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Re: H. glutinipes-Kollage

AK_CCM, (vor 5538 Tagen) 2.821 Beiträge @ KARL

Hallo Karl,

besten Dank für die aussagekräftige Kollage.

Das hatte mich auch verunsichert, aber bei Boertmann sind die Frk. auch ohne
Buckel.

Im alten Boertmann? Denn in der Neuauflage sind Frk. mit Papille abgebildet. Lediglich auf dem Foto mit den Aufgeschirmten Hüten muss man 2-mal hinschauen.

Ich hatte das Glück in den letzten 10 Tagen mehrer hundert Exemplare sehen zu
können.
Ausgebreitete Hüte hatten Durchmesser von knapp 1 bis 2, selten 2,5 cm.
Interessant war,
den Farbwechsel zu beobachten. Junge im tiefen Gras versteckte Köpfchen sind
orangerot
und blassen sehr schnell aus. Nach einem Tag sind fast nur noch Gelbtöne zu
sehen.

Du Glückspilz. Bei mir im nahen Umkreis gibt es leider nur Kalkhalbtrockenrasen, die nicht gerade durch eine vielfältige Saftlingsgesellschaft auffallen.

Den Farbumschlag kann ich anhand von diversen Funden in den Vorjahren auf einer bodensauren Wiese im Nationalpark Bayerischer Wald bestätigen. Boertmann gesteht den auch im Alter orangerot bleibenden Fruchtkörpern von H. glutinipes mit var. rubra ein eigenes Taxon zu. Inwiefern eine Farbvariante dies rechtfertigt bzw. wo sich die Grenze zur Typusvarietät ziehen lässt, sollen andere entscheiden.

H. subpapillata ist jung blutrot und hält diese Farbe mindesten einen Tag.
Außerdem sind
die Hüte schmierig aber nie schleimig und die Stiele (fast) trocken. Bei der
Größe dürfte sich
nicht viel tun. Ich beobachte den Standort weiter.

Wenn ich mich recht entsinne, wird glutinipes inzwischen in die Satellitengattung Gliophorus (Schleimstielsaftlinge?) gestellt. Da kommt der Unterschied noch deutlicher zum Ausdruck.

Weiterhin frohes "Safteln"! ;-)

Gruß, Andreas

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