Re: Beweisen wir’s ihnen doch!
Hallo Jesko,
schöne Dokumentation, um das entsprechende Habitat zu finden. Dann müssten die Meldungen ja jetzt nur so reinrasseln...
Nur der Vollständigkeit halber: Das Braunsporige Pappelhängeröhrchen wurde von Hans Bender auch schon an Esche und an Rotbuche gefunden (je 1x).
Und was den wissenschaftlichen Namen angeht, gestaltet sich die Sache doch etwas kompliziert. Nach Index Fungorum gilt ja (bislang jedenfalls noch): Phaeosolenia platensis (= Ph. densa). ABER nach Mycobank sind das zwei eigenständige Taxa (?!?). Dadurch aber bitte nicht vom allgemeinen Suchen abhalten lassen! Und natürlich nicht nur in NRW ...
Schöne Grüße
Klaus
Ich hoffe, Klaus, Karl und Dirk verübeln mir diesen kleinen Aufruf, das
bislang unangefochtene NRW-Primat zu brechen, nicht. Schließlich dient er
nur dazu, der Verbreitung des Braunsporigen Pappelhängeröhrchens auf die
Spur zu kommen.
Wie Klaus mir schrieb, dürfte es an potentiell geeigneten Habitaten für diese
Art eigentlich fast nirgends fehlen. Das würde ich eigentlich auch denken
wollen, denn mein Fundort ist ziemlich banal: einer der sogenannten
Schuttberge, also eine innerstädtischen Halde, auf die nach dem Krieg und
sonstigen Stadtumbaumaßnahmen Gebäudereste verbracht und mit einer dünnen
Erdschicht abgedeckt wurden, und die heute ziemlich wild mit Robinien,
Bergahorn, Holunder, Clematis-Ranken, Brombeergestrüpp usw. und eben auch
Pappelhybriden bestanden ist. Ein 0-8-15-Ruderalstandort, wie es ihn
allenthalben geben sollte.
Einige vielleicht 20 bis 30 cm dicke Pappelstämme machen nun nicht mehr den
frischsten Eindruck und haben sich auf 45° oder tiefer begeben.So wie der hier in etwa zweieinhalb Meter Höhe – das ist einer der
interessanten (zum Glück bin ich etwas größer gewachsen).Auf der Unterseite sind doch ein paar weiße bis etwas karamellbräunlich
überfärbte Flecken zu erkennen, und das auch aus über einem Meter Abstand.Suchen wir uns mal einen Stamm auf Augenhöhe.
Da ist doch ordentlich was dran. Man sieht ja auch schon gut, dass der Belag
gewissermaßen Struktur hat.Die Pilze selbst sind dann natürlich echte Winzlinge:
Dann gilt es freilich, die Mikros zu checken. Ein nützlicher Link mit den
nötigen Literaturangaben ist hier:
http://www.natur-in-nrw.de/HTML/Pilze/Agaricales/PA-697.html
Kurzum, ich denke, potentiell geeignete Standorte, an denen man nach
Phaeosolenia platensis (Phaeosolenia densa ???was muss hier stehen???)
gezielt suchen könnte, haben viele in ihrer Nähe.