Re: Risspilz
Servus Ingo,
so ein witterungsgeschädigter alter Schlappen ohne Stielbasis ist makroskopisch problematisch. Mikroskopisch dachte ich aufgrund der zylindrischen Sporen als erstes an I. furfurea, was sogar hier makroskopisch (und aufgrund der konisch endenden Sporen) nicht in Frage kommt.
In der engeren Wahl ist auch I. griseovelata (ss. Stangl). Da passen auch die Sporen, aber ein blaßer Velumbelag in der Hutmitte ist nicht erkennbar. Das wäre evt. durch die Witterungseinflüsse erklärbar.
Vielleicht hat ja jemand noch eine bessere Idee.
Unsichere Grüße
Helmut
Hallo liebe Risspilz-Experten,
den im folgenden abgebildten Risspilz (leider nur ein Exemplar) fand ich
gestern am Rand eines Sandtrockenrasens in ca. 7 m Entfernung vom
angrenzenden Kiefernwald. In unmittelbarer Nähe des Pilzes standen junge
und max. 30 cm hohe Kiefern, Birken und Weiden.
Auffällig sind die zahlreichen zylindrischen Cheilozystiden an der
Lamellenschneide (siehe Foto). Die Pleurozystiden sind durchschnittlich
etwas länger und zylindrisch bis (seltener) schwach bauchig. Von ähnlichen
Aussehen sind auch die Caulozystiden, die nur im oberen Stieldrittel zu
finden waren. Die Sporen sind im Durchschnitt etwas über 10 µm lang und in
der Größe und Form recht variabel (siehe Foto).
Der Pilz ist sicher schon etwas älter und hat auch unter Trockenheit und
Bodenfrost gelitten, vielleicht ist aber trotzdem eine Artdiagnose
möglich. Bin für jeden Tipp sehr dankbar.
LG Ingo