Liebe Birgit,ich versuche - laienhaft - Deine Frage,und die der anderen Ngs
zu beantworten.
Der Pilz sieht von oben aus,wie ein kleinerer,etwas dunklerer
Riesenschirmling.
Der Stiel ist eindeutig kürzer als bei diesem.
Er hat keinen deutlichen,doppelten Ring,welcher sich verschieben läßt,sondern
nur eine dünne,etwas ausgefranste Haut (Velum?) vom Schirmansatz bis
ca.Stielmitte.Diese Haut ist deutlich innen,den Stiel entlangführend
innen am Schirm,oder besser an den Lamellen angewachsen.Die Farbe an
Bruchstellen leicht bräunlich rot.
Ich hoffe,dass meine Beschreibung dieses Mal etwas klarer ist.
Grüsse
Herbert
Hallo Herbert,
da war ich unpräzise. Die "Haut", auf mykologisch "Velum partiale" genannt, beginnt bei vielen Gattungen nicht erst in der Stielmitte sondern höher - im Extremfall wie bei Dir am Lamellenansatz. Man nennt das Merkmal dann "Ring absteigend angewachsen".
![[image]](http://home.t-online.de/home/Wolfgang.Finckh/Velum_partiale3.jpg)
Bei Deinem Pilz ist offensichtlich der eigentliche Ring schon verwittert, und nur dieser Teil am Stiel entlang erhalten.
Das Merkmal "kompakter Wuchs" hat keine große Bedeutung, da es immer wieder mal Kümmerformen gibt.
Das Merkmal "Ring deutlich absteigend angewachsen" grenzt die Gattung etwas ein:
es ist nicht:
Macrolepiota (Riesenschirmling) - Ring verschiebbar
Leucoagaricus (Egerlingsschirmling) - Ring meist aufsteigend angewachsen
es bleibt:
Lepiota aspera (Spitzschuppiger Schirmling)
Agaricus (Champignons)
anderere Leucoagaricus-Arten (Egerlingsschirmling) ???
Amanita (z.B Perlpilz)
Champignons haben gefärbte Lamellen, die anderen weiße Lamellen.
Bei Lepiota aspera stehen die Lamellen auffallend dicht und das Fleisch rötet eigentlich nicht...
Als nächste Merkmale brauchen wir zur Bestimmung die Sporenfarbe = Lamellenfarbe bei alten Fruchtkörpern und die Form der Stielbasis (Zwiebel, Knolle, ...???)
Gruß,
Wolfgang.