Re: OT: Stack-Beispiel 3
Hallo Jürgen,
für mich ist das auch fast immer eine Gratwanderung.
Denn was möchte ich eigentlich mit den Fotos erreichen?
Möchte ich eine gute Doku von einer seltenen Art oder geht es mir doch mehr um das Ästhetische?
Also um bildkompositorische Elemente, goldener Schnitt, Spiel mit der Tiefenschärfe, gezielter Einsatz von Licht und Farbe?
Ich glaube, wenn ich immer alles gleichzeitig versuchen würde unter einen Hut zu bringen, wäre ich meines Lebens schon lange nicht mehr froh 
So entscheide ich motivabhängig, worauf ich mehr Wert lege.
Und alles in Maßen natürlich, denn ich möchte ja auch noch rausgehen können um neue Motive zu entdecken.
Allerdings gebe ich zu, dass ich seit einiger Zeit großen Spaß daran habe, sehr kleine Pilze für einen Stack zeitaufwendig zu fotografieren:
![[image]](/archiv/extern/gabor/2011_09/Hyaloscypha_aureliella_01.jpg)
![[image]](/archiv/extern/gabor/2011_09/Hyaloscypha_aureliella_02.jpg)
Hyaloscypha aureliella (Nyl.) Huhtinen
Das Eintauchen in diese fremdartige kleine Welt, um alles quasi mit den Augen einer Ameise zu betrachten, finde ich schon sehr faszinierend.
Auflicht vermittelt dann doch noch eine komplett andere Art der Wahrnehmung, als das bei einem Blick in ein Durchlichtmikroskop der Fall wäre.
Und tatsächlich bekommt man bei solch kleinen Objekten ohne Stacking auch kaum brauchbares Dokumaterial...
LG, Gábor