Re: Neue Ascos braucht das Land!
Hoffentlich finden es einige genau so spannend wie wir!
Danke fürs Anschauen.
Liebe Bine, lieber Holger,
ich finde es überaus spannend, sehr schön dokumentiert und zusammengestellt. Neben dem Dank an Torsten und H. O. Baral gebührt Euch auch ein großes dankeschön fürs zeigen.
Ich muss noch ein paar Worte zum Biotop verlieren, weil ich es wahrscheinlich nicht so richtig mitgeteilt hatte als wir vor Ort waren.
Es erscheint mir für das Verständnis des Biotops wichtig:
Die Teiche in Hohenwarthe sind im eigentlichen Sinne keine Sümpfe.
Eigentlich ist das alles nur eine riesige alte Kiesgrube mit mehreren Vertiefungen die ausschließlich vom Grundwasser gespeist werden.
Der Grundwasserspiegel korrespondiert mit dem Elbwasserstand.
Bei Niedrigwasser verschwinden die "Teiche" fast ganz und man kann dann über den Teichgrund laufen ohne einzusinken, es ist also keineswegs sumpfig.
Natürlich hat sich auf den Teichböden eine Detritus - Schicht angesammelt, die alles auf den ersten Blick etwas moorig und schmlammig erscheinen läßt.
Das ganze "Teichareal" ist also Teil der Flugsanddüne im eigentlichen Sinne, nur dass eben vor ca. 90 Jahren soviel Sand abgebaut wurde, dass der Grundwasserhorizont angeschnitten wurde.
So kommt es, dass man Teichrandschwefelkopf und Schilfschüppling unmittelbar neben Dünen - Saftling und Erbsenstreuling findet.
Da wo nach dem Winterhochwasser der Elbe 2 oder 3 m hoch Wasser standen (nicht überflutet sondern gestiegenes Grundwasser) finden sich im Herbst in Massen die Pilze ein. Dass die Myzelien von reinen Mykorrhiza - Arten wie Russula subrubens und R. laccata das seit Jahrzehnten überstehen bzw. sich in diesem Biotop angesiedelt haben, erstaunt mich immer wieder.
LG Peter
Peter
