Pilz und Pils vertragen sich nicht
Da haben wir den Salat...
zuehli , (vor 5378 Tagen)
Da haben wir den Salat...
AK_CCM, (vor 5378 Tagen) @ zuehli
Servus Harald,
also ich trink zu Schopftintlingen gern ein Weißbier und hatte bislang keine Beschwerden - und wenn, dann nur, weil's nicht bei einem Glaserl geblieben ist. 
Spannend finde ich, dass mittlerweile die wenigsten Tintlinge wie Coprinus comatus zu den Champignonverwandten (Agaricaceae) zählen, während der überwiegende Teil verwandtschaftlich mit den Faserlingen verbandelt sein soll (Psathyrellaceae), und anscheinend dennoch Coprin in den Spargelpilzen nachgewiesen werden konnte. *grübel*
Hat schon mal wer Champignons untersucht?
Gruß, Andreas
PS: Gibt's egtl. eine Projektseite oder sonstige Publikation von dem Ganzen?
Servus Harald,
also ich trink zu Schopftintlingen gern ein Weißbier und hatte bislang keine
Beschwerden - und wenn, dann nur, weil's nicht bei einem Glaserl geblieben
ist.
Das liegt sicher an dem Gewöhnungseffekt, den so junge Menschen, wie es Studenten ja nun meistens sind, nicht so haben. Ab andererseits war ja auch von Pils die Rede und nicht von Weißbier...
Fröhliche Grüße
Harald
Hallo Harald!
Das liegt sicher an dem Gewöhnungseffekt, den so junge Menschen, wie es
Studenten ja nun meistens sind, nicht so haben.
Da kennst du Studenten aber schlecht.
Aber es waren ja auch noch Schüler (geht man vom Selbstversuch aus, auch noch weibliche). Vielleicht wurden ja auch ältere Menschen untersucht...
Aus dem Artikel geht nicht hervor, was die beiden die ganzen zwei Jahre gemacht haben und warum sie extra frei bekommen haben. Das einzige, was sie laut Artikel herausgefunden haben, ist ein heftiger Kopfschmerz.
Viele Grüße
Toffel
Da kennst du Studenten aber schlecht.
Kann man nicht so sagen, schließlich arbeite ich an einer deutschen Uni. Hier studieren nur wissbegierige junge Menschen, die vor lauter Prüfungsstress (ja ja, die BA-Studiengänge) kaum Zeit finden, sich mit den lustvollen Dingen des Lebens zu beschäftigen. Früher war das Studieren doch noch schöner - good ole times...

Kann man nicht so sagen, schließlich arbeite ich an einer deutschen Uni. Hier
studieren nur wissbegierige junge Menschen, die vor lauter Prüfungsstress
(ja ja, die BA-Studiengänge) kaum Zeit finden, sich mit den lustvollen
Dingen des Lebens zu beschäftigen. Früher war das Studieren doch noch
schöner - good ole times...
*räusper*
Der Master wird wieder etwas chilliger:D Wenn man hart im nehmen ist, dann kann man beides verbinden. Kopfschmerzen *gg* und Uni ;) Schlaf wird überbewertet^^
lg Jule (Student :D)
Pfalz-Pilz, (vor 5378 Tagen) @ zuehli
kaum Zeit finden, sich mit den lustvollen
Dingen des Lebens zu beschäftigen. Früher war das Studieren doch noch
schöner - good ole times...
auch räusper, aber lautstark
Hallo Harald
Vielleicht bei Dir....
Zu meiner Zeit und in meiner Fachrichtung war es Usus, dass man in den letzten beiden Studiensemester (Studienregelzeit) gleichzeitig die Diplomarbeit bewältigte.
Einer meine Söhne und auch dessen Kommilitonen, also nur eine Generation später, benötigten dafür schon mindestens ein Extrasemester (was mir als Sponsor nicht so ganz einleuchtete und auch weh tat).
Das zur schönen alten/neuen Studienzeit.....
Gruß Dieter
zuehli , (vor 5377 Tagen) @ Pfalz-Pilz
auch räusper, aber lautstark
Hallo Harald
Vielleicht bei Dir....
Ja schon. Wenn Ich so zurückblicke, kann ich eigentlich nicht meckern. 
Vielleicht sollte man nicht alles so furchtbar bierernst nehmen - womit wir den Kreis schließen und schon wieder beim Pils wären...
Akademische Grüße
Harald
hoennetaler, (vor 5378 Tagen) @ zuehli
.....frischem Veltins wäre das nicht passiert! (Ergebnis einer persönlichen Testreihe)
in diesem Sinne: Prost!
Jürgen
interhias , (vor 5378 Tagen) @ hoennetaler
.....frischem Veltins wäre das nicht passiert! (Ergebnis einer persönlichen
Testreihe)
in diesem Sinne: Prost!
Jürgen
Mit Augustiner Hell, Karg Weißbier, Lammsbräu Dunkel, Tegernseer Spezial, Reutberger Kellerbier und Dunkler Klosterweißer von Maxlrainer auch nicht
Die Auflistung der unbedenklichen Weine würde den Rahmen sprengen ...
Grüße aus Bayern
Hias
Thomas Pruss, (vor 5378 Tagen) @ hoennetaler
… Bitburger, Jever, Astra und sogar Holsten gabs auch nie Probleme. Obwohl man sagt: "Holsten knallt am dollsten!"
Da haben wir den Salat...
Hallo zusammen,
im Pilze-Bayern-Forum habe ich folgendes dazu geschrieben:
"Den Jugend-Forscht-Bericht kenne ich nicht genauer. Aus dem Internetartikel geht jedoch eigentlich nichts Neues hervor.
Die Wirkungsweise von Coprin ist seit längerer Zeit bekannt.
Auch, dass Coprinus comatus geringe Menge Coprin (26mg/kg Fg.) enthält, während Coprinus atramentarius mit ca. (130mg/kg Fg.) aufwartet, ist nicht neu (siehe auch ZfM 60(2) S. 423 aus 1994 und Tintling 1/2011 Nr. 68 S. 42d). Im Internet gibt es dazu ebenfalls reichlich Informationen."
Übrigens, mit "Fiege Pils", einer herben Bochumer Spezialität, gibt es auch keine Nebenwirkungen 
Beste Grüße Udo
Sollingschreck, (vor 5378 Tagen) @ UdoA
Hallo liebe Forengemeinde,
ich halte mich wie üblich lieber an Dr. René Flammer. Seit der beigefügten Mitteilung hat es keine neuen Erkenntnisse gegeben.
http://www.giftpilze.ch/literatur/szp/boletus_torosus_2008_4.pdf
Viele Grüße
Holger
Sollingschreck, (vor 5378 Tagen) @ Sollingschreck
Ergänzung: Ihr findet es unter Fazit im letzten Absatz.
Mischi, (vor 5378 Tagen) @ Sollingschreck
Bei diesen "Antabus"-ähnlichen Reaktionen muss es sich anscheinend nicht immer nur um das Coprin handeln - da gibt es noch andere verwandte Verbindungen die gleich reagieren, wie man im Beispiel von konsumierten Lepiota aspera sieht:
http://www.dgfm-ev.de/node/1310
Liebe Grüsse, Mischi
Da haben wir den Salat...
http://www.fr-online.de/hanau/jugend-forscht-pilz-und-pils-vertragen-sich-nicht,1472866...
Erst einmal herzlichen Dank für den Hinweis auf diesen Artikel. Leider steht darin nicht viel, wenn man das ,,netto" betrachtet. Das hat mich oft schon bei ,,Jugend forscht" geärgert: normalerweise gehört in einen vernünftigen Zeitungsartikel dieser Art ein Link zur Originalarbeit.
Gruß,
michaelk
michaelk, (vor 5377 Tagen) @ michaelk
http://www.fr-online.de/hanau/jugend-forscht-pilz-und-pils-vertragen-sich-nicht,1472866...
Erst einmal herzlichen Dank für den Hinweis auf diesen Artikel. Leider steht
darin nicht viel, wenn man das ,,netto" betrachtet. Das hat mich oft
schon bei ,,Jugend forscht" geärgert: normalerweise gehört in einen
vernünftigen Zeitungsartikel dieser Art ein Link zur Originalarbeit.
Gruß,
michaelk
Ok, ich werde mich jetzt mal darum kümmern mehr darüber herauszufinden. Im Sinne von Benutzerfreundlichkeit sollte die Presse aber schon einige URLs, auch zu einem evtl. Ansprechpartner, anführen. Sie würde dann ,,interaktiv".
Hintergrund meiner Meinung: ich werde total genervt durch ,,informelle Umweltverschmutzung", also 100001 Sachen, die man beim Suchen im Netz findet, und nur 1-2 sind wirklich von den jeweiligen Autoren selber so gefunden worden. Der Rest hat den Charakter: y schreibt von x ab, x von w usw.usf.
Peter P., (vor 5377 Tagen) @ zuehli
Hallo in die Runde,
ob die beiden jungen Damen das Ergebnis ihrer Arbeit durch entsprechende Analysen oder Selbstversuche (die wir vor langer Zeit selbst mit C. atr. gemacht haben) gewonnen haben sei dahingestellt obwohl ich eher annehme, daß sie sich ernsthaft und hoffentlich auch mit etwas Freude diesem Thema gewidmet haben.
Mich stimmt nur etwas mißmutig die Oberflächlichkeit der Aufgabenstellung, sind doch Inhaltsstoffe und deren Wirkungsweisen bei vielen Arten hinlänglich bekannt. Nun gut, das Rad wird ja auch immer wieder erfunden und der Auftraggeber hat seine Ruhe.
Ich greife das nicht aus der Luft, sondern schon viele Jahre werde ich gebeten
zu helfen oder bekomme es auf eine andere Art und Weise mit, daß z. B. Herbarien von Blütenpflanzen angelegt werden sollen. Nicht die veralterte Form der Nachweisführung stört mich dabei, das soll ab September beginnen, in verschiedenen Biotopen und Abgabetermin ist Februar. Und im März werden Pilze im Biologieunterricht (den gibts, glaube ich, nicht mehr) behandelt usw. usf.
Ob sich da 'mal jemand bei den Kultusministerien (16 an der Zahl und jeder mit eigener Suppe) befragt hat oder ihre gequirlte Kacke einfach negiert hat?
Jetzt habe ich natürlich wieder einige gegen mich aufgebracht, aber ich bin mit meiner Meinung garantiert nicht alleine.
Gruß Peter P.
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic218785.jpg)
Hallo Harald,
na zumindest vertrugen sich die kölner Schopftintlinge bislang ganz gut mit Kölsch.
Das gleiche galt im übrigen auch für die hannoverschen Schopftintlinge in Verbindung mit dem guten alten Herrie 
LG, Gábor
Hallo Harald,
na zumindest vertrugen sich die kölner Schopftintlinge bislang ganz gut mit
Kölsch.
Das gleiche galt im übrigen auch für die hannoverschen Schopftintlinge in
Verbindung mit dem guten alten Herrie
LG, Gábor
Ich bin der Sache nachgegangen, weil ich von der Oberflächlichkeit des Artikels und dem Mangel eines verwertbaren Links enttäuscht war. Mit der vorgestellten Arbeit hat die genannte Schule beim ,,Jugend forscht"-Wettbewerb teilgenommen. Man findet dann bei ,,Jugend forscht"- Rhein-Main-Gebiet/Ost eine verwertbare URL, die einen zur Schule selber führt. Der Schulleiter hat wunderbar schnell reagiert und die Anfrage von mir sogleich weitergegeben an den projektbetreuenden Lehrer. Der hat heute geantwortet.
Im Kern hat man eine photometrische Untersuchung über die Wirkung von Pilzextrakt auf den Abbau von Alkohol, also auf die Acetaldehyddehydrogenase (ALDH2), gemacht. Die Ergebnisse, wohlgemerkt im Reagenzglas (!), sind eindeutig. In der Mail schreibt Herr Rothweil aber, ,,Im Anhang finden Sie wesentliche Informationen zum internen Gebrauch", weshalb ich die komplette Antwort mit Schaubild nicht hier vorzeigen werde. Der Wettbewerb ist schließlich noch nicht zu Ende; und da er auch gesponsort wird gibt es vermutlich hinterher noch ,,kitzlige" Probleme damit, wer wie wo Ergebnisse veröffentlich darf.
Ebenso eindeutig ist aber, das ist mein Kommentar, dass dieses Ergebnis noch längst nicht bedeuten => muss, dass im realen Körper das Gleiche passiert. Das hängt vermutlich auch davon ab, ob und wie das Coprin => bioverfügbar gemacht wird.
michaelk, (vor 5375 Tagen) @ michaelk
Ebenso eindeutig ist aber, das ist mein Kommentar, dass dieses Ergebnis noch
längst nicht bedeuten => muss, dass im realen Körper das Gleiche
passiert. Das hängt vermutlich auch davon ab, ob und wie das Coprin =>
bioverfügbar gemacht wird.
Ich füge noch hinzu: da man wohl mit einem ,,Pilzextrakt" gearbeitet hat ist nicht eo ipso klar, welche Substanzen da im Einzelnen alle beteiligt gewesen sein mögen. Es ist nur klar: durch den Extrakt wird ein Schlüsselenzym des Alkoholabbaus meßbar deutlich gehemmt.
Dass daraus sich neue Folgerungen für das Eß- und Trinkverhalten Interessierter ergeben kann ich nicht erkennen.
Thomas Pruss, (vor 5375 Tagen) @ michaelk
- kein Text -