnisse an die
DGFM weiterleitet, so könnte man wenigstens mal eine ungefähre Statistik
erstellen. Wird das gemacht???
So wird ein Schuh draus, das klingt schon ganz anders. Beim netzstieligen
Hexenröhrling kann man vielleicht tatsächlich von einer
Vergiftungsreaktion (die halt nur einige Leute trifft) in Verbindung mit
Alkohol sprechen, es handelt sich wohl offensichtlich nicht um eine
allergische Reaktion. Aber diesen Wirkmechanismus ohne abgesicherte Daten
auf ganz andere Pilzarten auszuweiten, ist nicht korrekt. Also kann man
nicht einfach sagen, daß jede Unverträglichkeits- oder
Vergiftungsreaktion, wenn auch noch Alkohol getrunken wurde, auf eine
Alkoholunverträglichkeit des Pilzes zurückzuführen ist.
Eine Frage die mir auch noch niemand beantworten konnte ist, wo
Unverträglichkeitsreaktionen aufhören und Giftigkeit anfängt. Wobei klar
ist, daß ich darunter nur leicht magen-/darmgiftige oder
"unverträgliche" Pilze betrachte, die keine landauernden
Organschäden verursachen und die nicht alle Konsumenten betreffen. Ich
meine solche Pilze wie z.B. den rotstieligen Ledertäubling, Hallimasch,
Safranschirmlinge(in der "Gartenausführung"), vielleicht auch
noch Butterpilze etc.. Es gibt z.B. auch Leute die Karbolchampignons, die
ja giftig sind, ohne Probleme essen können. (Bevor jetzt noch Proteste
kommen. sowas wie Frühjahrslorcheln, Kahle Kremplinge und Grünlinge meine
ich auch nicht).
Kannst du gerne machen :-)
Liebe Grüße
Birgit

Hallo Birgit,
1.
glaube langsam, so tief wie Du in das Thema einsteigst brauchen wir einen "Superexperten" z.B. einen Arzt der gleichzeitig Spezialist ist für Vergiftungen, Allergien, Unverträglichkeitserscheinungen und Pilze!!! Vielleicht läuft so einer ja irgendwo herum. Mein Pilzberater war ja selbst ziemlich erstaunt über diese Fälle, glaube der wird uns nun doch nicht bei all diesen Fragen behilflich sein können. Außerdem denke ich, daß all diese Zusammenhänge von allergischen Reaktionen und Unverträglichkeitserscheinungen sowie echten Allergien sowieso schon sehr komplex sind und dann noch in Verbindung mit Pilzen, Alkohol und Vergiftungserscheinungen wirklich nur von einem medizinischen Fachspezialisten , wenn überhaupt, erklärt werden können.

2. Mein Vater erzählt mir immer, daß die Leute früher zu Kriegszeiten in manchen Gegenden fast alle Pilze sammelten und gegessen haben die heute als giftig oder unverträglich gelten, die haben die dann immer abgekocht und keinen Alkohol dazu und danach getrunken und angeblich waren die auch vorsichtig mit Wassertrinken und bestimmten Salaten die viel Wasser enthalten wie z.B. Gurkensalat ( Warum? Keine Ahnung! ) Aber auch er hat das mit dem Kaffee oder Tee noch nie gehört.

3. Wußtest Du daß schon Menschen ganzer Dörfer ausgerottet wurden, da sie früher, wie oben erzählt, alle möglichen Pilze in ihrer Not gegessen haben!?

4. Und was hat das mit dem Grünling auf sich, der galt auch bis jetzt als guter Speisepilz und plötzlich diese Meldungen. Was ist da dran? Genausogut könnte doch auch mit anderen Pilzen plötzlich etwas bekannt werden, oder sich verändern oder !!??

So jetzt reichts aber,

wünsche eine gute Nacht

Gruß Geli

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bohrende Fragen ;-)

Birgit, (vor 9147 Tagen) @ geli

Hi geli,

1.
glaube langsam, so tief wie Du in das Thema einsteigst brauchen wir einen
"Superexperten" z.B. einen Arzt der gleichzeitig Spezialist ist
für Vergiftungen, Allergien, Unverträglichkeitserscheinungen und Pilze!!!

Daß ich in diesem Fall alles ganz genau wissen will liegt an zwei Dingen (die du beide allerdings nicht wissen konntest :-))

1. bin ich Naturwissenschaftlerin und will daher eigentlich immer alles ganz genau wissen und ich wills dann auch "bewiesen" und statistisch abgesichert haben. (man denke nur mal an das Märchen vom vielen Eisen im Spinat, das war auch ein jahrzehntelang abgeschriebener Fehler, wo jemandem eine Kommastelle verrutscht ist. Der Tee/koffeineffekt könnte ja wie Georg schrieb auch sowas sein.)

2. bin ich seit einigen Wochen selbst Pilzberaterin (mache allerdings im Moment keine Beratung und bin auch nicht als Ansprechpartner für Krankenhäuser eingetragen). Nachdem die Ausbildung noch relativ frisch und daher auf dem neuesten Stand ist, hätte es mich sehr gewundert, wenn man uns zu dem Tee/koffeineffekt und auch zur ALkoholunverträglichkeit des Parasols nix gesagt hätte.

Vielleicht läuft so einer ja irgendwo herum. Mein Pilzberater war ja
selbst ziemlich erstaunt über diese Fälle, glaube der wird uns nun doch
nicht bei all diesen Fragen behilflich sein können. Außerdem denke ich,
daß all diese Zusammenhänge von allergischen Reaktionen und
Unverträglichkeitserscheinungen sowie echten Allergien sowieso schon sehr
komplex sind und dann noch in Verbindung mit Pilzen, Alkohol und
Vergiftungserscheinungen wirklich nur von einem medizinischen
Fachspezialisten , wenn überhaupt, erklärt werden können.

Richtig und so lange ich nicht kausal erklären kann, muß ich ne statistische Grundlage haben.... Ich bring mit Pilzunverträglichkeiten oder potentiellen ALlergien und Warnungen vor den entsprechenden Pilzen oft ein nettes Beispiel: Was meinst du wieviel Leute bereits am Genuß von Erdbeeren gestorben sind, weil sie allergisch darauf reagieren? (Oder Nüsse oder Krabben....) Es sind ne ganze Menge, weil Erdbeerallergie sehr häufig ist. Trotzdem kommt niemand auf die Idee vor dem Genuß von Erdbeeren zu warnen. Beim Butterpilz ist 1! Person auf Grund einer Allergie gestorben, was dazu führt, daß in einigen Büchern vom Genuß abgeraten wird. Da erscheinen mir die Verhältnismäßigkeiten nicht gewahrt und deswegen reagiere ich skeptisch, wenn immer neue Geschichten über Pilzunverträglichkeiten erzählt werden. Anders verhält es sich zum Beispiel mit dem Grünling, da fand ja ne wissenschaftliche Untersuchung statt, auch wenn das noch weiter untersucht werden muß, würde ich niemandem mehr zum Genuß von Grünlingen raten.

3. Wußtest Du daß schon Menschen ganzer Dörfer ausgerottet wurden, da sie
früher, wie oben erzählt, alle möglichen Pilze in ihrer Not gegessen
haben!?

Ich kann sehr wohl zwischen Giftpilzen und Speisepilzen unterscheiden, muß ich ja können (und ich hab mich - obwohl ich noch nie als Ratsuchender bei der Pilzberatung war - noch nie vergiftet), Information ist sehr, sehr wichtig, das ist klar. Daß Laien manchmal etwas eigenartige Beurteilungen haben welcher Pilz giftig sein könnte, ist mir auch klar. Ich hab gestern beim Pilzesammeln und auch bei der Münchner Pilzausstellung Leute getroffen, die spontan Trompetenpfifferlinge und flockenstielige Hexenröhrlinge vom Aussehen her als giftig beurteilt haben. Warum - ebenfalls keine Ahnung.
Ich muß als Pilzberater warnen vor unverträglichen Pilzen, allerdings sage ich dann, daß dieser Pilz Unverträglichkeiten hervorrufen kann und die Leute selber entscheiden müssen ob sie ihn essen wollen. Wenn sie sich dann dafür entscheiden ihn zu probieren, sage ich ihnen auch noch, daß sie den Pilz erstmal solo in kleiner Menge probieren sollen, damit sie sehen, ob sie ihn vertragen (was man eigentlich generell mit Pilzen machen sollte, die man noch nie gegessen hat). Aber ich mach das nur bei Pilzen wo Unverträglichkeiten sicher bekannt sind.
Außerdem muß ich als Pilzberater auch zu alte, vergammelte oder schlecht gelagerte Pilze raussuchen, die mit SIcherheit für einige angebliche Unverträglichkeiten und Pilzvergiftungen verantwortlich sind. Auf die richtige Art der Zubereitung und auch auf die richtige Menge (wer 1 kg Pilze auf einen Satz verdrückt, bekommt halt auch Probleme....) sollte man eigentlich auch noch hinweisen....

4. Und was hat das mit dem Grünling auf sich, der galt auch bis jetzt als
guter Speisepilz und plötzlich diese Meldungen. Was ist da dran?
Genausogut könnte doch auch mit anderen Pilzen plötzlich etwas bekannt
werden, oder sich verändern oder !!??

Das ist richtig, aber da brauchts schon ein bißchen mehr Anhaltspunkte für einen solchen Verdacht. Bei dem Artikel über den Grünling wurde sorgfältig recherchiert (und viele mögliche Ursachen im Vorhinein ausgeschlossen) und auch Tierversuche durchgeführt, ich hab ihn in AUszügen gelesen und werde ihn sicher auch noch ganz lesen. AUch in diesem Fall müssen noch weitere Untersuchungen folgen. Oben hab ich noch einiges zum Grünling geschrieben.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: bohrende Fragen ;-)

geli, (vor 9147 Tagen) @ Birgit

Hi geli,
Daß ich in diesem Fall alles ganz genau wissen will liegt an zwei Dingen (die
du beide allerdings nicht wissen konntest :-))
1. bin ich Naturwissenschaftlerin und will daher eigentlich immer alles ganz
genau wissen und ich wills dann auch "bewiesen" und statistisch
abgesichert haben. (man denke nur mal an das Märchen vom vielen Eisen im
Spinat, das war auch ein jahrzehntelang abgeschriebener Fehler, wo
jemandem eine Kommastelle verrutscht ist. Der Tee/koffeineffekt könnte ja
wie Georg schrieb auch sowas sein.)
2. bin ich seit einigen Wochen selbst Pilzberaterin (mache allerdings im
Moment keine Beratung und bin auch nicht als Ansprechpartner für
Krankenhäuser eingetragen). Nachdem die Ausbildung noch relativ frisch und
daher auf dem neuesten Stand ist, hätte es mich sehr gewundert, wenn man
uns zu dem Tee/koffeineffekt und auch zur ALkoholunverträglichkeit des
Parasols nix gesagt hätte.
Richtig und so lange ich nicht kausal erklären kann, muß ich ne statistische
Grundlage haben.... Ich bring mit Pilzunverträglichkeiten oder
potentiellen ALlergien und Warnungen vor den entsprechenden Pilzen oft ein
nettes Beispiel: Was meinst du wieviel Leute bereits am Genuß von
Erdbeeren gestorben sind, weil sie allergisch darauf reagieren? (Oder
Nüsse oder Krabben....) Es sind ne ganze Menge, weil Erdbeerallergie sehr
häufig ist. Trotzdem kommt niemand auf die Idee vor dem Genuß von
Erdbeeren zu warnen. Beim Butterpilz ist 1! Person auf Grund einer
Allergie gestorben, was dazu führt, daß in einigen Büchern vom Genuß
abgeraten wird. Da erscheinen mir die Verhältnismäßigkeiten nicht gewahrt
und deswegen reagiere ich skeptisch, wenn immer neue Geschichten über
Pilzunverträglichkeiten erzählt werden. Anders verhält es sich zum
Beispiel mit dem Grünling, da fand ja ne wissenschaftliche Untersuchung
statt, auch wenn das noch weiter untersucht werden muß, würde ich
niemandem mehr zum Genuß von Grünlingen raten.
Ich kann sehr wohl zwischen Giftpilzen und Speisepilzen unterscheiden, muß
ich ja können (und ich hab mich - obwohl ich noch nie als Ratsuchender bei
der Pilzberatung war - noch nie vergiftet), Information ist sehr, sehr
wichtig, das ist klar. Daß Laien manchmal etwas eigenartige Beurteilungen
haben welcher Pilz giftig sein könnte, ist mir auch klar. Ich hab gestern
beim Pilzesammeln und auch bei der Münchner Pilzausstellung Leute
getroffen, die spontan Trompetenpfifferlinge und flockenstielige
Hexenröhrlinge vom Aussehen her als giftig beurteilt haben. Warum -
ebenfalls keine Ahnung.
Ich muß als Pilzberater warnen vor unverträglichen Pilzen, allerdings sage
ich dann, daß dieser Pilz Unverträglichkeiten hervorrufen kann und die
Leute selber entscheiden müssen ob sie ihn essen wollen. Wenn sie sich
dann dafür entscheiden ihn zu probieren, sage ich ihnen auch noch, daß sie
den Pilz erstmal solo in kleiner Menge probieren sollen, damit sie sehen,
ob sie ihn vertragen (was man eigentlich generell mit Pilzen machen
sollte, die man noch nie gegessen hat). Aber ich mach das nur bei Pilzen
wo Unverträglichkeiten sicher bekannt sind.
Außerdem muß ich als Pilzberater auch zu alte, vergammelte oder schlecht
gelagerte Pilze raussuchen, die mit SIcherheit für einige angebliche
Unverträglichkeiten und Pilzvergiftungen verantwortlich sind. Auf die
richtige Art der Zubereitung und auch auf die richtige Menge (wer 1 kg
Pilze auf einen Satz verdrückt, bekommt halt auch Probleme....) sollte man
eigentlich auch noch hinweisen....
Das ist richtig, aber da brauchts schon ein bißchen mehr Anhaltspunkte für
einen solchen Verdacht. Bei dem Artikel über den Grünling wurde sorgfältig
recherchiert (und viele mögliche Ursachen im Vorhinein ausgeschlossen) und
auch Tierversuche durchgeführt, ich hab ihn in AUszügen gelesen und werde
ihn sicher auch noch ganz lesen. AUch in diesem Fall müssen noch weitere
Untersuchungen folgen. Oben hab ich noch einiges zum Grünling geschrieben.
Liebe Grüße
Birgit

Hallo Birgit

Deinen Ausführungen ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.
Ich persönlich werde halt hellhörig und informiere mich wenn ich von irgendwelchen, wenn auch dubiosen" Fällen höre, da ich seit ein paar Jahren weiß, daß ich dazu neige "allergisch zu reagieren", ich bin kein Allergiker, habe aber im Körper einen viel zu hohen IGE-Wert und keiner weiß genau warum. Sie sagten mir es könne sein daß ich von heute auf morgen auf dieses oder jenes (Lebensmittel, Pollen, Gräser etc.) reagieren könne. Ich hab mich daher mit den verschiedenen Formen "allergischer Reaktionen" ausführlicher beschäftigt. Dies hier genauer aufzuführen führt aber zu weit. Tatsache ist in jedem Fall, daß es viele Leute mit diesem Problem gibt, von daher ist es sicher wichtig und richtig den Ratsuchenden als Pilzberater, ohne den Leuten Angst zu machen, von Unverträglichkeiten bei Pilzen zu berichten, und ihnen dann, wie Du auch schon sagtest, die Entscheidung selbst überläßt. Bei so Fällen wie die Geschichte mit den Parasolpilzen, sollte man natürlich mehr gesicherte Infos erhalten und ggfs. wissenschaftliche Tests durchführen!
Wegen der Sache mit dem Kaffee und Tee werde ich meinen Pilzberater schon noch mal ansprechen wo er denn das her hat, bzw. auf welche Quelle er sich beruft. Denke aber, daß wir das nicht so ernst nehmen müssen, ich esse jetzt seit meiner Kindheit Pilze und trinke viel Kaffee und Tee und habe da noch nie darauf geachtet und auch noch nie eine echte "Vergiftung" durch Pilze gehabt!

Gruß Geli