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Pilze sammel und verkaufen?

Test, (vor 9137 Tagen)

Hallo,

laut meinen Pilzbüchern ist der Steini eine geschützte Art die nur in kleinen
Mengen für den eigenen Gebrauch gesammelt werden darf. Woher kommen dann
die ganzen Steinpilze die derzeit verkauft werden (z.B. München Viktualienmarkt)
die angblich aus Bayern sind?

Gruß
Michael

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Re: Pilze sammel und verkaufen?

Herman Wichers, (vor 9137 Tagen) @ Test

Hallo,
laut meinen Pilzbüchern ist der Steini eine geschützte Art die nur in kleinen
Mengen für den eigenen Gebrauch gesammelt werden darf. Woher kommen dann
die ganzen Steinpilze die derzeit verkauft werden (z.B. München
Viktualienmarkt)
die angblich aus Bayern sind?
Gruß
Michael

Aus Bayern,Polen,Roemenien,Weis Rusland usw

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Re: Pilze sammel und verkaufen?

Test, (vor 9136 Tagen) @ Herman Wichers

Aus Bayern,Polen,Roemenien,Weis Rusland usw

Die aus Bayern sind geschützt, wie funktioniert dann das??
Legal, Illegal, Sch...egal???????

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Re: Pilze sammel und verkaufen?

Martl, (vor 9136 Tagen) @ Test

Mein Vorschlag:

Frag doch mal den Verkäufer, woher die Steinpilze stammen.

Wenn er sagt: "Aus Bayern!", dann zeig ihn an, weil das verboten ist!

Wenn er sagt: "nicht aus Deutschland", dann zeig ihn an, wegen unlauteren Wettbewerbs, oder so!

Ciao,
Martl

Die aus Bayern sind geschützt, wie funktioniert dann das??
Legal, Illegal, Sch...egal???????

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Re: Pilze sammel und verkaufen?

Claus, (vor 9136 Tagen) @ Test

Hallo Michael,

laut meinem Kenntnisstand gibt es in Bayern noch einige Sammlerrechte die auf Erbrecht bestehen ( wie das Brennrecht ).
Ciao Claus

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Ausnahmegenehmigungen

Birgit, (vor 9136 Tagen) @ Martl

Hallo MArtl,

Wenn er sagt: "Aus Bayern!", dann zeig ihn an, weil das verboten
ist!

Ein Gerücht, das sich hartnäckig hält..... Für einige Gegenden Bayerns gibt es Ausnahmegenehmigungen zum gewerblichen Sammeln, ich spiel gelegentlich mit dem Gedanken zu probieren so eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen, nicht weil ich so viele Pilze finde oder gar welche verkaufe, sondern weil es mich einfach mal interessieren würde wie leicht man so was bekommen kann. Verboten ist, teilweise geschützte Pilze (wie Steinpilze, Pfifferlinge ;-)) in mehr als haushaltsüblichen Mengen (ca. 1 kg) zu sammeln und diese dann ohne die Ausnahmegenehmigung zu verkaufen, das gilt für alle Leute. Wenn du hingegen dein 1 kg geschützter Pilz, die dir "zustehen" auf dem Markt verkaufst, kann dir vermutlich keiner was. Im Ernst, wenn ich gerade hier lese, wie viele zig kg von Steinpilzen, Pfifferlingen etc. von ganz "normalen" Sammlern aus dem Wald geschleppt werden.... Was wäre da denn schlimm daran, wenn die Finder die verkaufen würden???? Ich glaub eigentlich nicht, daß gewerbliche Sammler da wesentlich raffgieriger sind, zumindest bei weitem nicht alle. Eher könnte ich es bei denen noch verstehen, die einen Teil ihres Lebensunterhaltes damit bestreiten, als bei denen die nur aus Sammelleidenschaft raffgierig sind. Das gleiche Verhalten wird sobald ein gewerblicher Hintergrund dabei ist durch eine ganz andere Brille betrachtet.

Gruß

Birgit

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Lohnt sich in Deutschland nicht!

Jack.X, (vor 9136 Tagen) @ Birgit

Hi Leute,
ich meine das gewerbliche Pilze sammeln lohnt sich in Deutschland nicht und gibt es schon aus diesem Grund nicht!
Wenn einer gut ist und in 3 Stunden 10 kg aus dem Wald holt, muss er die mindestens 20 -30 km fahren um in eine grössere Ortschaft/Stadt zu kommen, wo eine Nachfrage ist und er sie auch verkaufen kann. Da haben wir dann schon locker 5 Stunden auf dem Zeitkonto. Dort muss er für 10kg Pilze schon mal 5-6 Stunden auf dem Markt rumstehen. Wenn er Glück hat bekommt er 25 DM pro Kilo, macht 250 DM für 10 Stunden Arbeit, abzüglich 100 DM Sprit und Autoabschreibung, Marktgebühr und vieleicht sogar noch Steuern.
Nee, nee so wird das nix.
Wenn einer gewerblich Pilze verkauft der fährt einen Tag nach Polen oder Tschechien und kauft dort 100 - 200 Kg, das Kilo für 2 Mark. Die Polen und Tschechen wiederum kaufen die Pilze in Rumänien und der Ukraine (Tschernobyl - viele Pilze, wenig Leute) für 0,50 Pfennig pro Kilo.
So wird etwas daraus.
Pilze aus Deutschland - das ich nicht lache. Ein Geigerzähler würde da vieleicht Klarheit schaffen.
Mit strahlendem Lächeln auf dem Gesicht, Jack.X

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Lohnt sich nicht, wird aber gemacht

Birgit, (vor 9136 Tagen) @ Jack.X

Hallo Jack,

Wenn einer gewerblich Pilze verkauft der fährt einen Tag nach Polen oder
Tschechien und kauft dort 100 - 200 Kg, das Kilo für 2 Mark. Die Polen und
Tschechen wiederum kaufen die Pilze in Rumänien und der Ukraine
(Tschernobyl - viele Pilze, wenig Leute) für 0,50 Pfennig pro Kilo.
So wird etwas daraus.

In München auf dem Viktualienmarkt werden des öfteren Wildpilze auf radioaktive Strahlung kontrolliert (z.B. von der Verbraucherzentrale und auch vom sehr aktiven Münchner Umweltinstitut, das übrigens keine staatliche Organisation ist), Ergebnis die Grenzwerte von 600 Bq/kg werden ziemlich selten noch immer überschritten, aber das schaffen wir bei den hiesigen Belastungen auch ohne daß die Pilze aus Tschernobyl kommen, Maronen hier bei mir hatten vor zwei Jahren immer noch 900 Bq/kg und SÜdbayern ist auch nicht ohne. Außerdem gibts am VIktualienmarkt auch Maronen zu kaufen ,tschuldige, daß ich das witzig finde, aber für Maronen fährt keiner nach Polen oder Tschechien um die Pilze da zu kaufen. Rechne da mal die Benzinkosten und die Fahrzeiten nach Polen oder Tschechien mit der entsprechenden Entlohnung zusammen, da geh ich doch lieber in den Wald um die Ecke....und zahl zumindestens nix für die Pilze.

Außerdem weiß ich aus eigener Erfahrung, daß es Händler gibt, die ihre selbst in Deutschland gesammelten Pilze verkaufen, ist zwar schon ziemlich lange her, aber solche Leute gibts auch jetzt noch.

Daß es sich vom Stundenlohn her nicht lohnt ist richtig, aber stell dir mal vor, es gibt nicht nur Leute, die die dicke Knete verdienen, es gibt gerade hier in Deutschland immer mehr Leute, die arm, richtig arm sind und für die sind die 20 DM für die Pilze immer noch mehr als gar nix. Ich vermute mal stark, daß die Zulieferer für die Pilzstände auf dem VIktualienmarkt z.B. gerade alte Leute sind, die sich so ein Zubrot verdienen. Oder irgendwelche anderen armen Kerle, die auf das Geld angewiesen sind, denn die Sammler sind das bestimmt nicht, die die Stände auf dem Viktualienmarkt haben.

gruß

Birgit

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Re: Lohnt sich nicht, wird aber gemacht

Martl, (vor 9135 Tagen) @ Birgit

Ja, hört sich plausibel an.

Ich kenne außerdem die Praxis, daß Hobbysammler bei größeren Funden ihre Beute in der nächsten Wirtschaft an den Koch verkaufen. Bei bekannten Arten wie Pfifferlingen, Steinpilzen usw. sind hier schnell ein paar Mark verdient.

Meine Meinung ist hier sehr zwiespältig! Wenn ich viel finde, kann ich mich in der Regel nicht beherrschen und nehme mehr mit, als ich brauchen kann. Doch dann kriegen Verwandte und Freunde ein Überraschungsgeschenk und alles ist i.O.
Bei Leuten, die den Überhang verkloppen, denke ich mir "Die Pilze hätten sie auch im Wald für andere stehen lassen können"...

Ciao,
Martl

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... alles aus dem östlichen Ausland.

Jack.X, (vor 9135 Tagen) @ Birgit

Birgit,
für 5 oder 10 Kilo fährt auch keiner nach Polen oder Tschechien. Die holen gleich 100 - 200 Kilo oder mehr. Und wenn hier einer sammelt und dann noch nicht einmal selber auf dem Markt verkauft lohnt es sich doch schon gar nicht mehr. Wenn einer auf dem Markt 25DM für Kilo verlangt kann er höchstens 5 DM bei seinem Lieferanten zahlen. Das ist selbst für arme Leute ziemlich wenig für die 3 Stunden im Wald, da kriegen sie ja ohne Arbeit vom Sozialamt mehr. Ich bin davon überzeugt, dass bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen die Marktpilze aus dem östlichen Ausland stammen.
Gruss Jack.X

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Re: ... alles aus dem östlichen Ausland.

Wolfgang F., (vor 9135 Tagen) @ Jack.X

Ich bin davon überzeugt, dass bis auf ganz ganz
wenige Ausnahmen die Marktpilze aus dem östlichen Ausland stammen.
Gruss Jack.X

Da irrst Du Dich. Ich kenne einige Leute, die im Binger Wald Steinpilze sammeln und danach in den "Gut bürgerlichen" Gasthäusern der Umgebung verkloppen. Die Köche bekommen 1A frische Ware und brauchen nicht nach Frankfurt auf den Großmarkt, und die Sammler haben Ihre Funde (Steigenvoll aus dem Wald geholt - mindestens 50 kg an 1/2 Tag, hab ich teils selbst gesehen! ) ruckzuck zu guten Preisen verkloppt. Damit bessern die sich ihr Einkommen auf und das bei Ausübung einer Tätigkeit, die - wenn man auf das Geld nicht angewiesen ist - sogar Spaß macht.

Verboten ist's trotzdem.

Wolfgang

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Re: Lohnt sich nicht, wird aber gemacht

Herman Wichers, (vor 9134 Tagen) @ Martl

Ja, hört sich plausibel an.
Ich kenne außerdem die Praxis, daß Hobbysammler bei größeren Funden ihre
Beute in der nächsten Wirtschaft an den Koch verkaufen. Bei bekannten
Arten wie Pfifferlingen, Steinpilzen usw. sind hier schnell ein paar Mark
verdient.
Meine Meinung ist hier sehr zwiespältig! Wenn ich viel finde, kann ich mich
in der Regel nicht beherrschen und nehme mehr mit, als ich brauchen kann.
Doch dann kriegen Verwandte und Freunde ein Überraschungsgeschenk und
alles ist i.O.
Bei Leuten, die den Überhang verkloppen, denke ich mir "Die Pilze hätten
sie auch im Wald für andere stehen lassen können"...
Ciao,
Martl

Von 1989 bis 1994 wahr ich einkaufer von ein bedeutende Bayrische
Waldfreuchte Konserven Fabrik, und habe in Ost Europa Pfifferlinge und
Steinpilze Fris und in Salzlake gekauft und nach Deutschland verladen
In 1991 aus Bulgarien in die monate juni/july 300 ton pfifferlinge und
in 1992 aus Litauwen 480 ton pfifferlinge, Auch dieser jahr wahren die
angebote in Berlin ofter uber 60 ton pro tag, dieser Ware stamte pracktis
alle aus Litauwen und Weiss Rusland.
Sie sehen es gibt noch reichlich Pfiffer.