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Noch einer von der Düne *PIC*

Peter S., (vor 5473 Tagen)

Einen von der Düne wollte ich noch nachreichen.
Egal ob man ihn nun Hygrocybe conicoides nennt, wie es das Index Fungorum tut oder H. conica var. conicoides wie es Bortmann macht ist eigentlich egal.
Der Dünen - Saftling ist jedenfalls sowohl von Küstendünen als auch mehreren Binnendünen bekannt.
Ewas schwierig ist in der tat die Abgrenzung von H. conica var. conica. Boertmann gibt einen Sporenquotienten von Q = 1,6 - 2,7 an (für var. conica 1,1 - 2,2). Gröger grenzt sogar richtig gegeneinander ab: für conicoides 1,9 - 2,3 (3,0) und für conica 1,4 - 1,9.

Das makroskopische Merkmal der lachsfarbenen bis sogar orangegelb gefärbten Lamellen zusammen mit dem Standort auf Dünen erscheint mir für einen ersten Hinweis auf conicoides sogar fast verläßlicher als eine aufwendige Sporenvermessung. Gröger nennt diesen Pilz "Schlankspoprige Varietät des Schwärzenden Saftlings" ; Dünen - Saftling scheint mir da praktikabler.

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wunderschön

Heidepilz, (vor 5473 Tagen) @ Peter S.

Hallo Peter,

schade, dass du uns den vorenthalten hast ;-)
Eine prächtige Art, die auch gern "live" gesehen hätte.

LG Hans-Peter

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Re: wunderschön

Peter S., (vor 5473 Tagen) @ Heidepilz

Hallo Hans - Peter,

tut mir leid. Die steht aber jedes Jahr dort auf der Düne.
Wir waren ja eigentlich vermehrt eher an den Wasserlochrändern.
Ist zwar auch Düne, aber eigentlich verwirrend, wenn wir hier im Forum massig Erlenschnitzlinge und Teichrandschwefelköpfe zeigen und gleich dazwischen eben reine Dünenpilze.
Aber da zwischen reinen Dünenarten und eben den Feuchtstellenpilzen manchmal nur knapp 3 m Abstand liegen und die Teiche ja eben nur etwas ausgebaggerte Dünen sind, muss man das Gebiet wohl tatsächlich gesehen haben, um nachzuvollziehen, warum ich dazu "Düne" sage.

Wenn Du also willst zeig ich sie Dir gern nächstes Jahr.

Gruß Peter

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Re: Noch einer von der Düne

Gernot, (vor 5473 Tagen) @ Peter S.

Hallo Peter,

genau so kenne ich H. conicoides von den sandigen Kalktrockenrasen (Puszta) an der ungarischen Grenze. Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie sich die Saftlinge zum Teil aus purem Sand entwickeln und dann auch vollkommen damit paniert sein können. M.E. eine der wenigen Arten/Varietäten aus dem H. conica-Kreis, die auch mindestens Varietätsrang verdient.

Schöne Grüße
Gernot

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Re: Noch einer von der Düne

AK_CCM, (vor 5473 Tagen) @ Gernot

Guten Morgen Saftlingsfreunde,

bei der Gelegenheit möchte ich auf ein Paper hinweisen, das sich mit der Phylogenie der Saftlinge beschäftigt und kostenlos als PDF-Dokument zur Verfügung steht:

Babos, M. et al. (2011): Preliminary notes on dual relevance of ITS sequences and pigments in Hygrocybe taxonomy. Persoonia 26: 99-107.

Viel Spaß beim Schmökern.

Gruß, Andreas

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Re: Noch einer von der Düne *PIC*

Goldsucher, (vor 5472 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas!

Ein großer Teil der Aufsammlungen in dieser Studie stammt aus unserem Nachbargebiet, dem Örseg-Nationalpark in Westungarn. Dort habe ich vor 10 Jahren mit Tibor Zagyva Hygrocyben aufgesammelt. Es ist sicher der Hotspot für Hygrocyben weit und breit, mit über 30 Arten. Die Aufnahme ist aus dem Jahr 2002 aus Ketvölgy.

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Re: Noch einer von der Düne

Svampskogen, (vor 5472 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas

Vielen Dank für das sehr interessante Paper, kannte ich bisher nicht... Hab nur mal kurz reingeschaut, splendidissima scheint ja also doch keine eigene Art zu sein....

Gruss Svampskogen

Guten Morgen Saftlingsfreunde,
bei der Gelegenheit möchte ich auf ein Paper hinweisen, das sich mit der
Phylogenie der Saftlinge beschäftigt und kostenlos als PDF-Dokument zur
Verfügung steht: Babos, M. et al. (2011): Preliminary notes on dual
relevance of ITS sequences and pigments in Hygrocybe taxonomy. Persoonia
26 : 99-107.
Viel Spaß beim Schmökern.
Gruß, Andreas