Lamellenschneide
Servus Hias,
das war wirklich eine schöne Kollektion, und ein schönes Schwammerl. Was ich
in Deiner Doku jetzt nicht gefunden habe sind die seltsamen deformierten
und oft sehr langen Cheilozystiden, die neben regulär geformten
herausragen. Die sind allerdings auch in den Originalbeschreibungen von I.
melanopus und der synonymisierten I. submaculipes nicht erwähnt. Du hast
sie aber - wenn ich mich recht erinnere - auch beobachtet. Anbei eine
solche Extremzystide.
Gruß
Helmut
Servus Helmut,
bei einem 2009er Fund habe ich die Lamellenschneide von I. melanopus wie folgt beschrieben:
"Cheilozystiden: sehr variabel: breit bis schmal fusoid, oft breit kopfig, sublageniform (und kopfig), keulig, subutriform, sehr dünnwandig (vor allem am Bauch), dickere Wände meist nur im Kopf, spärlich beschopft, Maße: 37-57 x 11-17, Wandstärke am Bauch kaum über 0,5, im Kopf bis 1,5; Parazystiden reichlich, büschelig, auffallend schlank keulig bis subzylindrisch, z. B. 31x8, bisweilen keulig bilden in Form und Größe einen fast fließenden Übergang zu den echten Cheilozystiden, unterscheiden sich jedoch durch einfache Wände;"
Wie bei vielen Inocyben scheinen die Cheilos bei dieser Art recht variabel zu sein. Öfter aufgefallen sind mir auch schlank keulige bis subzylindrische Parazystiden, die nicht die typisch birnenförmige oder keulig-blasige Form aufweisen und bisweilen einen fast fließenden Übergang zu den Cheilos bilden.
Grüße
Hias