Re: Russula exalbicans
Hallo Dieter,
bei dem von Dir gezeigten Täubling bei Birken halte ich den Verblassenden
Täubling (Russula exalbicans) für sehr wahrscheinlich. Die mittelgroße Art
ist durch ihre zunächst schön roten, dann rasch rosa ausblassenden und zum
Schluss fast weißen bis leicht grünlichen Hüte, cremefarbene Lamellen,
einen recht auffällig grauenden Stiel (der jung auch mal rötlich
überhaucht sein kann) und pikanten Geschmack auch im Feld recht gut
erkennbar. Sie ist ein typischer Birkenbegleiter - besonders gern an
anthropogenen Standorten, Ruderalstellen usw., fehlt aber auf so richtig
sauren Böden. Sie steht also gern mal unter den drei Birken vor dem
Hochhaus oder so.
Im Bitterfelder Tagebau solltest Du sie auch gesehen haben. Hier gehört sie
(ab Mai) zur bei Birke omnipräsenten Täublingstroika (R. aeruginea,
exalbicans und versicolor), zu der sich im Herbst eben auch Lactarius
pubescens (oft in Massen) gesellt.
Hallo Jesko
Das mit der Ruderalfläche könnte für die Laubenkolonie mit den Birkengruppen hinkommen. Nach Aussage meiner Verwandten war das vor mindestens 50 Jahren mal eine Mülldeponie. Die Birken dürften der Stammdicke nach auch dieses Alter haben. Die Täublinge, auch die jüngeren Exemplare, hatten etwa alle die gleichen Farbe. Das von Dir erwähnte Rot wurde nicht registriert. Da ich aber mit Täublingen kaum Erfahrung habe, kann ich zur weiteren Klärung der Art wenig beitragen. Werde mir aber Deinen Vorschlag mal genauer anschauen.
An der Goitsche habe ich Täublinge in dieser Größe und Farbe unter vielen anderen auch gesehen. Wenn ich dort alles aufgenommen hätte, wäre das jetzt ein Haufen Arbeit. Wollte mir das Gebiet nur mal anschauen. Dabei habe ich auch einige frische Pilze für Hartmut´s Pilzaustellung mitgenommen.
Ich stelle fest, Du kennst das Gebiet. Ist ja auch fast vor Deiner Haustür.
Gruß Dieter