Re: Frage zu Lactarius intermedius
Wie Andreas schon geschrieben hat, ist die Darstellung in PdS wieder einmal
fragwürdig. Es ist schon bezeichnend, dass anscheinend nur ein Fund von L.
intermedius ausgewertet wurde - dabei ist die Art im Alpenraum ziemlich
häufig und als typischer Tannenbegleiter unschwer zu finden. Ein nach
meiner Erfahrung zuverlässiges Merkmal, um L. intermedius im Feld von
scrobiculatus trennen zu können, ist der rosafarbene Reflex in den
Lamellen von intermedius. Der in den Alpen vorkommende Doppelgänger ohne
Gruben am Stiel ist übrigens L. tuomikoskii (freilich bei Fichte).
Dass intermedius in FN und bei Heilmann-Clausen fehlt, liegt wohl einfach
daran, dass es in Nordeuropa keine Tannen gibt. Jetzt mag man freilich
einwenden, dass dann auch salmonicolor fehlen müsste ...
Viele Grüße
Servus zusammen,
ich laufe ja das halbe Jahr in Tannenwäldern herum, aber bislang war ich zu deppert, L. intermedius klar von scrobiculatus zu trennen - vielleicht ist bei den Aufsammlungen vom letzten Jahr mal einer dabei. Auf den rosa Reflex in den Lamellen muss ich mal aufpassen. Gibts denn eurer Meinung nach ein brauchbares mikroskopisches Trennmerkmall?
L. leonis hatte ich bislang gar nicht auf dem Schirm, den hat letztes Jahr Henk Huijser zwischen den Scrubiculati rausgezogen.
Grüße
Hias