Pilze Pilze Forum
Erweitert

Re: Sendung Unkraut auf B3 am 22.10.01 um 21.15

Matzinger, (vor 9144 Tagen) 217 Beiträge @ Birgit

Hallo olli,
Ja, ich mehr oder minder zufällig :-). Christoph als Fernsehstar :-).
Über das Thema haben wir hier schon oft geschrieben. Was Christoph Hahn (nu
wirklich ein Pilzexperte) in der Sendung sagte, daß das vorsichtige
Herausdrehen dem Mycel nicht schadet und so auch sehr wichtige
Erkennungsmerkmale am Stiel zur Identifizierung erhalten bleiben, ist
absolut richtig und unter Pilzexperten nicht mehr strittig. Dem Mycel ist
es egal. Aber wenn du z.B. ANischampignons im Wald sammelst ist das
Herausdrehen ein MUSS, da der giftige Karbolchampignon in der Stielbasis
am stärksten gelb verfärbt. Oder wenn du Perlpilze oder schlimmer noch
Graue Wulstlinge sammelst, da ist das Abschneiden schon fast kriminell.
Bei Röhrlingen ist das ganze einfacher, wenn du sie sicher kennst kannst
du sie ja auch abschneiden. Ich hab mir mal sagen lassen, daß die Bildung
der Fruchtkörper so vonstatten geht: Vom Mycel aus bilden sich quasi
mehrere "Mycelfäden" (sorry die Fachwörter fehlen mir hier), die
sich an der Stelle "treffen" wo der Fruchtkörper entsteht, bei
geeigneten Bedingungen entsehen dann an dieser Stelle die Primordien,
quasi im kleinen angelegte Fruchtkörper, aus denen dann wieder bei
geeigneten Bedingungen die PIlze wachsen. Die Mycelfäden an deren
"Treffpunkt" der Pilz entstanden ist, sterben nach Reife des
Frucktkörpers scheinbar ab, d.h. an genau dieser Stelle wird kein Pilz
mehr kommen und das Mycel wird durch das Herausdrehen nicht beschädigt. Ob
das jetzt 100% korrekt ist, kann ich nicht beschwören, vielleicht können
die Experten mich ja noch berichtigen.
Gruß
Birgit

Hallo Birgit,
das rausdrehen beim Perlpilz scheitert oft am verwurmten Stiel und wenn der Stielring zu sehen ist kann man durchaus abschneiden.
gruß Matzinger

Eintrag gesperrt
42 Aufrufe

gesamter Thread: