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Re: Mikroskopieern und Fotografieren von Sporen

Wolfgang P., (vor 5525 Tagen) 1.082 Beiträge @ Rainer

Nun zur Frage an Euch: Die Sporen werde ich länger haltbar machen wollen.
Hierzu habe ich eine Frage, ob ihr mir ad hoc einen Tipp geben könnt, wie
dies günstig und einfach geht. Zum zweiten würde ich mich über PMs freuen,
wenn jemand von euch übriggebliebene fertige Präparate an mich zum
Selbstkostenpreis abgeben könnte.

Hallo Rainer,

Das Anfertigen von Dauerpräparaten ist eine eigene Wissenschaft, und viel aufwändiger als das Erstellen eines Quetschpräparates. Außer Peter Reil kenne ich niemanden, der das schon ernsthaft bei Pilzen gemacht hat.

Pilzbestimmer matschen eher nur ein Stück Lamelle in Wasser oder Kongo. Da gibt es nicht viel dran, was für die Nachwelt erhaltenswert wäre. Der Pilzbestimmer wird eher den ganzen Pilz trocknen, und wer sich nochmal für die Mikromerkmale interessiert, kann aus dem Exsikkat wieder ein Stück Lamelle in KOH aufweichen und mikroskopieren.

Wenn es nur um das Erobern des Myko-Mikrokosmos geht und nicht um eine Bestimmung, wirst Du sicher schon im Außengelände des Reha-Zentrums genug anregendes Frischmaterial finden - kleine braune Rißpilze und Sammethäubchen sind unter dem Mikroskop wunderbar vielfältig, und auch der Staub eines Flaschenstäublings ist mal einen Blick wert. Dann lass vorher noch irgendeinen Täubling aussporen und guck' Dir die Sporen in Melzer genau an, damit hast Du schon ein prima Unterhaltungsprogramm - dagegen können die privaten Fernsehsender alle einpacken ;-)

Grüße,

Wolfgang

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